Bringt der Wonnemonat den 25-Grad-Durchbruch?

Raus aus dem kalten Aprilwetter, rein in den warmen Mai-Frühling

von Claudia Träger

Der April beutelt uns mit äußerst ungemütlichem, nasskaltem Regenwetter, Wind, Schnee und Graupelgewittern. Langsam aber arbeiten sich die Temperaturen aus dem Kälteloch heraus und lassen sich erstmal in ihrem Aufwärtstrend nicht beirren. Der Mai könnte sogar mit Sommerwetter beginnen.

In der Animation: Das sind die Höchsttemperaturen für die nächsten 14 Tage

April 2024 der Extreme: Viel zu warm und länger zu kalt

Die Prognose und der Rückblick auf das Wetter im Aprl.
Die Temperaturen im April hatten und haben Sommer wie Winter drauf.

Schon der erste Blick auf den Temperaturverlauf der restlichen Apriltage macht Mut. Die Talsohle des regnerischen und ausnahmsweise mal zu kalten Aprilwetters ist bald erreicht. Die Niederschläge lassen endlich nach, für einen Überschuss von fast 15 Litern pro Quadratmeter reicht es aus heutiger Sicht am Ende aber immer noch.

Nach dem Wochenende wird es zudem ganz sachte milder und ab Ende der Woche kann man auch von wärmer sprechen. Am letzten April-Wochenende sind die Temperaturen wieder auf überdurchschnittlichem Kurs unterwegs. Die Tendenz geht sogar zum Niveau der frühsommerlichen Rekordwerte der vergangenen Wochenenden. Der April 2024 hatte und hat wirklich Extremes zu bieten.

Wetter im Mai 2024: Platsch! Total verregnet

Langfristprognose: Der Mai wird ganz schön nass.
Wenn die Langfrist-Berechnungen Recht behalten, wird der Mai eine ganz schön nasse Angelegenheit.

Auf den Mutmacher April-Trend folgt die desillusionierende Mai-Prognose. Zurzeit sticht sie wiederholt vor allem durch überdurchschnittliche Regenmengen hervor. Mit den aktuell berechneten gut 50 Litern pro Quadratmeter Überangebot Regen am Ende könnte es ein rekordverdächtiger zu nasser Mai werden. Kaum ein Tag bleibt trocken – und das, wo doch der Mai so viele Feiertage zu bieten hat, die im Grunde für Kurzurlaube hierzulande bestens geeignet sind. Aber wer kann da schon solch ein Regenwetter gebrauchen? Wir Menschen vielleicht nicht, aber die Natur! Denn sie kann sich weiter von den Trockenzeiten der letzten Jahre erholen. Dazu ist es durchschnittlich warm, also bestes Wachstumswetter für Wälder und Felder.

Dabei sieht es zunächst danach aus, dass der Mai uns für das heftige Aprilwetter mit reichlich Regen, Schnee und Graupelgewittern der letzten Zeit entschädigen will und den Aufwärtstrend der letzten Apriltage fortsetzt.

Mai 2024 startet mit 25 Grad in Deutschland

Die 42-Tage-Wetterprognose für Freiburg hat auch 25 Grad auf Lager.
Im Südwesten Deutschlands ist Anfang Mai schon wieder Badewetter drin.

Selbst der sonst so milde Südwesten leidet derzeit an Wärmemangel. Aber die Wende steht kurz bevor. Und zwar nicht nur für den Südwesten, aber nirgends ist der Aufstieg in den Sommerbereich so schön zu sehen wie am Wettertrend für Freiburg. Rund um den Feiertag am 1. Mai wird der Höhepunkt der Wärmewelle erreicht. Eine trockene Woche gipfelt in Temperaturen um 25 Grad im Westen, Süden und Osten. Nur im Norden bleibt es etwas kühler.

Wer hoch fliegt, kann allerdings auch tief fallen. So ist der Absturz vom Sommer-Feeling auf 12 Grad ganz schön fies. Es schließen Temperaturen um 20 oder auch mal nur um 15 Grad an. Wohlgemerkt aus heutiger Sicht in der wackeligen Langfristprognose.

Obacht bei Langfristprognosen

Langfristige Computerberechnungen sind nicht mit der normalen Wettervorhersage zu vergleichen und mit entsprechender Vorsicht zu genießen. Mit den Computertrends über zehn Tage im Voraus oder gar mit Blick auf ganze Monate oder Jahreszeiten hinaus, verlassen wir nämlich die klassischen Wetterprognosen und wechseln in den experimentellen Bereich. Das sind ursprünglich Hilfsmittel, die zum Beispiel für die Energiewirtschaft sehr wichtig sein können. Schlussendlich geht es hierbei um Trends oder Tendenzen und nicht um punkt- und tagesgenaue Vorhersagen.

(ctr)