Bestialischer Gestank
Tonnen von Fisch-Kadavern fluten Touristen-Ort
Bestialischer Gestank wabert über eine silbrig glänzende Decke aus toten Fischen im Hafen von Volos in Griechenland. Etwa 40 Tonnen der schwimmenden Kadaver wurden bisher von den örtlichen Behörden entfernt. Die Katastrophe hätte verhindert werden können, sagen Bewohner des Ortes.
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Woher kommen die Massen von toten Fischen? Die Ursache liegt schon ein Jahr zurück. Sturmtief Daniel, der schlimmste Sturm, der jemals in Griechenland aufgezeichnet wurde, überflutete mit extremen Regenmengen im September 2023 35.000 Hektar Land rund um den Karla-See in der Region Thessalien. Fische aus See und Flüssen wurden so aus ihren üblichen Süßwasserlebensräumen vertrieben und über den Pagasetischen Golf zum Meer geschwemmt.
Und als der Wasserstand des Karla-Sees wieder drastisch zurückging, wurden die verbleibenden Fische zum Überleben in den Hafen von Volos zum Wasser gezwungen. Dort trafen sie aber auf Salzwasser – und starben in der für sie tödlichen Umgebung. Jetzt hat die Meeresströmung die großen Mengen der toten Süßwasserfische in den bei Touristen beliebten Küstenort gebracht.
Delfine und Schildkröten in Gefahr

Anwohner und Behörden beeilen sich, die Kadaver wegzuschaffen, bevor der Geruch die nahe gelegenen Restaurants und Hotels erreicht. Die Einwohner von Volos sind besorgt, dass die toten Fische ihren Geschäften schaden und den Tourismus beeinträchtigen werden. Und noch eine Gefahr geht von den Kadavern aus. Krankheitserreger könnten sich ausbreiten, die die Meeressäugetiere im Golf, darunter Delfine und Schildkröten, bedrohen könnten. (ctr)
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