Hurrikan „Lorenzo“ über den Azoren: 20 Meter hohe Wellen, Überschwemmungen, Stromausfall

Hurrikan "Lorenzo" hat über den Azoren gewütet und dort erhebliche Schäden angerichtet. Heftige Regenfälle und Orkanböen haben Bäume entwurzelt und Strommasten umgerissen. Die Wellen waren gut 20 Meter hoch. Überschwemmungen, unbefahrbare Straßen, Schäden an Häusern und Stromausfall hielten den Zivilschutz pausenlos in Atem.

Jetzt ist Irland dran

Der ehemalige Hurrikan "Lorenzo" hat mittlerweile kühlere Bereiche des Atlantiks nahe der Britischen Inseln erreicht und hat sich zu einem starken außertropischen Tief abgeschwächt. Nichtsdestotrotz können aber zunächst immer noch Wind in Orkanstärke von rund 120 km/h und ein Wellengang bis knapp 10 Meter vor der Irischen Küste auftreten.

Völlig überflutet: der Hafen von Faial

Besonders betroffen von den Azoren waren die westlichen Inseln Flores und Corvo. Aber auch die Inseln Faial, Pico, Sao Jorge, Graciosa und Terceira bekamen die Auswirkungen des heftigen Sturms zu spüren. Riesige Wellen umspülten die kleinen zu Portugal gehörenden Inseln.

Außergewöhnlicher Sturm zieht weiter nach Europa

Nachdem „Lorenzo“ die Azoren überquert hat, zieht er weiter nach Nordosten und erreicht auf direktem Wege Irland. Auf dem Weg dorthin wird "Lorenzo" kurz vorher seinen Hurrikan-Status verlieren und als außertropisches Orkantief die Insel treffen. An der Westküste sind Windböen in voller Orkanstärke möglich. Die Windgeschwindigkeiten erreichen stellenweise sogar 150 km/h. Danach zieht „Lorenzo“ unter Abschwächung weiter über die Britischen Inseln.

Europa auf der Zugbahn von Hurricanes

Es ist bereits der zweite Hurrikan, der Europa so nahe kommt. Am 16.10.2017 tobte Ex-Hurrikan „Ophelia“ mit Windgeschwindigkeiten von über 200 km/h über Irland. Das war ein extremes Ereignis für die Bewohner der Insel und nun folgt ein ähnlicher Sturm – auch wenn er etwas schwächer ausfallen dürfte.

Auswirkungen auf Deutschland

Nach dem Ecmwf-Wettermodell erreicht der Ex-Hurrikan Lorenzo am Freitag unter Abschwächung Deutschland
Nach dem Ecmwf-Wettermodell erreicht der Ex-Hurrikan Lorenzo am Freitag unter Abschwächung Deutschland © MeteoGroup, wetter.de

Das Wetter in Deutschland wird frühestens am Freitag von Ex-Hurrikan „Lorenzo“ beeinflusst. Es handelt sich dann nur noch um ein harmloses Tief, welches dicke Regenwolken zu uns bringen wird. Vom Sturm wird hingegen nicht mehr viel übrig bleiben.