Der Wetter-Tag bei wetter.de

Gewitter und Regenschauer: In der Nacht bleibt es nur regional trocken

von Karim Belbachir

BRD: Wetter in Baden-Württemberg - APR 25
Schon am Nachmittag sind im Westen Deutschlands Gewitterwolken aufgezogen.

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:

Bereits seit dem Nachmittag ziehen aus dem Westen erneut teils kräftige Regenschauer über das Land, die sich im Laufe der Nacht über das Land ausbreiten. Vereinzelt sind auch Gewitter dabei – vor allem in Bayern und im Westen. Nur von Sachsen bis hoch zur Nord- und Ostsee bleibt es weitgehend trocken. Besonders im Westen nimmt die Gewitteraktivität im Verlauf der Nacht zu.
In Regionen mit bereits ausgetrockneten Böden kann es lokal zu kleinräumigen Überschwemmungen kommen. Die Tiefstwerte liegen zwischen 6 und 10 Grad.

Panik nach Erdbeben: Verletzte in Istanbul

Turkey Earthquake
Menschen flohen bei dem Erdbeben ins Freie.

Nach den Erdbeben in Istanbul werden laut Behördenangaben 151 Menschen medizinisch behandelt. Die meisten Verletzten seien „aus Panik aus der Höhe gesprungen“, teilte das Gouverneursamt auf der Plattform X mit. Lebensgefahr bestehe bei keinem der Betroffenen. Innenminister Ali Yerlikaya erklärte, es gebe bislang keine Hinweise auf Todesopfer. Auch größere Sachschäden seien bisher nicht bekannt.
Die Region rund um Istanbul wurde am Mittag mehrfach erschüttert, das stärkste Beben erreichte eine Stärke von 6,2. Präsident Recep Tayyip Erdogan sprach den Betroffenen in Ankara seine Genesungswünsche aus. Alle staatlichen Stellen seien in Alarmbereitschaft, die Lage werde „mit größter Sorgfalt“ überwacht. Eine akute Gefährdung bestehe laut Erdogan derzeit nicht.

Experten warnen vor noch schwererem Beben

Istanbul
Ein Erdbeben der Stärke 7 ist laut Experten überfällig.

Nach mehreren Erschütterungen in der Region Istanbul geben Forscher keine Entwarnung. „Das Hauptbeben wird noch kommen“, erklärte der bekannte Erdbebenexperte Naci Görür auf der Plattform X. Im Marmarameer verläuft eine aktive Plattengrenze, an der ein starkes Beben rund um Stärke 7 als überfällig gilt. Laut Görür könnten die jüngsten Erdbeben die Spannungen in der Region sogar noch erhöht haben. In einem früheren Interview hatte der Geologe erklärt, er rechne im Ernstfall mit Hunderttausenden Toten.
Auch der türkische Städtebauminister Murat Kurum warnt: Istanbul sei auf ein schweres Beben nicht vorbereitet. Rund 1,5 Millionen Wohnungen und Gewerbeeinheiten gelten in der Millionenstadt als gefährdet.

Erdstoß erschüttert Istanbul

Die türkische Millionenmetropole Istanbul ist von mehreren Erdbeben erschüttert worden. Um 12.49 Uhr registrierte der Katastrophendienst Afad das bislang stärkste Beben der Stärke 6,2 mit Epizentrum im vor der Stadt gelegenen Marmarameer. Zahlreiche weitere Erdstöße der Stärken 4 bis 5 folgten.

Menschen in der Stadt mit ihren 16 Millionen Einwohnern verließen Häuser und Wohnungen und harrten während der Nachbeben im Freien aus. Berichten des Staatssenders TRT zufolge holten Menschen ihre Angehörigen aus Krankenhäusern. Teilweise waren Telefonnetz und Internet gestört.

Keine Berichte von eingestürzten Gebäuden

Laut dem Istanbuler Gouverneursamt gab es zunächst keine Berichte über eingestürzte Gebäude. Die Bürger wurden gebeten, Ruhe zu bewahren und sich beschädigten Gebäuden nicht zu nähern. Der Minister für Verkehr und Infrastruktur, Abdulkadir Uraloğlu, schrieb auf der Plattform X, es seien bei einer ersten Bestandsaufnahme keine Schäden an Straßen, Flughäfen, Zügen und U-Bahnen festgestellt worden.

„Ich spreche unseren Bürgern meine besten Wünsche aus”, teilte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan auf der Plattform X mit. „Wir beobachten die Situation genau”. Innenminister Ali Yerlikaya sprach auf der Plattform X allen Betroffenen sein Mitgefühl aus.

Sorge vor neuem Beben

Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass ein weiteres starkes Beben folge, sagte der Geologe Okan Tüysüz dem Sender NTV. Experten gehen davon aus, dass ein Beben rund um die Stärke 7 in Istanbul überfällig ist. Laut türkischem Städtebauminister Murat Kurum gelten 1,5 Millionen Wohnungen und Gewerbeeinheiten als bei einem Erdbeben gefährdet.

Das Erdbeben war auch in Teilen des Nachbarlands Griechenland deutlich zu spüren. Vor allem im Nordosten am Grenzfluss Evros zur Türkei hin wurden die Menschen in Angst versetzt, berichteten griechische Medien. Meldungen über die Erdstöße gab es außerdem von etlichen Ägäisinseln, darunter Chios und Lesbos. Schäden habe es jedoch nicht gegeben.

Auch im nordwestlich angrenzenden Bulgarien wurde das Beben gespürt, am stärksten im südöstlichen Grenzgebiet und in der Region Burgas am Schwarzen Meer, wie das Geophysische Institut in Sofia mitteilte.

Neue Studie schätzt Population der Schneeleoparden in Nepal auf fast 400

In Nepal gibt es einer ersten nationalen Studie zu Schneeleoparden zufolge fast 400 Exemplare der gefährdeten scheuen Großkatze. Die Studie sei „ein historischer Schritt für den Schutz der Schneeleoparden in Nepal”, sagte der leitende Ökologe der Abteilung für Nationalparks und Wildtierschutz in dem Himalaya-Staat, Haribhadra Acharya, der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag. „Dank der großartigen Arbeit der Forscher erhalten wir zum ersten Mal authentische Daten”, fügte er hinzu.

Die Zerstörung ihres natürlichen Lebensraums, der Klimawandel und Wilderei haben die Schneeleoparden-Populationen in ganz Asien stark zurückgehen lassen. Von der Weltnaturschutzunion (IUCN) wird der Schneeleopard als „gefährdet” eingestuft. Die neue Studie gibt jedoch Anlass zur Hoffnung: Die Zahl der Tiere in Nepal liegt demnach am oberen Ende der bisherigen Schätzungen.

Wie viel Regen fällt heute und morgen?

In der Tendenz ist die aktuelle Wetter-Prognose relativ eindeutig: Heute und morgen gibt es in vielen Regionen Deutschlands Regen und Gewitter. Die Feinheiten sind allerdings schwieriger. Denn punktuell können durch Stark- und/oder Dauerregen größere Wassermassen zusammenkommen und dann kann es auch zu örtlichen Überschwemmungen kommen. Allerdings lässt sich im Moment nicht vorhersagen, ob oder wo genau solche Niederschlagsspitzen auftreten werden.

Prognose: Diese Grafik zeigt, wo in der Tendenz größere Regenmengen bis Donnerstagabend zusammenkommen können. Nach dieser Berechnung würden die Werte etwa bis zu 50 Liter Regen pro Quadratmeter erreichen. Nach anderen Berechnungen kann punktuell aber auch deutlich mehr Regen fallen
Prognose: Diese Grafik zeigt, wo in der Tendenz größere Regenmengen bis Donnerstagabend zusammenkommen können. Nach dieser Berechnung würden die Werte etwa bis zu 50 Liter Regen pro Quadratmeter erreichen. Nach anderen Berechnungen kann punktuell aber auch deutlich mehr Regen fallen

Den Regenmangel der vergangenen Monate können die neuen Regenfälle allerdings kaum ausgleichen. Mehr Informationen dazu findet ihr weiter unten im Artikel.

Mainz erlässt Nachtfahrverbot für Mähroboter

Mähroboter arbeiten im Hintergrund und ersparen Menschen viel Arbeit. Doch für Igel, Kröten und Eidechsen sind sie ein Alptraum. Die nachtaktiven Tiere können sich gegen die Klingen kaum schützen und werden nicht selten schwer verletzt. Städte wie Köln haben deswegen bereits ein Nachtfahrverbot für Mähroboter erlassen. Nun folgt Mainz.

Mit einer neuen Allgemeinverfügung untersagt die Landeshauptstadt den Betrieb von Mährobotern während Dämmerung und Nachtzeit. Das Verbot erstreckt sich auf die Zeiträume 30 Minuten vor Sonnenuntergang bis 30 Minuten nach Sonnenaufgang. Tagsüber bleibt die Nutzung erlaubt. „Ein Vergehen gegen diese Verfügung, ohne dass ein Tier verletzt wird, kann zu einem Bußgeld von etwa 50 Euro und bei Wiederholung von 75 Euro führen”, teilte eine Stadtsprecherin der Deutschen Presse-Agentur mit. Wird jedoch etwa ein Igel von einem Mähroboter verletzt oder getötet, könne dies zu einer Strafe bis zu 50.000 Euro führen. „Es muss aber”, betont sie, „immer der Einzelfall betrachtet werden.”

Igel
Für Igel und andere Gartenbewohner können Mähroboter eine Gefahr sein (Symbolbild)

Wetteraussichten für heute, Mittwoch, den 23. April

Was harmlos beginnt, endet in einem Mini-Wetterdrama: Während es morgens noch freundlich bleibt, braut sich in der Westhälfte und an den Alpen am Nachmittag was zusammen. Schauer, Gewitter und schauerartiger Regen inklusive. Also: Heute zeigt sich der Himmel zum Start noch von seiner freundlicheren Seite, mit einem entspannten Mix aus Sonne und Wolken. Doch ab dem Nachmittag wird es vor allem im Westen und rund um die Alpen deutlich turbulenter: Immer mehr Schauer und einzelne Gewitter mischen sich ins Wettergeschehen, hier und da könnte es sogar etwas kräftiger regnen. Die Temperaturen bleiben dabei angenehm zwischen 14 und 22 Grad, nur an der Küste fühlt es sich ein bisschen frischer an.

Regen reicht nicht, um Dürre auszugleichen

Die Natur kann den Regen grundsätzlich gut gebrauchen. Denn allgemein ist in den letzten Monaten viel zu wenig Regen gefallen.

Mittelmeer erneut stürmisch

Ab Mittwochabend und vor allem am Donnerstag wird es von der französischen Mittelmeerküste bis über Korsika und Sardinien bis zur Meerenge zwischen Tunesien und Sizilien erneut stürmisch mit verbreitet stürmischen Böen, zeit- und gebietsweise aber auch schweren Sturmböen. Insgesamt muss man sich dort auch Windböen von 60 bis 100 km/h, hier und da auch etwas mehr einstellen.

Kräftige Regengüsse und Gewitter von Frankreich über Italien bis nach Kroatien, in den Alpen auch Schneefall

Heute bringt Tief Günter in Frankreich kräftige Regengüsse und Gewitter und induziert ein neues Tief im Golf von Genua. Dieses Tief bringt in der Nacht zum Donnerstag vor allem in Norditalien kräftige und teils gewittrige Regengüsse und in den Alpen auch Schneefall. Bis Freitag zieht es über Italien und die Adria weiter nach Griechenland. Dabei besteht in den Anrainerstaaten der Adria Unwettergefahr.

Mit den Unwettern zu Ostern das Tief allerdings nicht vergleichbar, weil es relativ schnell durchzieht und deshalb keine anhaltenden und großflächigen Stauniederschläge zu erwarten sind.

Wetterlage: Aprilmodus aktiviert mit Sonne, Regen, Blitz

Wetterlage in Deutschland
Tief Günter bringt Schauer, Blitz und Gewitter – aber mild bleibt es trotzdem. Im Südosten auch mal trocken. Ab Freitag winkt Hochdruck im Norden.

Heute zieht von Westen her Tief Günter heran und bringt gebietsweise kräftige und mitunter gewittrige Regengüsse, die in der kommenden Nacht und am Donnerstag über der Mitte in teils länger anhaltenden und ergiebigen Regen übergehen können.

Am Freitag ziehen die Tiefs und deren Ausläufer über die Südosthälfte ab und von Norden her stellt sich Hochdruckeinfluss ein.

Am Wochenende bleiben allenfalls im Süden ein paar wenig ergiebige Schauer übrig. Ansteigende Temperaturen und viel Sonnenschein lassen die Verdunstung steigen und Trockenheit und Dürre werden erneut Thema. Andererseits stellt sich herrliches Ausflugswetter ein.