Immer noch wahnsinnig kalt. Aber es wird bald wärmer

Der Höhepunkt der Kältewelle ist erreicht

Ab jetzt kann es nur noch aufwärts gehen. Die Nacht auf Mittwoch war die kälteste dieses Winters. Mit -41 Grad am Funtensee wurden arktische Werte erreicht, aber auch in tiefer gelegenen Gebieten war es sehr, sehr kalt. Und die Nacht auf Donnerstag war kaum wärmer.

-20,1 Grad in Lübeck

In der Nacht auf Donnerstag gab es am Funtensee noch einmal -31 Grad. Da gefriert selbst 40%-iger Wodka. Kälteste Städte waren Braunlage, Schmuecke, Zittau, Oberwiesenthal und Demmin mit -17, ansonsten gab es schneidige Tiefstwerte auf den Gipfeln der Mittelgebirge. Auf dem Großen Arber waren es -19 Grad, auf dem Brocken -18, auf dem Kahlen Asten -16, immer noch -15 auf der Wasserkuppe.

Das geht jetzt aber nicht mehr lange so weiter, schließlich ist ja am 1. März Frühlingsanfang. 

Wie kalt es in Ihrer Region noch wird und wie sich die Temperaturen weiter entwickeln, können Sie hier auf der Deutschland-Wetterkarte sehen.

Es kommen wieder Plusgrade

Der Ulmer Eisgalgen wächst.
Der Ulmer Eisgalgen wächst. © dpa, Stefan Puchner, puc

Damit ist der Höhepunkt der Kältewelle aber auch erreicht. Zwar bleibt es zunächst auch tagsüber im größten Teil Deutschlands frostig, aber langsam wird es milder. Die kommende Nacht wird bei weitem nicht mehr so kalt werden, es dürften 'nur' noch Tiefstwerte von -15 Grad, vielleicht etwas darunter erreicht werden. Und das dann auch nicht mehr bundesweit. 

Richtung Wochenende wird es von Südwesten immer wärmer und am Wochenende selbst, könnten hier und da sogar zweistellige Plusgrade erreicht werden (siehe auch 7-Tage-Trend). Vorher wird es aber wohl noch einmal kritisch. Mit der Milderung wird die Luft auch feuchter. Die damit einhergehenden Niederschläge werden zunächst als Schnee, dann als Schneeregen und zu guter Letzt als Regen fallen. Es besteht in den kommenden Tagen also massive Glättegefahr.

Ein außergewöhnliches Wetterereignis

Die Kältewelle ist ein sehr außergewöhnliches Ereignis. Vergleichbare Wetterlagen treten in der Regel alle 5 bis 10 Jahre auf (letztmalig 2012). Dass Luft aber von weit hinter dem Ural bis nach Deutschland strömt, kommt eher nur alle 20 bis 30 Jahre (letztmalig 1986) vor. Deshalb handelt es sich um eine besondere Kältewelle (vor allem so spät im Februar).