Höhepunkt der Sternschnuppen
Leoniden-Spektakel im November 2020: Der Sternschnuppen-Regen ist da

Gibt es etwas Schöneres als eine Sternschnuppe am Nachthimmel zu entdecken? Na gut, vielleicht schon, aber wenn man eine erhaschen kann, macht einen das doch irgendwie glücklich. Dann heißt es schnell die Augen schließen und sich etwas wünschen. Und wer glaubt, er könne nur im August besonders viele Sternschnuppen entdecken, der irrt, denn im November haben die Leoniden ihren Höhepunkt – in diesem Jahr allerdings mit einer eher bescheidenen Fallrate. Aber ein paar Wünsche sind dennoch drin.
Höhepunkt der Leoniden in der Nacht vom 17. auf den 18.

Der Sternschnuppenstrom der Leoniden ist vom 13. bis 30. November aktiv. In der Nacht vom 17. auf den 18. November erreicht das Spektakel sein Aktivitätsmaximum und der imposante Sternschnuppenregen ist am nächtlichen Himmel zu beobachten. In der kommenden Nacht sind im Süden die Chancen am besten, die Sternschnuppen zu sehen, am besten von einem Berg mit wenig Umgebungslicht. Im Norden sind meist noch dichte Wolken unterwegs. In der Mitte braucht es etwas Glück, größere Wolkenlücken zu erwischen. Dann sind bis zu 15 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen.
Leoniden sind ein über 1.100 Jahre alter Sternschnuppenstrom (Meteorstrom), der uns jedes Jahr im November ein Naturschauspiel der besonderen Art am nächtlichen Himmel bietet. Den Namen gibt den Leoniden ihr Ausgangspunkt, der sogenannte Radiant, der im Sternbild des Löwen (lat. leo = der Löwe) steht.
Mehrere Tausend Sternschnuppen pro Stunde früher

Ursache für das Phänomen sind die Trümmerteilchen (Meteoroiden) des Kometen 55P/Tempel-Tuttle, die auf seiner Flugbahn mit einer geozentrischen Geschwindigkeit von etwa 71 km pro Sekunde um die Sonne rasen. Wenn die Erdbahn nun diese Trümmerwolke kreuzt, verglühen die Meteoroiden beim Eindringen in die Erdatmosphäre und werden als Sternschnuppen (Meteore) für uns sichtbar. Leider hat das Schauspiel in den letzten Jahrhunderten an seiner Intensität verloren. Das liegt an der Streuung der Trümmerwolke des Ursprungskometen.
Alle 33 Jahre kreuzt die Erde die Umlaufbahn des Kometen Tempel-Tuttle und dann ist die Anzahl der sichtbaren Leoniden besonders groß, ein Meteoritenschauer von mehreren tausend Sternschnuppen pro Stunde kann dann beobachtet werden, so etwa 1966. Im November 1833 soll das imposante Schauspiel bis zu 200.000 Sternschnuppen pro Stunde geboten haben.