Copernicus-Bericht zu Extremereignissen und Unwettern
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01:24 / 16.01.26 12:12Meteorologe Paul Heger analysiert Klimabericht
Copernicus-Bericht zu Extremereignissen und Unwettern
Der Klimabericht 2025 des Europäischen Klimadienstes zeigt, dass es das drittwärmste Jahr war, mit extremen Wetterereignissen wie Hurrikan Melissa und über 24.000 Hitzetoten in Europa. Wetterexperte Paul Heger betont die Dringlichkeit, das Pariser Ziel der 1,5 Grad Erderwärmung zu erreichen.
Der Europäische Klimadienst Copernicus hat in dieser Woche seinen Klimabericht für 2025 veröffentlicht. Paul Heger, du hast da natürlich mal reingeschaut. Was ist wichtig? Diese Zahlen, die sich hier hinter mir gleich aufbauen, sprechen für sich. 2025 war das drittwärmste Jahr, auf Augenhöhe mit 2023, dem Jahr, das global neue Klimamassstäbe gesetzt hat. Gleichzeitig sind wir kurz davor, das Pariser Ziel der Erderwärmung bei 1,5 Grad langfristig zu reißen.
Die Folgen des Klimawandels waren 2025 deutlich sichtbar, beispielsweise Hurrikan Melissa. Noch nie wurde ein karibischer Hurrikan so schnell so stark. Einige Regionen Jamaikas sind komplett zerstört worden. Der europäische Atlantik war rekordwarm. Skandinavien hatte eine Rekordhitzewelle mit knapp zwei Wochen lang 30 Grad am Polarkreis. Laut Imperial College London gab es in Europa über 24.000 Hitzetote und 43 Milliarden Euro Schäden durch Extremwetter. Das muss man erst mal durchatmen.
Natürlich gab es auch regionale Unterschiede. In den hellblauen Bereichen war es sogar leicht kühler als normal, während es in den roten Bereichen rekordwarm war. Wir in Deutschland hatten tatsächlich Glück. Deutschland war in Europa eine kühle Insel und landete dennoch hier auf Platz zehn in den Top Ten. Schauen wir mal, wohin die Reise dieses Jahr geht.