Der Wetter-Tag bei wetter.de

Es zieht sich immer mehr zu

von Karim Belbachir

Guten Tag, liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde: Das sind die Wetter und Klima-News des Tages.

Vor allem über der Mitte sowie ganz im Süden vom Südschwarzwald über den Bodensee bis zum Alpenrand fällt in den nächsten Stunden etwas Regen. Die Temperaturen gehen dabei auf Werte zwischen 2 und 8 Grad zurück.

Morgen Vormittag geht es verbreitet trüb weiter und von den Mittelgebirgen bis zu den Alpen regnet es zeitweise. Erst am Nachmittag lockern die Wolken im Norden und Westen auf und machen immer öfter der Sonne Platz. Die Regenschauer ziehen sich dann in die östlichen Mittelgebirge sowie Richtung Alpen zurück. Bei teils kräftigem Wind wird es etwas mit 9 bis 14 Grad etwas kühler als zuletzt, nur am Rhein sind 15 oder 16 Grad möglich.

Starkes Erdbeben erschüttert Neuseelands Südinsel

Erdbeben auf der Südinsel Neuseeland
Blick über einen Teil der Westküste bei Haast mit kleinem Sandstrand auf der Südinsel von Neuseeland. Ein Beben erschütterte nun die Südinsel. (Symbolbild)

Ein Erdbeben der Stärke 6,7 hat am Dienstag die Südinsel Neuseelands erschüttert. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte lag das Epizentrum rund 160 Kilometer vor der Küste und in etwa 10 bis 21 Kilometern Tiefe.
Tausende Menschen spürten die Erschütterungen deutlich, größere Schäden wurden bisher nicht gemeldet. Die neuseeländische Katastrophenschutzbehörde rief vorsorglich dazu auf, sich von Küstenbereichen fernzuhalten – starke und ungewöhnliche Strömungen seien möglich.
Das Beben ereignete sich im seismisch hochaktiven Pazifischen Feuerring. Eine Tsunami-Gefahr für Australiens Festland besteht laut dortigem Wetterdienst nicht.

Südkorea ruft Katastrophenzustand aus

Waldbrände in Südkorea
Starke Winde und extreme Trockenheit haben die Brände zusätzlich angefacht.

Im Südosten Südkoreas breiten sich mehrere Waldbrände unkontrolliert aus. Die Regierung hat inzwischen vier Landkreise zum Katastrophengebiet erklärt, wie die Nachrichtenagentur Yonhap berichtet. Seit dem Ausbruch des Feuers am Freitag sind vier Einsatzkräfte ums Leben gekommen, sechs weitere Menschen wurden verletzt. Ein über tausend Jahre alter Tempel brannte am Dienstag vollständig nieder. Auch das historische Hahoe-Dorf, ein Unesco-Weltkulturerbe, ist von den Flammen bedroht – Anwohner wurden zur Evakuierung aufgerufen. Starke Winde und extreme Trockenheit haben die Brände zusätzlich angefacht. Expertinnen und Experten sehen in der zunehmenden Häufigkeit solcher Ereignisse ein deutliches Zeichen für den Klimawandel.

Waldbrandgefahr steigt wieder an

Fast bundesweit herrscht Waldbrandstufe 3 an den Alpen sogar Waldbrandstufe 4. Totholz, viel Laub und ausgetrocknete Gräser bieten aktuell einen Nährboden für Waldbrände. In Nordsachsen wurden neue Warnschilder angebracht. Sie sollen die Menschen vor Unachtsamkeit warnen. Auch die Felder sind knochentrocken. Landwirte befürchten abermals ein zu trockenes Frühjahr.
Der März bleibt weiterhin zu trocken und somit bleibt die Waldgefahrenstufe erhöht.

Kurzzeitige Entspannung durch Regen und Schauer – aber nur vorübergehend: Laut dem Deutschem Wetterdienst (DWD) nimmt die Waldbrandgefahr in Deutschland bis Freitag wieder zu. Besonders in den östlichen Bundesländern begünstigen trockene Wetterbedingungen die Gefahr von Bränden. Der Waldbrandgefahrenindex (WBI), den der DWD jährlich von März bis Oktober herausgibt, weist für den 25. bis 27. März regional erhöhte Werte aus. Für Freitag rechnet der DWD verbreitet mit den Gefahrenstufen 2 bis 3 von insgesamt fünf. In Nordrhein-Westfalen, etwa im Raum Düsseldorf, bleibt die Lage vorerst moderat. Dennoch gilt: Kein offenes Feuer im Wald, keine Zigaretten – schon geringe Fahrlässigkeit kann verheerende Folgen haben.

Erle und Birken fliegen schon

Birkenpollen sind eine der hoch allergenen Pollenarten. An einigen Pollen-Messstationen wurden bereits Birkenpollen registriert, bspw. in Wiesbaden. Beim Deutschen Wetterdienst (DWD) wird aktuell noch nicht vor Birkenpollen gewarnt, aber demnächst wird der Birkenpollenflug einsetzen, vor allem in wärmsten Regionen (Rhein und Nebenflüsse). Allerdings kommt am Wochenende und zum Monatswechsel erst noch einmal kältere Luft zu uns. An allergenen Pollen sind momentan vorwiegend die der Erle unterwegs, haben ihren Höhepunkt aber schon überschritten und klingen in den wärmsten Regionen bereits ab. Daneben sind aktuell die weniger allergieauslösenden Pollen von Pappel, Ulme und Weide unterwegs.

Kräftige Regenschauer am Mittelmeer

Regenschauer am Mittelmeer. Vor allem die Gebiete um die Adria trifft es besonders.
Gerade rund um die Adria kommt bis Freitag einiges an Regenmengen zusammen.

Es ist Regenzeit im Mittelmeerraum, in den nächsten Tagen besonders in und rund um Italien. Mallorca und Co bekommen auch noch ein paar Schauer ab und vorübergehend sind auch von Korsika und Sardinien bis nach Tunesien kräftige Regengüsse und Gewitter unterwegs, die intensivsten/kräftigsten Regengüsse und Gewitter wird es aber von Süditalien bis zum Balkan geben, vor allem in den Bergen Albaniens, Montenegros und Kroatiens werden bis zum Wochenende Regenmengen zwischen 100 und 200 l/m² erwartet.

Schauer und Gewitter: Frühling schaltet einen Gang runter

Heute ist es vom Süden bis in Teile Sachsens wechselhaft. Bereits am Vormittag sind regional Schauer unterwegs, zum Nachmittag hin nimmt die Schauertätigkeit zu und örtlich ist dann auch Blitz und Donner mit dabei. Sonst ist es anfangs gebietsweise neblig und im Verlauf teils wolkig, teils recht freundlich, bevor am Nachmittag und Abend im Nordwesten schwacher Regen aufkommt. Längeren Sonnenschein gibt es von der Saar bis zur Oder. An der Küste werden bei auflandigem Wind nur 8 bis 10 Grad erreicht. Sonst ist es bei verbreitet 13 bis 19 Grad mild. Der Wind weht meist nur schwach aus Nord und lebt später mit dem aufkommenden Regen im Nordwesten etwas auf.

Wetterlage: Randtiefs erreichen Deutschland


Über der Südosthälfte Deutschlands bleibt bei sehr geringen
Luftdruckgegenätzen und entsprechend schwachem Wind schaueranfällige Luft
liegen. Über Nordeuropa haben sich ausgehend von Tief Wolfried mehrere
Randtiefs gebildet und die Ausläufer eines solchen Tiefs erreichen in der
zweiten Tageshälfte den Nordwesten Deutschlands. Damit ist auch Regen
verbunden, der in der kommenden Nacht bis in die Mitte und morgen über die
Südosthälfte hinweg zieht.

Am Donnerstag breitet sich von Westen her ein Hochkeil aus
und auch am Freitag hält der Hochdruckeinfluss in weiten Landesteilen noch an.
Im Nordwesten ziehen aber bereits Tiefausläufer auf. Diese kündigen für das
kommende Wochenende kühles und wechselhaftes Wetter an. In den Hochlagen der
Mittelgebirge ist dann auch wieder Schnee dabei.

EU-Umweltagentur: Europäer kaufen so viel Kleidung wie nie

Die Menschen in der Europäischen Union verbrauchen so viel Kleidung, Schuhe und andere Textilien wie niemals zuvor. Das schreibt die Europäische Umweltagentur EEA in einem neuen Bericht, den sie offiziell am Mittwoch vorstellen will.

Demnach kauften die EU-Bürger im jüngsten Vergleichsjahr 2022 durchschnittlich schätzungsweise 19 Kilogramm an Textilien, darunter 8 Kilogramm an Kleidungsstücken, 4 Kilogramm an Schuhen sowie 7 Kilogramm an Haushaltstextilien.

Das sei genug, um einen großen Koffer mit neuen Textilien zu füllen, betonen die Experten der in Kopenhagen ansässigen EU-Behörde. 2019 habe die Gesamtmenge noch bei 17 Kilogramm gelegen, in den Jahren davor bei 14 bis 17 Kilogramm.

(mit dpa)