NOAA-Temperaturprognose: Februar und März 2017 werden wieder wärmer

Ein großes Wärmeplus ab Februar
Ein großes Wärmeplus ab Februar NOAA-Prognose vom 10.01.2017 00:00:48
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Dieser Januar trumpft wirklich mit Winterwetter auf - inklusive bitterkalter Temperaturen. Aber das muss nicht so weitergehen. Die Langfristprognosen der amerikanischen Wetterbehörde NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) deuten in eine andere Richtung: Februar und März würden demnach überdurchschnittlich warm werden.

Die NOAA berechnet die voraussichtliche Temperaturabweichung vom klimatologischen Mittel. Diese Prognose kann zwar nicht das Wetter vorhersagen, gibt aber einen groben Anhaltspunkt für die grundsätzliche Witterungstendenz.

Februar: überdurchschnittlich warm

Februar 2007: Die von der NOAA prognostizierten Temperaturen liegen weiträumig über den langjährigen Durchschnittstemperaturen.
Februar 2017: Die von der NOAA prognostizierten Temperaturen liegen weiträumig über den langjährigen Durchschnittstemperaturen.

Das Wärmeplus wird mit einer rötlichen Färbung gekennzeichnet und zieht sich vom Norden Portugals bis nach Russland. Besonders auffällig sind die extrem positiven Abweichungen in Skandinavien und Russland.

Unauffällig sind im Gegensatz dazu die Gebiete rund ums Mittelmeer. Dort wären demnach Temperaturen zu erwarten, die dem langjährigen Mittel entsprechen.

Im Vergleich zu der Prognose von letzter Woche hat sich die warme Tendenz etwas abgemildert. Aber die NOAA berechnet immer noch einen zu warmen Februar für Europa.

März: wieder zu warm

Die NOAA-Langfristprognose für März: eindeutig zu warm.
Die NOAA-Langfristprognose für März: eindeutig zu warm.

Auch die März-Prognose ist zu warm. Für Deutschland sogar noch deutlicher als in der Februar-Prognose. Die rötlich markierten Gebiete ziehen sich quer über den Kontinent. Fast überall ist dort mit Durchschnittstemperaturen oberhalb der historischen Durchschnittstemperaturen zu rechnen.

Fazit:

Der aktuelle Stand der Prognosen ist eindeutig: auf den Januar folgen zwei relativ warme Monate. Natürlich sind diese Vorhersagen nicht in Stein gemeißelt. Außerdem gelten die anfangs erwähnten Einschränkungen hinsichtlich Zuverlässigkeit und Aussagekraft des Verfahrens. Aber wirklich überraschen würde es wohl auch kaum jemanden, wenn sich die Tendenz zu einer Erwärmung fortsetzt und auch der Winter 2016/2017 unter dem Strich als milde eingeordnet wird.