Umweltbundesamt schlägt Alarm
CO2-Konzentration in Deutschland so hoch wie nie

Das Umweltbundesamt (UBA) hat im vergangenen Jahr in Deutschland so hohe CO2-Konzentrationen gemessen wie nie zuvor. Auf der Zugspitze in Bayern und auf dem Schauinsland in Baden-Württemberg lagen sie im Jahresdurchschnitt erstmals über der Marke von 400 ppm, teilte die Behörde mit.
Die Einheit ppm steht für parts per million, also Teile von einer Million. Es beschreibt das Verhältnis von einem Gas zum anderen, in diesem Fall von CO2 zur Luft. 400 ppm CO2 bedeutet also, dass in 1.000.000 Molekülen Luft 400 Moleküle CO2 und 999.600 anderer Gase enthalten sind. Das hört sich vielleicht nicht viel an, aber der Vergleich zu früheren Werten, verdeutlicht die Brisanz: In der vorindustriellen Zeit lag die Konzentration des Treibhausgases nämlich nur bei 280 ppm, demnach steigt sie Jahr für Jahr um zwei ppm an. Die weltweite Kohlendioxid-Konzentration lag im Jahr 2014 auch noch knapp unter 400 ppm CO2.
"Die Daten zeigen erneut, wie dringend wir das Klimaschutzabkommen von Paris umsetzen müssen", sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. Die Hauptursache für den weltweiten Anstieg der CO2-Konzentration ist der Behörde zufolge die Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas.
Um die angestrebte Zwei-Grad-Obergrenze der atmosphärischen Temperaturerhöhung mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 66 Prozent einzuhalten, müsste nach UBA-Angabenau des UB die gesamte Treibhausgas-Konzentration (Kohlendioxid, Methan, Lachgas und F-Gase) in der Atmosphäre bis zum Jahrhundertende bei rund 450 ppm Kohlendioxid-Äquivalenten stabilisiert werden.