Ergreifende Rede von Superstar Harrison Ford beim Klimagipfel

Riesenandrang bei Auftritt von Superstar Harrison Ford

Superstar Harrison Ford hat beim Klimagipfel in Madrid eine bewegende Rede gehalten. Der Schauspieler machte deutlich, dass es für die Alten Zeit sei zu gehen und den Jungen das Feld zu überlassen. 

"Die Zukunft der Jungen ist durch unsere Vergangenheit in Gefahr"

Allein die Ankunft des Superstars erzeugte ein riesiges Chaos in den Messehallen von Madrid. Journalisten, Delegationsangehörige, Mitglieder unzähliger Organisationen, die beim COP25 vertreten sind, sie alle wollten Ford reden hören. Und seine Worte waren beeindruckend: "Meine fünf Kinder, meine Enkel, in welche Zukunft schauen sie?" fragte der 77-Jährige bei der Veranstaltung im "US Climate Action Center".

Dann rief der als "Indiana Jones" berühmt gewordene Schauspieler: "Lasst uns den jungen Leuten auf dieser Welt zuhören. Ihre Zukunft ist durch unsere Vergangenheit in Gefahr!" Ford sprach sich dafür aus, die Erfahrungen der Indigenen, der Ureinwohner dieser Welt, zu nutzen. Die wüssten schließlich, wie man das Land nachhaltig nutzt. "Indigene Völker müssen in der Politik mit am Tisch sitzen." Um die Ureinwohner zu schützen, müsse zudem die Rodung der Regenwälder auf der Erde dringend gestoppt werden. "Und wir müssen die Sümpfe trockenlegen, die die Abholzung finanzieren. Dazu brauchen wir Partner."

​"2017 hat unsere Regierung einen fürchterlichen Fehler gemacht", sagte Ford mit Blick auf die Ankündigung von Donald Trump, dem Pariser Klimaabkommen den Rücken zu kehren. "Aber viele Städte und Organisationen machen weiter mit dem Klimaschutz."

Bloomberg: "Mutter Natur wartet nicht auf die nächsten Wahlen"

U.S. presidential hopeful Michael Bloomberg speaks during a panel at the U.N. Climate Change Conference (COP25) in Madrid, Spain, December 10, 2019. REUTERS/Sergio Perez
Michael Bloomberg, möglicher US-Präsidentschaftskandidat, will an den Pariser Klimazielen festhalten. © REUTERS, SERGIO PEREZ, awi/MOS/THO

Neben Ford kam ein weiterer Superstar nach Madrid: Der mögliche US-Präsidentschaftskandidat Michael Bloomberg, er redete nur wenge Minuten nach Ford. "Warum bin ich hier? Weil niemand aus dem Weißen Haus hier ist", sagte Bloomberg mit einem Seitenhieb auf die US-Regierung und nannten die Klimakrise die größte Bedrohung für die Menschheit.  

"Die Menschen wollen, dass wir in den USA weiter an den Pariser Klimazielen festhalten. Im nächsten Jahr sind Wahlen in den USA. Mutter Natur wartet aber nicht auf das Ergebnis der nächsten Wahl und deshalb machen wir hier jetzt schon weiter", so der Top-Politiker. Am Ende seiner Rede überreichte der ehemalige Bürgermeister von New York der Generalsekretärin der Klimakonferenz, der Mexikanerin Patricia Espinosa, ein Buch mit den Klimaschutz-Zielen seiner Organisation.