Der zu warme März war kälter als der Februar

Landschaft auf Spitzbergen, aufgenommen im März 2003. ### Norway - Spitzbergen ## Landscape with sun and ice on Spitzbergen, Norway, March 2003. #
Die Sonne gab alles. Trotzdem war der März kälter als der Februar. © R3066 Hinrich Bäsemann

5,28 Grad - zu viel für einen Mittel-März

Das muss man auch erst mal sacken lassen: Der März war zu warm, aber kälter als der Februar. Wie das geht? Der Februar war viel zu warm, so geht das. Mit 5,31 Grad lag er 4,87 Grad über dem langjährigen Mittel. Der Temperaturdurchschnitt im März lag mit 5,28 Grad Celsius aber ebenfalls über dem Durchschnitt eines März von 1961 bis 1990. Nämlich 1,7 Grad drüber. Und was hatte der März sonst noch so drauf?

Spitzenreiter im März 2020: Garmisch-Partenkirchen

Zunächst gab es für Deutschland reichlich milde bis warme Luft aus dem Südwesten. Höhepunkt der Warmluftzufuhr: Im Winterparadies Garmisch-Partenkirchen kletterte das Quecksilber am 12. März auf 22,3 Grad - der bundesweit höchste Wert im März 2020.

Am 20. ging das warme Frühlingswetter allerdings mit einem Temperatursturz jäh zu Ende. Krasse Unterschiede beispielsweise in Regensburg innerhalb von 24 Stunden

  • 20.3. 20  Grad
  • 21.3  4 Grad.

Am Ende des März wurde es dann doch nochmal verdammt kalt. Nachts gab's teilweise starken Frost. Für viele gab es die tiefsten Temperaturen des ganzen Winterhalbjahres. Carlsfeld im Erzgebirge meldete am 23.3. mit -11,4 °C die bundesweit tiefste Temperatur des Monats.

23.03.2020, Bayern, Garmisch-Partenkirchen: Krokusse blühen im Michael-Ende-Kurpark. Foto: Angelika Warmuth/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Sonne und Wärme in den Bergen lockte die ersten Frühklingsblumen im März. © dpa, Angelika Warmuth, awa gfh

Einer der sonnenscheinreichsten Märze seit Messbeginn

Mit etwa 175 Stunden übertraf der März 2020 sein Soll von 111 Stunden um 57 Prozent. Er dürfte damit der viertsonnigste März seit Messbeginn 1951 sein. Am längsten zeigte sich die Sonne an der Nordseeküste und an der Donau mit bis zu 210 Stunden. Blöd lief es für Oberfranken und das Allgäu: Hier schien sie örtlich weniger als 150 Stunden. Obwohl auch das ja noch weit über dem Mittel ist.

 Ein wunderschoener Tag mit blauem Himmel bei traumhaftem Wetter, Baumbluete, Kirschbluete die Sonne scheint durch die Baeume am Wellersberg in Siegen Fruehlingsboten im Siegerland am 24.03.2020 in Siegen/Deutschland. *** A beautiful day with blue sk
Sonne, Sonne, Sonne im März 2020 © imago images/Rene Traut, Rene Traut via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Schwarzwald zu nass, Osten zu trocken

Der März blieb mit rund 50 Litern pro Quadratmeter um zehn Prozent unter seinem Soll von 57 Litern pro Quadratmeter. Dabei hielt die niederschlagsreiche Witterung, die bereits im Februar begonnen hatte, noch in den ersten beiden Märzwochen an. Im Schwarzwald schüttete es teils wie aus Eimern. Dort fiel mit teils über 200 Litern pro Quadratmeter auch der bundesweit meiste Regen und Schnee. Allein am 5. kamen in Utzenfeld nahe dem Feldberg 63,0 Litern pro Quadratmeter zusammen.

Viele Stationen im Osten meldeten dagegen im ganzen Monat weniger als 20 Litern pro Quadratmeter.