Forscher haben einen Mechanismus der Kiefernzapfen nachgebaut, der es ermöglicht, Schuppen an Gebäudefassaden zu installieren, die sich bei Hitze schließen und bei kühleren Temperaturen öffnen. Diese selbstregulierenden Schuppen bieten Schatten oder Licht, benötigen keinen Strom und können aus nachhaltigen Materialien hergestellt werden, wodurch sie eine umweltfreundliche Lösung für energieeffizientes Bauen darstellen.
Willkommen zum Klima Update. Wenn es beim Klimaschutz um Nachhaltigkeit und Effizienz geht, nehmen sich Forscher immer öfter die Natur zum Vorbild. Diesmal sind es die Zapfen von Kiefern, die bei hoher Feuchtigkeit geschlossen sind und sich bei trocken warmer Witterung selbstständig öffnen. Diesen Mechanismus hat der Leiter des botanischen Gartens in Freiburg zusammen mit einem Architektenteam der Uni Stuttgart nachgebaut und entstanden sind so etwa 15 Zentimeter lange Schuppen, die an Häuserfassaden angebracht werden können. An heißen Tagen sind sie geschlossen und sorgen für Schatten, an kühleren Tagen öffnen sie sich, um möglichst viel Licht und damit auch Wärme ins Gebäude zu lassen – und zwar, nach Vorbild der Kiefernzapfen, völlig selbstständig ohne Motor und damit ohne Strom. Diese neu entwickelten Schuppen können zudem günstig und nachhaltig aus Zellulosefasen hergestellt werden und sollen über etwa 20 Jahre ihre Funktion erfüllen. Damit Ihnen einen schönen Abend