So entsteht ein Unwetter

So entsteht ein Unwetter

So entsteht ein Unwetter

Wenn sehr heiße, feuchte Luftmassen auf relativ kalte Luft treffen, beginnt die Feuchtigkeit schlagartig zu kondensieren. Dabei wird Energie freigesetzt, die sich zunächst als Wind nach oben äußert. Dieser Wind treibt weitere feuchte Heißluft in die nach oben zu immer kältere Atmosphäre, was zu weiterer Kondensation führt.

Was wir vom Boden aus sehen, sind große, blumenkohlartige Wolken, die rasch in die Höhe wachsen. Spätestens dann, wenn sie eine ambossförmige Gestalt haben – also am oberen Ende in die Breite gehen – haben wir eine ausgewachsene Gewitterwolke vor uns. Sie kann 20 bis 100 Millionen Tonnen Wasser enthalten.

In der Wolke bläst ein Wind in Orkanstärke nach oben. Er trägt die Wassertropfen hoch bis über die Nullgrad-Grenze hinaus, wo das Wasser gefriert. Es entsteht Hagel, der ein Stück weit nach unten fällt und dabei etwas antaut. Bei starken Aufwinden wird der Hagel aber erneut in die Höhe getragen und friert mit Regentropfen und anderen Hagelkörnern zusammen. Erst wenn das Gewicht des Hagels so groß ist, dass ihn der Wind nicht mehr tragen kann, fällt er zu Boden. So können Hagelkörner zu sogenannten Schlossen zusammenwachsen, die über 15 Zentimeter Durchmesser haben. Bereits ab 1,5 Zentimeter Durchmesser kann Hagel erheblichen Schaden anrichten.

Die Kälte der Eisklumpen lässt neben der Aufwindzone starke Fallwinde entstehen. Das sind die gefürchteten Böen, die meist für Schäden sorgen. Wenn sich eine Gewitterwolke mit mehreren anderen vereinigt und eine sogenannte Superzelle entsteht, ist sehr große Gefahr in Verzug. Gerät das ganze Gebilde oder ein einzelnes Gewitter zusätzlich in Rotation, besteht akute Tornado-Gefahr. Die Rotation wird durch sogenannte Scherwinde mit der Höhe erzeugt.