Der Wetter-Tag bei wetter.de

Ein Hauch Sommer: Gewitter in Deutschland

von Paul Heger

Das Wetter in der Nacht zu Mittwoch, 16. April 2025
Nicht wundern, wenn’s bei dir kracht! Das sind nur Gewitter.

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:

Habt ihr gemerkt, die dampfig die Luft heute teilweise war? man merkt, dass das Sommerhalbjahr begonnen hat. Und da macht die kommende Nacht keine Ausnahme. Besonders in der ersten Nachthälfte kann es im Nordwesten und äußersten Südwesten einzelne Gewitter geben. Also nicht erschrecken, wenn es mal kracht!

Auch sonst sind mal ein paar Tropfen Regen drin, endlich auch mal im Osten und Nordosten. Sonst ist es meist wieder trocken, teilweise bildet sich aber Nebel. Die Tiefstwerte liegen zwischen rund 6 Grad an den Alpen und 12 Grad an der Neiße und am Rhein.

Krasse Temperaturgegensätze am Donnerstag

Schon morgen am Mittwoch wird es sehr warm für die meisten, aber nicht alle. Während der Osten sommerliche Höchstwerte um teils 27 Grad feiert (so warm war es dieses Jahr noch nicht!), kühlt es im äußersten Westen auf 11 bis 15 Grad ab.

Diese Gegensätze scheinen sich zum Donnerstag noch einmal zuspitzen zu können - allerdings nur wenn der Saharastaub mitspielt. Und der könnte recht dicht sein, wie unser Video zeigt:

Damit sind im osten wohl „nur” maximal 27 Grad drin. Die Luftmasse gibt aber eigentlich noch mehr her. Sollte der Staubschleier dünner ausfallen, sind an der Grenze zu Polen sogar knapp 30 Grad möglich! In Polen fällt die 30-Grad-Marke sogar ziemlich sicher. Im Westen bleibt es dagegen frischer. Im Dauerregen kühlt es teils sogar noch mehr ab. Dann gibt es maximal um 10 Grad. Ein Land, zwei Welten.

Knapp 30 Grad am Donnerstag? In Polen wahrscheinlich, in Deutschland eher unwahrscheinlich, im Westen meilenweit entfernt!
Wahnsinnige Kontraste am Donnerstag!

Tausende mit Atemnot – Flughäfen schließen wegen Staubinferno

Ein massiver Sandsturm hat im Irak am Montag das öffentliche Leben lahmgelegt und mehr als 3700 Menschen in ärztliche Behandlung gezwungen. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, litten allein seit Wochenbeginn 3747 Menschen an Atembeschwerden – eine intensivmedizinische Versorgung war jedoch nicht nötig.

Sandsturm in Kairo
Im Irak mussten Tausende Menschen nach einem Sandsturm ins Krankenhaus. (Symbolbild)

Besonders betroffen waren der Süden und das Zentrum des Landes. Die Flughäfen in Basra und Nadschaf wurden zeitweise geschlossen, da die Sichtverhältnisse durch den Staub zu schlecht waren. In der Stadt Nadschaf mussten Sanitäter sogar Sauerstoff verabreichen, wie Reporter vor Ort berichteten.

Sandstürme gehören im Irak zum Frühling, treten aber laut Behörden durch den Klimawandel immer häufiger und heftiger auf. Das Umweltministerium erwartet in den nächsten 25 Jahren eine deutliche Zunahme sogenannter „Staubtage“. Der Irak zählt laut UN zu den fünf am stärksten vom Klimawandel betroffenen Ländern der Welt.

Frühlingswetter mit Kontrasten: Der Osten schwitzt, der Westen bekommt Regen

Wettervorhersage für 3 Tage ab Donnerstag
Neben Sonnenschein begleiten auch Regenwolken das Wetter in den kommenden Tagen.

In der neuen Woche zeigt sich das Wetter zweigeteilt: Während im Osten Deutschlands warme Temperaturen und Sonnenschein dominieren, bleibt es im Westen oft wolkenverhangen mit gelegentlichem Regen. Am Mittwoch liegen die Höchstwerte zwischen kühlen 10 Grad im Westen und sommerlichen 27 Grad im Osten.

Am Donnerstag setzt sich das freundliche Wetter im Osten fort, während in der Westhälfte Schauer und vereinzelt auch Gewitter aufziehen. Der Freitag bleibt insgesamt unbeständig mit einer Mischung aus Sonne, Regen und einzelnen Gewittern bei 11 bis 20 Grad.

Am Samstag beruhigt sich das Wetter: Während im Norden noch einzelne Schauer auftreten, bleibt es im Süden weitgehend trocken und sonnig. Der Sonntag bringt dann wieder mehr Bewegung ins Spiel – mit einem Sonne-Wolken-Mix und neuen Schauern und Gewittern, die von Südwesten her aufziehen. Die Temperaturen steigen dabei auf 13 bis 22 Grad.

Blutregen zu Ostern? Saharastaub zieht über Deutschland

Wüstensand / Sahara / Blutregen
Gerade zum Ende der Woche ist die Konzentration von Saharastaub größer.

Saharastaub bleibt auch an den Osterfeiertagen ein Thema: Besonders am Donnerstag und Karfreitag ist die Konzentration in der Atmosphäre hoch – vor allem im Osten Deutschlands. Dort zeigt sich der Staub durch eine milchige Trübung des Himmels. In den wolkigeren Regionen im Westen wird er vor allem dann sichtbar, wenn Regen fällt. Dann spricht man vom sogenannten Blutregen, bei dem der Staub ausgewaschen wird und sich als feiner Film auf Autos oder Fenstern ablagert. Am Karfreitag ziehen Schauer auch in den Osten, womit auch dort Blutregen möglich ist. Über das Osterwochenende lässt der Staub allmählich nach.

Rekordhitze, Blutregen, Katastrophen: 2024 war Europas wärmstes Jahr aller Zeiten

Das Jahr 2024 war weltweit – und auch in Europa – das wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Doch die Klimaextreme verteilten sich ungleich: Während es im Westen Europas ungewöhnlich nass war, herrschte im Osten extreme Trockenheit und Hitze. Deutschland lag genau dazwischen – mit Rekordtemperaturen und regionalen Überschwemmungen. Laut Copernicus und WMO stieg die durchschnittliche Temperatur in Europa auf 2,92 Grad über dem vorindustriellen Niveau.

Der Bericht dokumentiert verheerende Folgen: 335 Menschen starben bei Unwettern, mehr als 400.000 litten unter den Auswirkungen. In Südosteuropa gab es die längste Hitzewelle, eine Rekordzahl tropischer Nächte und massive Schäden durch Trockenheit. Westeuropäische Länder wie Spanien wurden dagegen von Starkregen und Überschwemmungen getroffen.
Klimaforscher warnen: Europa erwärmt sich schneller als jeder andere Kontinent. Gründe sind unter anderem veränderte Luftströmungen, der Rückgang kühlender Aerosole und die bessere Luftqualität. Stefan Rahmstorf vom PIK fordert daher: Der Ausbau erneuerbarer Energien müsse dringend vorangetrieben und die europäischen Klimaziele konsequent umgesetzt werden.

Tropischer Sturm Errol mit Kurs auf Australien

Vor der Nordwestküste Australiens hat sich das tropische Tief „Twentynine” weiter verstärkt und dürfte in den kommenden Tagen offiziell als Zyklon Errol eingestuft werden. Das System zieht südwestlich entlang der Kimberley-Küste und könnte bis Dienstag die Stärke eines Zyklons der Kategorie 3 erreichen. Zwar wird derzeit kein direkter Landfall erwartet, doch Küstenregionen zwischen Cockatoo Island und dem King George River müssen sich auf heftige Schauer, Sturmböen und ungewöhnlich hohe Gezeiten einstellen. Die Behörden rufen Anwohner dazu auf, Notfallvorräte bereitzuhalten und aktuelle Warnungen zu beachten.

Norditalien drohen sintflutartige Regenfälle

Von der Iberischen Halbinsel über Frankreich bis zu den Alpen, Italien und zur Küste Kroatiens herrscht unbeständiges und teils unwetterartiges Tiefdruckwetter, wobei der Schwerpunkt über Norditalien liegt. Hier können in den kommenden Tagen 100 Liter pro Quadratmeter, im Nordwesten Italiens 200 bis 400 Liter, örtlich auch mehr Regen zusammenkommen. Dies kann zu verheerenden Überschwemmungen, Überflutungen und Erdrutschen führen.

Fast sommerlich warm, aber neue Schauer und Gewitter

Wetter in Nordrhein-Westfalen
Fast 25 Grad, aber Blitz und Donner kommen

Heute gibt es einen Wechsel aus teils längerem Sonnenschein und mal mehr, mal weniger Wolken, wobei anfangs ganz im Norden und im Tagesverlauf im Südwesten Schauer auftreten. Diese breiten sich am Nachmittag nordostwärts aus, dann sind auch Gewitter mit dabei. Trocken bleibt es im Nordosten und Osten des Landes. Die Höchstwerte liegen bei 16 Grad in der Sächsischen Schweiz bis 24 Grad an der Ems. Der Wind weht schwach bis mäßig, im Nordosten teils frisch, mit starken, vereinzelt stürmischen Böen aus Südwest bis Südost.

Wetterlage: Tief Darius bringt neue Unruhe

Zum Dienstag verlagert sich ein weiteres Tief namens Darius vom Ostatlantik in Richtung Ärmelkanal und übernimmt die Steuerung unseres Wetters. Tief Christian verliert an Einfluss. Auf der Vorderseite von Tief Darius verstärkt sich von Süden her der Zustrom warm-feuchter Luftmassen.

Die Wetterlage am Dienstag, 15.04.2025 um 14 Uhr
Die Wetterlage am Dienstag, 15.04.2025 um 14 Uhr