Erinnerungen an Ahrtal-Katastrophe

Geröll und Schlamm - heftige Unwetter in Österreich zerstören ganze Dörfer

Es sind Bilder, die an die Verwüstungen im Ahrtal im vergangenen Sommer denken lassen: Jetzt hat ein schweres Unwetter im österreichischen Bundesland Kärnten eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Mindestens ein Mann kam ums Leben, viele Orte haben noch keinen Strom und kein Wasser. Im Video können Sie die Schäden sehen.

82-Jähriger stirbt

Bei dem Toten soll es sich um einen 82-jährigen Mann aus Treffen am Ossiacher See handeln. Er wurde von einem Bach mitgerissen. Rettungskräfte fanden ihn am Mittwoch. Nach einer weiteren vermissten Person wurde gesucht. Nicht nur gigantische Wassermassen rutschten am Ossiacher See in Richtung Tal, auch riesige Geröllmassen trafen auf die Ortschaften.

Die Behörden riefen Zivilschutzalarm für die Orte Treffen und Arriach aus. Die Bevölkerung wurde angewiesen, sich im ersten Stock ihrer Häuser in Sicherheit zu bringen.

Schwere Schäden im Gegendtal

Das Unwetter verursachte besonders im Gegendtal in der Nähe von Villach schwere Schäden. Die 1400-Einwohner-Gemeinde Arriach war von der Außenwelt abgeschnitten. Im Gespräch mit RTL sagte der Bürgermeister, Gerald Ebner, dass die Ortschaften nur über Notstraßen erreichbar seinen. Strom gebe es noch nicht wieder, auch fließendes Wasser sei ein Problem. Häuser wurden zum Teil bis zum ersten Stock verschüttet.

Kein Strom, kein Wasser

Bereits am Dienstagabend hatte ein Sturm mit Orkanböen in Kärnten Bäume gefällt, Stromleitungen gekappt und Dächer abgedeckt. Gewässer führten Hochwasser, wie es nur alle 30 Jahre vorkomme, sagte Johannes Moser, ein Hydrologe des südlichen Bundeslandes. Der Einsatz der Feuerwehren wurde durch das Bundesheer mit 100 Soldaten und schwerem Gerät unterstützt.

Das Wetter wird auch in den kommenden Tagen noch unberechenbar bleiben. Für die Menschen rund um Villach und den Ossiacher See keine gute Nachricht. (dpa/eon)