Der Wetter-Tag bei wetter.de
Erst kühle Nebelnacht, dann Frühling deluxe mit Sonne und bis zu 20 Grad

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:
Die nächsten Stunden bringen bei uns eher graue, aber trockene Stimmung – Wolken machen sich breit, Regen ist aber kein Thema. Die Temperaturen gehen dabei gemächlich auf 6 bis 0 Grad runter, und in der Nacht schleicht sich dann häufig Nebel ins Spiel.
Der Donnerstag startet vielerorts ziemlich vernebelt – besonders im Nordwesten bleibt der Himmel erstmal auf Tauchstation. Ganz anders der Süden: Hier gibt’s Sonnenschein schon zum Frühstück.

Im Laufe des Tages gewinnt die Sonne dann überall an Oberhand, die Wolken geben langsam nach. Und mit ihr kommt der Frühling: Die Temperaturen klettern auf angenehme 15 bis 20 Grad. Nur in den Bergen und an der windigen Küste bleibt’s etwas frischer.
Jagd auf die 20-Grad

Die Temperaturen liegen aktuell (14 Uhr) knapp unterhalb der 20-Grad-Marke. Dieses Mal sind die Städte der höchsten fünf gemessenen Temperaturen deutschlandweit verteilt, doch liegen sie meisten im westlichen und südwestlichen Teil des Landes. An der Spitze der Top-5 liegt das rheinland-pfälzische Brauneberg-Juffer mit 19,2 Grad.
- Brauneberg-Juffer (Rheinland-Pfalz) 19.2 Grad
- Baden-Baden (Baden-Württemberg) 18.9 Grad
- Kirrberg (Saarland) 18.9 Grad
- Dillingen (Saarland) 18.9 Grad
- Griesheim (Hessen) 18.5 Grad
Pollenalarm in Deutschland: Esche und Birke sorgen für starke Belastung
Der Frühling bringt nicht nur Sonne und milde Temperaturen, sondern auch heftige Pollenbelastungen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist die Luft am 9. April vielerorts stark mit Eschen- und Birkenpollen belastet – besonders in der Mitte und im Osten Deutschlands.
Bei der Esche erreicht die Belastung in fast allen Regionen hohe Werte. Nur in einigen Teilen Süddeutschlands sowie an den Küsten ist sie leicht bis mittel ausgeprägt. Auch die Birke, einer der stärksten Allergieauslöser, sorgt aktuell für Probleme: In Nordrhein-Westfalen, Hessen und Teilen Süddeutschlands zeigt die Karte ebenfalls eine hohe bis sehr hohe Intensität.
Allergikerinnen und Allergiker sollten draußen möglichst Schutzmaßnahmen ergreifen – etwa durch Sonnenbrillen, regelmäßiges Haarewaschen oder das Schließen der Fenster in den Abendstunden. Wer stark betroffen ist, sollte zudem Medikamente bereithalten und gegebenenfalls ärztlichen Rat einholen.
Verfassungsgericht lässt Klimabeschwerde junger Kläger nicht zu
Das Bundesverfassungsgericht hat eine Verfassungsbeschwerde gegen das Klimaschutzprogramm der Bundesregierung aus dem Jahr 2023 als unzulässig abgewiesen. Wie das Gericht am Mittwoch mitteilte, hätten sich die beiden jungen Beschwerdeführenden – ein junger Erwachsener und eine Minderjährige – zunächst an andere Fachgerichte wenden müssen.
Die mit Unterstützung der Deutschen Umwelthilfe eingereichte Beschwerde richtete sich gegen die Verlagerung der Klimaschutzlasten in die Zukunft. Die beschlossenen Maßnahmen seien unzureichend und gefährdeten die Freiheitsrechte künftiger Generationen. Karlsruhe nahm die Klage nicht zur Entscheidung an (Az. 1 BvR 2047/23).
Das Klimaschutzprogramm war im Oktober 2023 beschlossen worden und sah Maßnahmen in mehreren Bereichen vor – von Verkehr bis Landwirtschaft. Es war stark umstritten, da die Pflicht zur Einhaltung der sogenannten Sektorziele entfallen sollte. Stattdessen wollte die Regierung die Klimaziele nur noch insgesamt erreichen.
Das seit Juli 2024 geltende neue Klimaschutzgesetz setzt diese Linie fort – einklagbare Sektorziele wurden abgeschafft. Auch gegen dieses Gesetz laufen Verfassungsbeschwerden. Eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts darüber wird noch in diesem Jahr erwartet.
Sonniges Wetter lässt Spargelsaison im Norden starten
Das trockene, sonnige Wetter ist schlecht für viele Pflanzen – doch dem Spargel bekommt es bestens. In Schleswig-Holstein sprießt das Stangengemüse derzeit besonders kräftig. „Die Trockenheit ist für uns kein Problem, weil der Spargel mit seinen langen Wurzeln immer an Wasser kommt“, sagt Spargelbauer Tim Schümann aus Hasenmoor.
Auch die Frühjahrsvorbedingungen waren optimal. Die Landwirtschaftskammer spricht von bester Qualität zum Start der Saison – und hofft auf eine hohe Nachfrage. Preislich dürfte das Niveau ähnlich ausfallen wie im Vorjahr, abhängig von Verkaufsweg, Sorte und Erntemenge. Insgesamt bauen rund 40 Betriebe in Schleswig-Holstein Spargel auf etwa 450 Hektar an. Davon entfallen etwa 55 Hektar auf Neupflanzungen. Besonders beliebt bleibt dabei weißer Spargel: Der Pro-Kopf-Verbrauch lag 2024 bundesweit bei rund 1,16 Kilogramm – davon nur 200 Gramm grün.
Sonne, Wärme, Gewitter – so wird das Wetter am Wochenende

Das Wochenende startet freundlich und ungewöhnlich warm für April. Während der Freitag nordöstlich der Elbe noch wolkig und windig verläuft, zeigt sich in Süd- und Westdeutschland bereits viel Sonne. Die Temperaturen steigen auf 13 bis 22 Grad.
Am Samstag legt der Frühling richtig los: Bei verbreitetem Sonnenschein werden 20 bis 24 Grad erreicht, am Oberrhein sind sogar 25 Grad möglich – der erste Sommertag des Jahres. Nur an den Küsten und im Osten bleibt es etwas frischer.
Der Sonntag bringt dann den Wetterwechsel: Im Westen ziehen Schauer und Gewitter auf und greifen bis zur Mitte über. In Ost- und Südostdeutschland bleibt es zunächst noch freundlich. Die Temperaturen bewegen sich meist zwischen 18 und 24 Grad, an der See bleibt es mit 13 bis 17 Grad deutlich kühler.
Saarland veröffentlicht neue Hochwasser-Gefahrenkarten
Um die Bevölkerung besser vor Starkregen und Hochwasser zu schützen, setzt das Saarland auf digitale Vorsorge: Ab sofort sind neue Gefahrenkarten online verfügbar, die erstmals auch „Worst Case“-Szenarien an Flüssen wie Blies, Prims und Saar visualisieren. Sie zeigen, welche Gebiete überflutet würden – und welche Wege dann nicht mehr passierbar wären. Erstellt wurden die Karten von einer Forschergruppe der htw Saar unter Leitung von Professor Alpaslan Yörük. Umweltministerin Petra Berg (SPD) sprach von einem Meilenstein für den Katastrophenschutz: „Risiken benennen, Vorsorge treffen, Menschen schützen.“
Geplant sind zudem eine landesweite Erosionsgefahrenkarte, ein Frühwarnsystem und eine Bürger-App mit automatisierter Darstellung der Gefahrenlage. Yörük warnte: „Der Klimawandel ist da – und mit jedem Jahrzehnt steigen die Risiken.“ Ziel sei es, die Widerstandsfähigkeit zu stärken. Nach Ansicht der Ministerin ist das Saarland mit dem Projekt bundesweit Vorreiter: „wegweisend und in gewisser Weise einzigartig.“
Erst Sommertag, dann Schauer: Ostern bringt Regen und Abkühlung

Das Wetter zeigt sich über Ostern zweigeteilt: Während Hoch Olivia bis Samstag für frühsommerliche Wärme sorgt, kündigen sich pünktlich zur Osterwoche Regen, Gewitter und ein Temperatursturz an. Am Samstag könnte mit über 25 Grad sogar erstmals in diesem Jahr ein Sommertag erreicht werden. Doch pünktlich zum Start der Karwoche übernehmen Tiefdruckgebiete vom Atlantik das Kommando. Es wird wechselhaft mit teils gewittrigen Schauern – und ausgerechnet zu Karfreitag und Ostersonntag wird es spürbar kühler. Für viele Urlauber eine Enttäuschung, für die Natur dagegen ein Segen. Denn der Regen könnte die lange Trockenphase beenden: Die Pollenbelastung sinkt, die Waldbrandgefahr nimmt ab und Flüsse sowie Seen dürften sich von ihren extrem niedrigen Pegeln erholen.
Lulas Politik bremst illegale Goldsuche aus
Im brasilianischen Amazonasgebiet hat sich der illegale Goldabbau spürbar verringert – dank eines politischen Kurswechsels unter Präsident Luiz Inácio Lula da Silva. Nach Angaben von Greenpeace wurden seit Anfang 2023 deutlich weniger indigene Gebiete für den Goldbergbau zerstört als unter seinem Vorgänger Jair Bolsonaro. Satellitenaufnahmen belegen: In den ersten beiden Lula-Jahren halbierte sich die Fläche illegal gerodeten Regenwaldes. Möglich wurde das durch gezieltere Einsätze der Behörden, die laut Greenpeace verstärkt Camps von Goldsuchern räumten und deren Maschinen zerstörten.
Trotzdem bleibe der illegale Bergbau ein massiver Umweltfaktor. Greenpeace warnt vor Quecksilberverschmutzung, Artensterben und sozialem Zerfall. Auch wenn die Abholzung insgesamt rückläufig ist, führten extreme Hitze und Dürre zuletzt wieder zu mehr Waldbränden. Brasilien will bei der UN-Klimakonferenz COP30 im November als Vorreiter im globalen Umweltschutz auftreten – der Schutz des Amazonas spielt dabei eine Schlüsselrolle.
Städtetag ruft zum Wassersparen auf

Angesichts der aktuellen Dürre mahnt der Deutsche Städtetag zu einem bewussteren Umgang mit Wasser. „Wir müssen sparsam mit der wertvollen Ressource Wasser umgehen“, sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Der Klimawandel sei inzwischen „mehr und mehr spürbar“.
Zwar sei die Trinkwasserversorgung derzeit gesichert. Doch bei anhaltender Trockenheit könne es zu Problemen kommen – insbesondere dann, wenn Trinkwasser aus Flüssen oder Seen entnommen werde, die deutlich weniger Wasser führen, so Dedy weiter.
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes hinterlässt die beschleunigte Erderwärmung längst ihre Spuren. Seit den 1960er-Jahren war jede Dekade wärmer als die vorherige – extreme Wetterereignisse wie Starkregen oder Dürren treten häufiger auf.
Sonnenschein trifft Wolkenvorhang

Am sonnigsten wird es wieder im Südwesten, auch wenn hier zeitweise hohe Woken durchziehen. Am dichtesten sind die Wolken an der Nordsee sowie in einem Streifen von Berlin bis in den Osten Bayerns, Regen fällt aber nur ganz vereinzelt (am ehesten im südlichen Brandenburg und in Sachsen). Die Temperaturen erreichen 10 bis 15, im Südwesten 16 bis 20 Grad.
Wetterlage: Hoch Olivia immer noch am Ball

Hoch Olivia erstreckt sich von Island über die Nordsee bis nach Italien und sorgt in Deutschland für anhaltende Trockenheit. Zwischen Olivia und Tief Zion über dem Westen Russlands wird mit einer nördlichen Strömung kalte Luft über Osteuropa nach Griechenland und in die Türkei geführt.
Ein anderer Effekt ist, dass das blockierende Hoch Olivia Tiefdruckgebiete über dem Atlantik weit nach Süden bis zu den Kanarischen Inseln lenkt. Dort stellt sich erneut wechselhaftes Wetter ein und vor allem am Mittwoch und Donnerstag herrscht auch Unwettergefahr durch Starkregen und mit Gewittern verbundenen Sturmböen. Zum Wochenende hin sind dann auch in Portugal und Spanien wieder kräftige Regenschauer und Gewitter zu erwarten.
Ausblick auf die nächsten 3 Tage

Am Donnerstag dominiert im Südwesten die Sonne, sonst hängt teils Nebel oder Hochnebel rum – bleibt aber meist trocken. Die Temperaturen schaffen es auf 12 bis 20 Grad, mit etwas Wind im Norden. Freitag teilt das Land: Im Südwesten Sonne satt, im Nordosten windige Schauer bei wechselnder Bewölkung. Die Temperaturen reichen von frischen 12 Grad an der Küste bis 22 Grad am Rhein. Der Samstag bringt dann fast überall Sonne – nur ganz im Osten startet der Tag noch wolkig. Mit 16 bis 24 Grad wird’s angenehm warm, an den Küsten wie immer etwas kühler.