Der Wetter-Tag bei wetter.de
Gewitterschauer statt Sommerfeeling - Tief Friedemann hat übernommen
Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages
Tief Friedemann liegt derzeit mit seinem Zentrum über Südskandinavien und der Ostsee. Eine Situation, die uns einen teils sehr ungemütlichen Start in die neue Wetterwoche kredenzt, wie Meteorologe Patrick Panke zusammenfasst: „Nachts fällt häufig etwas Regen bei recht milden Tiefstwerten zwischen 13 und 17 Grad. Im Westen und Nordwesten kann es kurz vorm frühen Weckerklingeln auch schon mal für ein Gewitter reichen, bevor es sehr wechselhaft in die neue Woche geht.”
Immer wieder ziehen laut Panke Schauer und Gewitter durch, wobei es im Osten vormittags noch meist trocken bleiben dürfte. Vor allem im Westen kommt die Sonne indes nur sporadisch mal raus. An der Nordsee wird es zum Nachmittag freundlicher. Die Höchstwerte erreichen im Norden und Westen nur noch frische 17 bis 20 Grad. Sonst wird es leicht schwül bei 22 bis 25 Grad. Der Wind weht zeitweise kräftig aus West.
Dürre-Sommer in Deutschland immer wahrscheinlicher

Jeder Tropfen, der jetzt fällt, könnte am Ende wichtig sein. Denn die Langfristvorhersage schwören Deutschland inzwischen auf einen sehr trockenen Hochsommer ein. Das gilt schon seit längerer Zeit für die wetter.de-Langfrist-Vorhersage, die auf dem europäischen Wettermodell fußt. Aber auch die Langfrist-Trends der NOAA (Amerikanischer Wetterdienst) prophezeit einen viel zu trockenen Verlauf von Juli und August.

Ungewöhnlich hohe Zeckenaktivität
In diesem Sommer sind beispielsweise in Rheinland-Pfalz und im Saarland ungewöhnlich viele Zecken unterwegs. Zeckenexpertin Ute Mackenstedt von der Universität Hohenheim berichtet laut dpa von einem starken Anstieg der Zeckenpopulation, bedingt durch milde Wintertemperaturen, die das Überleben der Tiere begünstigen.
Die häufigste Art, der Gemeine Holzbock, ist mittlerweile ganzjährig aktiv und auf Wirtssuche, was bedeutet, dass die traditionelle Zeckenzeit von März bis Oktober nicht mehr gilt. Mit der steigenden Zeckenpopulation erhöht sich auch das Risiko der Übertragung von Krankheiten wie Lyme-Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).
Tipps zum Zeckenschutz
Um sich vor Zeckenbissen zu schützen, empfiehlt die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz:
- Geschlossene Schuhe, lange Hosen und langärmlige Kleidung tragen.
- Anti-Insektenspray auf Haut und Kleidung verwenden.
- Nach dem Aufenthalt in der Natur Körper und Kleidung gründlich absuchen.
- Zecken schnell und sachgerecht entfernen.
Ein gründliches Absuchen ist wichtig, da Zecken nicht sofort zustechen und bis zu 20 Minuten auf der Haut wandern können. Besonders hinsichtlich Borreliose ist es entscheidend, Zecken innerhalb von 12 bis 15 Stunden zu entfernen, um eine Übertragung der Bakterien zu verhindern.
Update: Verwüstung nach Überschwemmungen in Texas - Zahl der Todesfälle steigt auf 51
Nach verheerenden Überschwemmungen im US-Bundesstaat Texas ist die Zahl der Todesfälle gemäß dpa auf mindestens 51 gestiegen, darunter 15 Kinder. In Kerr County sind viele Opfer noch nicht identifiziert, und in angrenzenden Bezirken wurden mindestens acht weitere Tote gemeldet.
Besonders besorgniserregend ist demnach das Schicksal von 27 vermissten Kindern aus dem christlichen Sommercamp Camp Mystic, deren Suche trotz anhaltenden Regens fortgesetzt wird. Texas Gouverneur Greg Abbott zeigte sich schockiert von der Verwüstung im Camp und rief einen Tag des Gebets aus. Familien warten weiterhin auf Nachrichten über ihre vermissten Angehörigen.
Wetter in Deutschland: Frühherbstfeeling statt Sommerwärme

Bis einschließlich Dienstag geht es jetzt steil bergab. Denn kühle Luft polaren Ursprungs flutet Deutschland. Damit sinkt die Schneefallgrenze in den Alpen gegen 2.000 Meter und ein teilweise lebhafter Wind rundet das eher frühherbstlich motivierte Treiben ab. Denn: Sommerlich warm mit 25 Grad und mehr ist es nirgends mehr in Deutschland.
Flutkatastrophe in Texas: Mindestens 50 Tote, darunter 15 Kinder
Die Flutkatastrophe im US-Bundesstaat Texas hat bereits mindestens 50 Menschen das Leben gekostet, darunter 15 Kinder. Die Situation im betroffenen Gebiet bleibt chaotisch, da 27 Mädchen aus einem Sommercamp weiterhin vermisst werden. Behörden und Rettungskräfte setzen die Suche nach vermissten Campern, Urlaubern und Anwohnern fort. Kerrvilles Verwaltungschef Dalton Rice berichtete auf einer Pressekonferenz, dass es möglicherweise noch weitere Vermisste gibt. Bislang konnten mehr als 850 Menschen gerettet werden, einige von ihnen klammerten sich an Bäume. Rund 500 Rettungskräfte sind im Einsatz, während US-Präsident Trump Unterstützung zugesagt hat.
Im Video: Bei der Suche nach Überlebenden zählt jetzt jede Minute - tödliche Fluten in Texas
Waldbrand an der Sachsen-Brandenburg-Grenze: Evakuierungen und hohe Einsatzbereitschaft
Seit sechs Tagen kämpfen rund 700 Einsatzkräfte gegen einen Waldbrand in der Gohrischheide an der Grenze zwischen Sachsen und Brandenburg. Die Lage bleibt angespannt, da das Feuer mehrere Ortschaften bedroht, darunter Jacobsthal Bahnhof und Heidehäuser, die evakuiert wurden. Das Wetter mit warmen Temperaturen und Wind verschärft die Situation. Löscharbeiten sind aufgrund der Gefahr von detonierender Munition auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz schwierig. Spezialisten aus Sachsen-Anhalt werden zur Unterstützung erwartet. Die Waldbrandgefahr in der Region hat die höchste Warnstufe 5 erreicht, und Helfer hoffen auf angekündigte Regenfälle zur Eindämmung des Feuers.
Feuerwehr rettet 340 Fahrgäste nach Böschungsbrand und technischen Defekten
Rund 340 Fahrgäste saßen am Samstagabend im Norden Kölns etwa zwei Stunden lang in einem Regionalzug fest, bevor sie von der Feuerwehr befreit wurden. Ein Böschungsbrand entlang der Gleise führte zur Sperrung der Strecke und zum Abstellen des Stroms der Oberleitungen. Während der Fahrt zum Flughafen Köln/Bonn kam es zudem zu einem medizinischen Notfall, der die Feuerwehr auf die kritische Situation aufmerksam machte. Die Einsatzkräfte versorgten den Patienten und verteilten Wasser an die Reisenden, da die Klimaanlage aufgrund des Stromausfalls nicht funktionierte. Nach einem weiteren technischen Defekt konnte der Zug nicht weiterfahren, sodass die Fahrgäste evakuiert und in einen Ersatzzug gebracht wurden. Der Brand wurde kurz darauf gelöscht, und der gesamte Einsatz dauerte etwa drei Stunden.
Tief Friedemann übernimmt - mit Wind und kühlen Duschen
Heute ist es zumindest im Osten und Südosten noch länger freundlich und trocken, sonst überwiegen schon früh die Wolken und besonders im Westen fällt am Vormittag Regen. Im Laufe des Tages breitet der sich weiter aus, stellenweise und vor allem im Nordwesten und Süden können sich auch Gewitter bilden. Es wird zudem windig und im Norden und Westen kühler mit 20 bis 23 Grad. im Osten und Südosten sind nochmal bis knapp 30 Grad drin.
Die neue Woche beginnt durchwachsen bis ungemütlich mit vielen Wolken, teils gewittrigen Schauern und kräftigem Wind. Die Temperaturen fallen im Osten und Südosten auf 18 bis 24 Grad. Der Dienstag wird der kühlste Tag der Woche, mit maximal 14 Grad am Alpenrand und bis zu 22 Grad im Osten, jedoch mit mehr Sonnenanteilen als am Montag.
Nach der Abkühlung: Wettercomputer forcieren neue Hitze

Durch den Klimawandel droht die nächste Finanzkrise
Fast 40 Grad in manchen Städten: In dieser Woche hat Deutschland historische Hitzetage erlebt. Mittwoch war der bislang heißeste Tag des Jahres, bis auf 39,3 Grad stieg das Thermometer in Andernach in Rheinland-Pfalz. Heftige Unwetter zogen durchs Land, mit Hagel, Sturmböen, Starkregen und sogar Tornados in der Eifel. In Ostdeutschland fressen sich Großbrände immer weiter durch die Wälder. Viele Städte errichten wegen der Gluthitze inzwischen Schutzräume und stellen sogar Evakuierungspläne auf. Doch der Hitze-Schock stellt nicht mehr nur Wasserversorgung, Krankenhäuser, Feuerwehr und das Stromnetz auf die Probe, wie ihr bei ntv.de lesen könnt.
Norovirus-Ausbrüche auf Kreuzfahrtschiffen auf Rekordkurs
In den ersten Monaten des Jahres 2025 wurden bereits 12 Norovirus-Ausbrüche auf Kreuzfahrtschiffen gemeldet, fast so viele wie im gesamten Vorjahr. Experten führen die hohe Zahl auf eine niedrige Grundimmunität gegen eine neue Virusvariante zurück.
Noroviren sind hoch ansteckend und können sich schnell ausbreiten, insbesondere in den engen Gemeinschaftsräumen von Kreuzfahrtschiffen. Ein Ausbruch kann durch nur einen infizierten Passagier oder kontaminierte Gegenstände ausgelöst werden.
Im Video: So breiten sich die Schauer und Gewitter jetzt immer weiter aus
Warnung vor Wasserknappheit: Städte- und Gemeindebund fordert Schutzmaßnahmen
Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat vor zunehmender Wasserknappheit in Deutschland gewarnt und fordert dringende Schutzmaßnahmen. Hauptgeschäftsführer André Berghegger betont die Notwendigkeit, lokale Wasserspeicher auszubauen und moderne, klimaneutrale Verbundstrukturen mit benachbarten Trinkwasserversorgern zu schaffen. Angesichts der häufigeren Hitzesommer und Dürreperioden sei ein bewusster Umgang mit Trinkwasser unerlässlich, etwa durch den Verzicht auf Rasensprengen und das Befüllen privater Pools. Entscheidungen über den Zugang zu Grundwasser sollten auf kommunaler Ebene getroffen werden, wobei die öffentliche Wasserversorgung Priorität haben muss, wenn nicht genug Wasser für alle Abnehmer vorhanden ist.
Wassertemperaturen in unseren Seen sowie in Nord- und Ostsee
Je nach Größe und Region sowie Höhenlage bewegen sich Temperaturen in unseren Seen momentan oft bei 21 bis 26 Grad. Frischer zeigen sich indes Nord- und Ostsee. Hier liegen die Temperaturen im Wasser vielfach bei 18 bis 21 Grad. Wobei wichtig ist: Gemessen wird das Ganze in einem Meter Wassertiefe. In flacheren Küsten- und Uferbereichen kann es somit auch deutlich wärmer sein.
Die Wetterlage: Tief Friedemann schickt uns gefühlten Frühherbst

Das war es für den Sommer - zumindest kurzzeitig. Grund ist Tief Friedemann. Das ist inzwischen nach Skandinavien gezogen und öffnet damit das Tor gen Norden. In der Folge strömt kalte Luft polaren Urspungs nach Deutschland.