Bei Gewitter im Auto: So schützt der Wagen als faradayscher Käfig vor Blitzeinschlag

Dieser Blitz bringt Mann zum Quieken

Ein kräftiger Blitz zwischen Ibaretama und Fortaleza in Brasilien schlägt außergewöhnlich nah neben dem Auto ein. Den Mann am Steuer scheint das zu euphorisieren.

Auto ist ein sicherer Ort in einem Gewitter

Das, was dort in Brasilien passiert ist, hat schon so manchen Autofahrer erschreckt. Wer sich schon einmal die Frage nach einem Blitzeinschlag im Auto gestellt hat, weiß, dass man während eines Gewitters sicher in seiner Metallkiste sitzt. Michael Faraday hat schon im 19. Jahrhundert herausgefunden, dass man in dem nach ihm benannten faradayschen Käfig geschützt vor der elektrischen Ladung ist, die an allen Seiten herumfließt, aber nicht ins Innere dringt.

Selbst Cabrios bieten einen gewissen Schutz. Dieser ist zwar geringer, da das Metall einen nicht ganz umschließt, jedoch zeigte sich in verschiedenen Versuchen, dass man einen Blitzeinschlag selbst in einem Cabrio überleben würde.

Ungefährlich ist eine Fahrt durch ein Gewitter jedoch nicht: Reifen könnten platzen und auch die Elektronik könnte durch einen Blitzeinschlag ausfallen. Und so cool, wie der Fahrer in dem Video bleibt auch nicht jeder.

Metallkäfig schützt auch Häuser

Blitzableiter in Häusern funktionieren ebenfalls nach dem Prinzip des faradayschen Käfigs. Metallische Streben werden an den Kanten eines Hauses so angebracht, dass sie einen zwar reduzierten, jedoch funktionierenden Käfig bilden. So kann der Blitz am Gebäude entlang in die Erde geleitet werden und das Haus bleibt unbeschadet.