Schottergärten: Steril und schlecht fürs Klima

Steingärten und Schottergärten sind schlecht fürs Klima
Stein- und Schottergärten ersparen möglicherweise Arbeit - aber: Lebensraum für lebenswichtige Bienen sieht anders aus. Und der ist bitter nötig. © iStockphoto, iStock, rivendels

Steine statt Blüten

Sie sind leblos, grau und schlecht fürs Klima: Schotter- und Steingärten werden trotzdem immer beliebter. Wahrscheinlich, weil sie so pflegeleicht sind und „Unkraut“ keine Chance lassen. So allerdings auch keinen Insekten. Wiesen, Rasen und Beete werden durch Schotter und Kies ersetzt und der Boden oft mit Folien versiegelt. Da blüht dann nichts mehr. Ein paar immergrüne Gräser oder Buchsbäume rein - fertig ist der sterile Vorgarten. Einige Städte in Hessen wollen der Ausbreitung dieser Steinwüsten nun entgegenwirken.

Ran an die Grünsatzungen und Bebauungspläne!

In Hanau seien beispielsweise Bebauungspläne entsprechend angepasst und darin Steingärten verboten worden, sagte der Sprecher der Stadt, Joachim Haas-Feldmann. Auch in Neubaugebieten in Fulda enthalten einige Bebauungspläne bereits eine Klausel, die bestimmte Grünflächen vorschreibe und Schotterflächen verbiete, berichtete der Sprecher der Stadt, Johannes Heller. Wiesbaden und Kassel planen derzeit eine Anpassung der kommunalen Grünsatzungen, um diese Art der Vorgartengestaltung einzudämmen, teilten die Sprecher der Städte mit. Ämterübergreifende Arbeitsgruppe prüfen derzeit, inwiefern man die Satzung anpassen und ökologisch wertlose Schottergärten verhindern könne.

Laut Naturschutzbund Deutschland (Nabu) sind die monotonen Steinwüsten besonders schlecht für die ökologische Vielfalt und das Klima in den Städten. „Steingärten bieten nicht nur keinen Lebensraum für Bienen und Insekten, sie wirken sich durch die aufgeheizten Steine im Sommer auch noch negativ auf das Stadtklima aus“, sagte Naturschutzreferentin vom Nabu, Ann-Sybil Kuckuk.

Und hässlich sind sie zudem, findet wetter.de. Und Sie?