Sonnenaktivität macht schlapp: Kommt 2030 eine Mini-Eiszeit?

Kleine Eiszeit vorausgesagt

Das ist ja ein ganz neues Szenario: In wenigen Jahren werden wir auf der Erde wegen des Klimawandels nicht etwa alle gegrillt, sondern uns richtig warm anziehen müssen. Zumindest Mathematik-Professorin und Doktorin der Astrophysik Valentina Zharkova von der Northumbria University sieht eine kleine Eiszeit auf die Erde zu kommen. Darüber berichtete sie jetzt beim National Astronomy Meeting in Llandudno, Wales.

Sonnenaktivität innerhalb eines Zyklus
So unterschiedlich kann die Sonnenaktivität innerhalb eines Zyklus sein.

Ihr neues Modell zur Berechnung von Unregelmäßigkeiten im 11-jährigen Sonnenzyklus sagt einen Abfall der der Sonnenaktivität in den Jahren 2030 bis 2040 um bis zu 60 Prozent voraus. Dieses Phänomen gab es zuletzt in der Mini-Eiszeit von 1645 bis 1715 und wurde nach seinem Entdecker, dem Astronomen Edward Walter Maunder, „Maunder-Minimum“ benannt.

Zharkova und ihre Kollegen gehen davon aus, dass der Sonnenzyklus nicht ausschließlich im tiefen Inneren der Sonne begründet ist. So ist aber die bisherige Annahme. Es gebe nahe der Oberfläche einen zweiten Zyklus, vermuten die Forscher. Wenn die Höhepunkte beider Zyklen zur selben Zeit stattfinden, heben sie sich gegenseitig auf. Dadurch sinke die Sonnenaktivität. Nach Angaben der Forscherin sind die Vorhersagen zu 97 Prozent genau.