Immer weniger Falter
Immer weniger bunte Schmetterlinge
Die Sonne scheint, die Wiesen blühen und die zum Teil filigranen bunten Flieger tanzen von Blume zu Blume. Von Mai bis September ist in Deutschland eigentlich Schmetterlings-Zeit. Doch diese Bilder werden immer seltener, weil es immer weniger Lebensraum für die bunten Falter gibt. Auch Wissenschaftler beobachten einen massiven Rückgang der Falter in Deutschland. Einige Arten sind bereits ausgestorben.

"Es sieht im Moment sehr dramatisch aus. Gerade dieser Sommer war extrem schlecht. Es gibt ganz wenige Schmetterlinge“, sagt Schmetterlingsexpertin Elisabeth Kühn. Das betrifft sogar die Falter, die eigentlich am häufigsten bei uns vorkommen: Da ist der Kohlweißling mit seinen markanten schwarzen Punkten, der Admiral oder der Schachbrettfalter, dessen Flügel an das Feld des Strategiespiels erinnert.
Weil in der Landwirtschaft die Felder immer intensiver genutzt und immer stärkere Pestizide eingesetzt werden, finden die Schmetterlinge weniger Blumen um sich zu ernähren. Pflanzen, auf denen sie ihre Eier ablegen, werden verdrängt.
Neben Schmetterlingen, sind auch Bienen und Hummeln gefährdet. Um ihren Lebensraum zu erhalten, fordern Forscher sogenannte Korridore, also wildbewachsene und geschützte Areale in der Landschaft. Denn die Tiere sind auch wichtig für die Bestäubung von vielen Pflanzen.
Für Flatter-Vielfalt statt Falter-Ödnis kann man auch im eigenen Garten sorgen. Mit speziellen Saatmischungen lassen sich Schmetterlingswiesen anlegen. Dort können sich die filigranen Flieger dann ungestört ernähren und vermehren.