Blizzards und Schneestürme: So entstehen sie und unterscheiden sich

Was ist da los an der Ostküste der USA, speziell in New York, und Kanadas? Blizzards, wie Schneestürme in Amerika genannt werden, treten im nordamerikanischen Winter immer wieder auf – das ist nicht ungewöhnlich.

Der Grund für die unangenehme Wetterlage ist ein Tiefdruckgebiet, das sich vom nordamerikanischen Kontinent in Richtung Atlantik verlagert. Es intensiviert sich auf seinem Weg in Richtung Küste durch sehr starke Temperaturgegensätze. Sehr kalte, arktische Luft wird an der Westseite des Tiefs nach Süden geführt und sehr milde, feuchte Luft aus den Subtropen wird an seiner Ostseite nach Norden transportiert.

Im Gepäck hat dieses kräftige Tiefdruckgebiet für die Neuenglandstaaten einerseits intensive Schneefälle, andererseits auch starke bis stürmische Winde. So kommt es voraussichtlich zu starken Schneeverwehungen und damit enormen Behinderungen im Straßenverkehr. Das Maximum der Schneefälle mit teils über 50 cm Neuschnee bis Mittwochabend wird entlang der Küste nördlich von New York über Boston bis zur kanadischen Grenze erwartet.

Schneestürme in Deutschland meist harmloser

Schneestürme und Blizzards gehen mit Schneeverwehungen einher.
Solche Schneemengen produziert meistens nur ein Schneesturm.

Hierzulande fallen Schneestürme meist harmloser aus, da die Temperaturunterschiede im Normalfall nicht so stark ausgeprägt sind. Die Gründe dafür liegen in der Verteilung der Land- und Wassermassen in Europa. Auch die Ausrichtung der Alpen trägt dazu bei. Sie stellen für Nord-Süd-Strömungen ein recht großes Hindernis dar. Es kommt daher selten vor, dass Luftmassen polaren Ursprungs direkt auf feuchte, subtropische Luftmassen treffen.

Große Schneemengen werden bei uns eher im Bergland durch Stausituationen, wie wir sie zum Beispiel an den Alpen vorfinden, erreicht. Deutlich seltener sind die Niederungen von starken bzw. anhaltenden Schneefällen betroffen.