Sonnenfinsternis: Wo muss ich hin, um sie zu sehen?

Die meiste Sonne gibt's im Süden

Heute ereignet sich eine Sonnenfinsternis, bei der die Sonne zu großen Teilen bedeckt wird. Auch für Himmelsgucker in Deutschland ergibt sich ein lohnender Anblick, wolkenfreien Himmel vorausgesetzt. Ohne geeigneten Augenschutz sollte jedoch niemand das Spektakel beobachten.

Sonnenfinsternis: Wo muss ich hin, um sie zu sehen?
Partielle Sonnenfinsternis in Deutschland am 20. März © dpa, Patrick Pleul

Am Vormittag schiebt sich der Neumond vor die Sonnenscheibe und verdunkelt sie. Komplett finster wird es allerdings nur in einem etwa 400 Kilometer schmalen Streifen auf dem Nordatlantik und auf den Inseln Färöer und Spitzbergen. In Europa, Nordafrika, dem Mittleren Osten, dem westlichen Asien und auf Grönland ist das Ereignis als sogenannte Teilfinsternis oder partielle Finsternis zu sehen, bei der die Sonnenscheibe unterschiedlich stark vom Mond bedeckt wird.

Wie sehr verdunkelt sich die Sonne über Deutschland? Von Deutschland aus gesehen werden zwischen 68 Prozent in München bis 83 Prozent auf Sylt der Sonne verdeckt. Je nach Standort in Deutschland beginnt der Mond gegen 9.30 Uhr, die Sonnenscheibe 'anzuknabbern'. Eine gute Stunde später, kurz nach 10.30 Uhr, ist die größte Bedeckung erreicht, die Sonne steht dann etwa 35 Grad über dem Horizont. Gegen 12.00 Uhr mittags ist das Spektakel vorbei.

Je weiter man also in den Norden, bzw. den Nordwesten reist, umso mehr kann man den Schatten vor der Sonne sehen.

Aber: Wie wird denn das Wetter?

Sonnenfinsternis: Wo muss ich hin, um sie zu sehen?
So war es 1999 in Karlsruhe © dpa, A3386 Uli Deck

Fassen wir die Fakten noch einmal kurz zusammen: Je weiter im Norden, desto weiter schiebt sich der Schatten des Mondes vor die Sonne. Doch um die Sonnenfinsternis zu sehen, braucht man auch einen klaren Himmel. Und wo wird es den geben?

Nun, im äußersten Norden wird es eher schwierig. Für Schleswig-Holstein, Ostfriesland und die Ostseeküste sind für Freitag maximal zwei Stunden Sonnenschein berechnet. Das heißt: Genau da, wo der prozentuale Anteil der Sonnenfinsternis am größten ist, scheint die Sonne am wenigsten durch die Wolken. Das ist ärgerlich. Aber südlich von Osnabrück, Hildesheim und Berlin sieht es schon viel besser aus.

Problemgebiete sind aber im Westen Nordrhein-Westfalen und der Oberrheingraben. Hier könnten Hochnebelfelder den Blick stören, wenn sie sich nicht rechtzeitig auflösen.

Die beste Aussichten auf Sonnenschein gibt es im Süden und Osten, hier vor allem in Sachsen. Dafür ist dort die Sonnenfinsternis nicht in dem Ausmaß zu sehen, wie man sie bei klarem Wetter im Norden sehen könnte.

Wie sieht es in den deutschen Großstädten aus?

Berlin: Es wird heiter, die Regenwahrscheinlichkeit beträgt null Prozent. Allerdings können durchaus Wolken die Sicht auf die Sonne versperren. Berlin hat am Freitagmorgen eine Grenzlage. Die Wolken können über Berlin sein, sie können aber auch etwas weiter nördlich vorbeiziehen. Eine genaue Prognose ist immer noch schwierig. Fakt ist aber: Die Chancen auf Sonne sind nicht schlecht. Also: Brille besorgen.

Hamburg: Für Hamburg sieht es nicht so gut aus. Regen wird es nicht geben, aber es wird wohl meist wolkig sein. Daher wird es zu einer Wolken-Lotterie, ob man einen Blick auf die SoFi werfen kann.

München: Yeah. München wird sonnig. Brille kaufen und rausgehen ab 9.30 Uhr.

Frankfurt: Was für München gilt, gilt auch für Frankfurt. Sonne am Himmel. Daher Brille kaufen und SoFi beobachten.

Köln: Hier könnte uns Hochnebel einen Strich durch die Rechnung machen. Die Chancen 50:50!

Leipzig: Auch die Menschen im Raum Leipzig werden am Freitag einen einigermaßen freien Blick auf die Sonne haben.

Stuttgart: Im Südwesten wird es sonnig. Alles gut also. Die SoFi kann kommen.