Der Wetter-Tag bei wetter.de
Feuchte Nacht mündet in grauen Pfingstsamstag

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:
Heute Nacht lässt der Wind zwar vorübergehend nach. Ansonsten bleibt es aber durchwachsen mit ein paar Schauern bei 9 bis 16 Grad. Oft grau und nass beginnt der Samstag. Größere Wolkenlücken bekommen wir vormittags am ehesten vom Oberrhein bis zur Ostsee zu sehen. Später steigt hier aber ebenfalls das Schauerrisiko. Stellenweise bilden sich zudem teils kräftige Gewitter. Es bleibt dabei windig und frisch mit Temperaturen zwischen 16 und immerhin noch einmal 24 Grad.
Rock am Ring: Das kann ein Matschbad werden

Rock am Ring läuft, zum 40. Mal. Und zum Jubiläum kommt - wie sollte es auch anders sein - fast schon traditionell jede menge Regen runter. Das wird eine herrliche Matschsause, wenn die Rockfans zu Tausenden den Untergrund in eine Rutschbahn verwandeln.
Pfingsten unterkühlt, danach schlägt die Sommerhitze zu

Während es gerade zu Pfingsten eher wechselhaft, windig und relativ kühl ist, sieht es nach Pfingsten schon wieder nach einem Sommer-Comeback aus. Und wie - denn die Höchstwerte steigen im Laufe der Woche nicht nur auf Sommerwerte von 25 Grad, sondern direkt auf Hitzewerte von über 30 Grad an. Leider scheint das nicht von langer Dauer zu sein.
Untersuchungsausschuss Flut: Defizite und Versäumnisse
Der Untersuchungsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags zur Jahrhundertflut 2021 hat gravierende Ursachen für den mangelhaften Schutz der Bevölkerung zusammengetragen. In einem vom Ausschussvorsitzenden Sven Wolf (SPD) skizzierten Berichtsentwurf werden unter anderem unzureichende Frühwarnsysteme, schlechte Kommunikation und die nicht extremwettertaugliche Infrastruktur in den Kommunen bemängelt.

Der Abschlussbericht soll noch in diesem Monat zwischen allen fünf Landtagsfraktionen final abgestimmt und im Juli im Plenum beraten werden.
Die Mängelliste:
- Das NRW-Innenministerium habe es versäumt, unmittelbar eine landesweite Unwetterwarnung herauszugeben. Als die Koordinierungsgruppe am 15. Juli 2021 ihre Arbeit aufgenommen habe, seien die Wassermassen längst durch die Orte geströmt „und viele Menschen waren in der Nacht zuvor gestorben”.
- Es fehlten Sirenen, Warnketten funktionierten nicht. „Viele Einwohner erfuhren von der Gefahr erst durch Nachbarn oder soziale Medien.”
- Im Gegensatz zu anderen Bundesländern existiere in NRW bis heute keine zentrale Vorhersage- und Meldestelle für Starkregen und Hochwasser.
- Ausdrücklich wird auch „persönliches Fehlverhalten” der ehemaligen NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser angeprangert, die ihren Mallorca-Urlaub während der Flut nur kurz unterbrochen hatte. Die CDU-Politikerin hatte im April 2022 mit ihrem Rücktritt die Konsequenzen gezogen.
Kaum mehr Sonne, viel Regen und einzelne Gewitter
Heute zieht der anfängliche Regen im Nordosten schnell ab und dahinter stellt sich verbreitet wechselhaftes Wetter mit mehr Sonne als Wolken und gelegentlichen Schauern oder Gewittern ein. In einem Streifen vom Südwesten bis nach Franken ist es überwiegend stark bewölkt mit zeitweiligem Regen. Längerer Sonnenschein wird südlich der Donau erwartet und dort wird es erst am Abend unbeständig. Bei maximal 17 Grad in Nordfriesland bis 23 Grad in der Lausitz, im Südosten bis 27 Grad ist es windig. Am kräftigsten bläst der Südwest- bis Westwind in Schleswig-Holstein. Auf den Nordfriesischen Inseln sind sogar einzelne Sturmböen möglich. Aber auch im übrigen Land, abgesehen vom äußersten Südosten, gibt es verbreitet Böen der Stärke 6 bis 7 Bft.
Video: Viel Regen und heftige Schauer unterwegs
Wetterlage: Schauer, Gewitter und Wind

Das schnell ziehende Tief Uli zog über Nacht vom Westen Deutschlands zur Ostsee und brachte großflächig Regen. Zu Tagesbeginn zieht das Regengebiet nordostwärts ab und dahinter stellt sich in weiten Teilen Deutschlands wechselhaftes Wetter ein. An der vom Südwesten bis nach Sachsen verlaufenden und nur noch langsam südostwärts vorankommenden Kaltfront fällt zeit- und gebietsweise Regen, während sich südlich der Donau für einen halben bis dreiviertel Tag Zwischenhocheinfluss einstellt.
Das wechselhafte und windige Wetter hält auch in den kommenden beiden Tagen an. Am Sonntag zieht dabei das nächste Tief von den Britischen Inseln nach Skandinavien und dahinter dreht die Strömung auf Nordwesten und kühle Polarluft macht sich auf den Weg zu uns.
Ab Montag baut sich über der Südhälfte Hochdruckeinfluss auf und dort steigen die Temperaturen bereits an, während es in Nordhälfte noch wechselhaft bei wenig geänderter Temperatur weitergeht.
Regen und Wind am Pfingst-Wochenende

Der Kurzurlaub über Pfingsten sollte wetterfest gemacht werden. Denn ein recht frisches, immer wieder nasses und windiges Wochenende mit Gewittern steht uns bevor. Aber es gibt auch freundliche Abschnitte. Der beste Tag wird der Pfingstmontag, der eine wieder wärmere bis heiße und sonnigere Wetterwoche einleitet. Mehr Informationen findet ihr in folgendem Artikel:
Wie lange bleibt die Wärme auf Tauchstation?
Für Pfingsten ist das Wetter-Timing in diesem Jahr leider äußerst übel. Denn ausgerechnet am langen Wochenende bleiben die Tiefdruckgebiete am Drücker. Anschließend zeigt das Gros der Wettercomputer sonnigere Auswärtstrends und somit ein Comeback des Sommerwetters in Deutschland. Aber: Das Thema Schafskälte ist leider auch noch nicht ganz passé, wie die nachfolgende Ensemble-Vorhersage für Berlin beispielsweise zeigt. Die kältesten Varianten erreichen demnach nämlich kaum 20 Grad. Ein bisschen Geduld und Daumendrücken kann dementsprechend nicht schaden. Unabhängig davon ist der Regen - nach dem teilweise extrem trockenen Frühjahr - aber natürlich immens wichtig für unseren Wasserhaushalt und die Natur.
Lese-Tipp: Hitze ist zur Monatsmitte wieder im Rennen
Gefährlicher Eichenprozessionsspinner wird wieder bekämpft
Der Eichenprozessionsspinner liebt die Wärme. Wie auch bestimmte Mücken- und Zeckenarten profitiert der Schädling vom Klimawandel und breitet sich in Deutschland verstärkt aus. Wie schon in Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern hat er sich nun auch in Sachsen etabliert, heißt es vom Waldschutzinstitut des Julius Kühn-Instituts. In vielen Regionen wird die Ausbreitung in diesen Wochen wieder verstärkt bekämpft. So setzt der Landkreis Lüneburg in Niedersachsen seit drei Jahren mit Erfolg sogenannte Nematoden ein. Diese winzigen Fadenwürmer werden lebendig auf die Baumkronen gespritzt und bekämpfen die bis zu drei Zentimeter langen Raupen.
„Die Nematoden sind ein natürliches Mittel, das für Menschen ungefährlich, nicht umweltschädlich ist und gegenüber 90 Prozent der Population der Eichenprozessionsspinner wirkt”, erklärt Jens-Michael Seegers, Leiter des Betriebes für Straßenbau- und Unterhaltung. Da die kleinen Fadenwürmer lichtempfindlich sind, wird nach Sonnenuntergang gesprüht.
Vulkanausbruch in Guatemala: Hunderte Menschen in Sicherheit gebracht

Wegen eines Vulkanausbruchs sind in Guatemala hunderte Menschen in Sicherheit gebracht worden. Der Zivilschutz des zentralamerikanischen Landes sprach am Donnerstag von mehr als 500 Evakuierten. Der 35 Kilometer von der Hauptstadt Guatemala-Stadt entfernt gelegene Volcán de Fuego hatte zuvor begonnen, Rauch und Asche auszustoßen. Die Rauchwolke erreichte eine Höhe von mehr als 7000 Metern.
Geplante Mondlandung von japanischem Raumfahrtunternehmen gescheitert
Das japanische Raumfahrtunternehmen Ispace ist erneut mit dem Versuch einer Mondlandung gescheitert. Ispace verlor kurz vor der geplanten Landung des Mondlanders „Resilience” den Kontakt zu dem Landegerät. Weil eine Wiederherstellung der Kommunikation als „unwahrscheinlich” eingestuft wurde, wurde die Mission abgebrochen, sagte Ispace-Chef Takeshi Hakamada am Freitag.
Hitzesommer in Europa wahrscheinlich
Einigen Modellrechnungen zufolge ist ein Hitzesommer in diesem Jahr in Europa wahrscheinlich. Der Wärmestau im Nordatlantik lasse einen außergewöhnlich heißen Sommer erwarten, hieß es Mitte Mai vom Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M) in Hamburg. Diese Prognose deckt sich mit Vorhersagen des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersagen, das ebenfalls von einem sehr heißen bevorstehenden Sommer ausgeht.
Langanhaltende Trockenperioden im Sommer sind Experten zufolge eine Folge der Erderwärmung. Mit dem Klimawandel steigt außerdem die Wahrscheinlichkeit extremer Hitzeereignisse, was wiederum zu schlechteren Ernteerträgen führen kann.
Das Frühjahr 2025 war eines der trockensten seit Beginn der Aufzeichnungen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) geht in seiner vorläufigen Bilanz davon aus, dass es seit 1881 in Deutschland nur zweimal zwischen Anfang März und Ende Mai weniger regnete als 2025: in den Jahren 1893 und 2011.