Der Wetter-Tag bei wetter.de
Sturm von der Nordsee, Gewitter im Süden – dazwischen viel Sonne.
Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:
Während in der Nacht zu Mittwoch die Gewitter und einzelnen Schauer zurückziehen und es dann meist trocken bleibt, brodelt es ab dem Vormittag wieder los: Von Süden bis Osten sind einzelne Schauer unterwegs. Der Rest startet zwar freundlich – doch das bleibt nicht lange so. Am Nachmittag entlädt sich im Süden ein wahres Gewitter-Feuerwerk: Starkregen, Hagel und Sturmböen inklusive. Parallel wird’s im Norden stürmischer, von der Nordsee strömt kühlere Luft herein. Immerhin: 20 bis 23 Grad sind trotzdem noch drin:

Der Regen bleibt allerdings kein kurzer Gast. Am Donnerstag erreicht das nasse Tief auch den Norden mit kräftigen Schauern und Sturmböen, während im Süden teils unwetterartige Regenmengen fallen – besonders im Alpenraum. Und die Mitte? Bleibt erstaunlich lange außen vor. Bis zur Nacht auf Sonntag fallen hier kaum Tropfen.
Das bedeutet: Sonne satt vom Südwesten bis in den Osten. Doch es wird kühler: Freitag nur noch 12 bis 18 Grad. Hoffnung macht das Wochenende – dann steigen die Temperaturen langsam wieder.
Drei Tote nach Unwetter an französischer Mittelmeerküste
Le Lavandou, eigentlich ein Postkartenidyll an der Côte d’Azur, versinkt im Wasser. Heftiger Starkregen und Gewitter haben die südfranzösische Mittelmeerküste fest im Griff. Drei Menschen verloren bei dem Unwetter ihr Leben – zwei im beliebten Ferienort Le Lavandou, ein weiterer in Vidauban.
Straßen verwandelten sich in reißende Bäche, Flüsse wie die Môle und Giscle traten beinahe über die Ufer. 300 Feuerwehrleute kämpften gegen die Wassermassen, zahlreiche Haushalte blieben ohne Strom. Auch im Südwesten des Landes gab es chaotische Szenen: In Tonneins mussten Menschen aus einem überfluteten Zug evakuiert werden, die Strecke zwischen Bordeaux und Toulouse blieb teils gesperrt. Ein bitterer Dämpfer für die Ferienregion – und ein Warnsignal, dass Extremwetter auch an Traumküsten keinen Urlaub macht.
👉 Was steckt hinter dem Wetterchaos in Europa?
Das Unwetter ist Teil einer größeren Wetterlage, die sich von Frankreich bis Griechenland erstreckt – mit Potenzial für Tornados, Hagel und Sturm. Mehr dazu hier: Unwetter aktuell in Europa – Tief birgt Tornado-Potenzial
Langfrist: Hitzeblase schickt uns in den Unwetter-Juni
Die aktuelle experimentelle wetter.de-Langfristvorhersage für den Juni hat es definitiv in sich. Waren zuletzt die knochentrockenen Ansätze in der Überzahl, so hat sich das Blatt inzwischen gewendet. Mit Schwackes käme demnach der Sommer 2025 in die Spur. Erst mit einer kleinen Hitzeblase, wie unser Beispiel Freiburg zeigt. Anschließend zeigen die Berechnungen eine kühlere Phase. Ein Wechsel, der zum Teil sicherlich mit erhöhtem Unwetterpotenzial einhergehen dürfte. Und auch danach haben die Wetterextreme im Juni Hochkonjunktur. Wenn es tatsächlich so oder ähnlich kommt, dann wäre der Einstieg in den Sommer alles andere als langweilig.
Hitzewelle in China: Rekordtemperaturen über 40 Grad
In Nord- und Zentralchina wurden in den letzten Tagen rekordverdächtige Temperaturen von über 40 Grad Celsius gemessen. Laut dem chinesischen Staatssender CCTV wurden in mehreren Städten die bisherigen Höchstwerte für den Monat Mai überschritten. So erreichte die 13-Millionen-Einwohner-Metropole Zhengzhou am Montag 41 Grad.
Im nahegelegenen Linzhou kletterten die Temperaturen sogar auf 43,2 Grad, während im nördlich gelegenen Shahe 42,9 Grad gemessen wurden. Insgesamt haben bis Montagnachmittag 99 Wetterstationen in China die Höchsttemperaturen aus den Vorjahren für den Monat Mai erreicht oder übertroffen. Meteorologen erwarten, dass sich die Hitze bis Freitag abschwächt und die Temperaturen in einigen Regionen um bis zu 15 Grad fallen.
China ist der größte Emittent von Treibhausgasen weltweit, die laut Wissenschaftlern zur Erderwärmung beitragen und somit häufigere und intensivere Wetterextreme verursachen. Im vergangenen Jahr kamen in China zahlreiche Menschen bei Überschwemmungen ums Leben, und tausende mussten evakuiert werden.
KI revolutioniert Wettervorhersage – Chancen und Herausforderungen im Blick
Künstliche Intelligenz wird zunehmend entscheidend für die Wettervorhersage, insbesondere in der Modellierung und Datenverarbeitung. Der DWD plant, eigene KI-Modelle noch in diesem Sommer in die Vorhersagen zu integrieren, um die Prognosen schneller, präziser und nutzergerechter zu gestalten. Jan Keller, verantwortlich für Datenassimilation und innovative Beobachtungsmethoden beim DWD, hebt die Vorteile der schnellen Verarbeitung großer Datenmengen hervor, warnt jedoch auch vor Risiken: KI-Systeme können physikalische Zusammenhänge nur begrenzt abbilden und könnten bei Extremwetterlagen fehlerhafte Ergebnisse liefern.
Sommer in Europa - ja, wo ist er denn?
Heute gastiert der Sommer auch mal bei uns, ansonsten aber schon im Süden Europas. Im Süden und Osten Spaniens gab es gestern teils um 30 Grad. Auch sonst sieht es am Mittelmeer oft sommerlich bis örtlich hochsommerlich aus. Nordafrika hatte am Montag sogar schon nahe 40 Grad, vor allem Tunesien.
Spannend ist aber auch, was in Nordeuropa passierte: Island hatte in der letzten Woche am Donnerstag 26,6 Grad mit Mai-Temperaturrekord. Auch gestern gab es noch punktuell über 20 Grad und damit seit dem 13. Mai täglich über 20 Grad. Gestern gab es dann im Südosten Norwegens bis zu 29 Grad - wärmer als einige Regionen in Südeuropa. Mit dem anstehenden Umbau der Wetterlage enden diese verrückten Temperaturen aber.
Erst sommerlich, dann wird es deutlich frischer
Hoch Tabea bei Island bestimmt heute in weiten Teilen unseres Landes das Wetter. Den äußersten Süden erfassen dagegen Gewitterwolken eines Tiefs über Südfrankreich. Dieses zieht über Norditalien Richtung Balkan und bringt in Alpennähe in den nächsten Tagen kräftigen Regen. Gleichzeitig verstärkt sich ein Tief über Skandinavien und sorgt ab Donnerstag für nasskaltes Schauerwetter. Über der Mitte des Landes fällt dagegen nur wenig Regen.
Im Laufe des Wochenendes dürfte sich das Wetter umstellen. Über Island bildet sich ein kräftiges Tief und leitet eine Westströmung ein, die in der Folge feuchte Luft vom Atlantik zu uns bringt.
Was bedeutet das im Detail?
In weiten Teilen des Landes bleibt es heute recht sonnig; nachmittags über den Mittelgebirgen auch mal dickere Wolken und vereinzelte Schauer. Im äußersten Süden jedoch mehr Wolken und vor allem nachmittags im Schwarzwald und an den Alpen Regenschauer und Gewitter. Höchstwerte 20 bis 25, an der Nordsee um 17 Grad.
Vom Schwarzwald und den Alpen bis zum Erzgebirge gibt es am Mittwoch wechselhaftes Wetter mit teils gewittrigen Regenschauern; sonst zeitweise sonnig und meist trocken. Temperaturen 17 bis 23 Grad, an der Nordsee mit auffrischendem Wind um 14 Grad. Und auch am Donnerstag bleibt es südlich der Donau bei vielen Wolken und häufigem Regen. Auch im Norden mit kräftigem Wind aufkommende Schauer, vereinzelt auch Graupelgewitter. In den Regionen zwischen Main und Donau ist es indes überwiegend freundlich und meistens trocken. Deutlich kühler mit nur noch 12 bis 20 Grad.
Und wie ist der Trend zum Wochenende?
Im Norden sowie an den Alpen bringt auch der Freitag wechselhaftes Wetter mit häufigen Schauern und einzelnen Gewittern. In den Regionen zwischen Main und Donau freundlicher und kaum Schauer. Die Temperaturen präsentieren sich sehr kühl bei 12 bis 17 Grad, im Bergland um 10 Grad. Am Samstag wird es eine Spur netter und etwas wärmer bei 13 bis 20 Grad. Am Sonntag folgt dann aus Westen voraussichtlich ein dickeres Regenband. Die Höchstwerte zeigen sich unverändert bei 13 bis 20 Grad und nachts spielen zum Teil wieder Frost und Bodenfrost eine Rolle.
Ist das etwa schon die Schafskälte?
Wenn es so wäre, dann käme sie reichlich früh. Die Schafskälte besagt nämlich, dass es im Juni relativ häufig eine kühlere und wechselhafte Phase gibt. Dementsprechend ist auch der Zeitraum dieser meteorologischen Singularität beziehungsweise die Bauernregel relativ breit gesteckt. Statistisch gesehen trifft die Abkühlung mit einer Wahrscheinlichkeit von bis zu 80 Prozent zwischen dem 4. und dem 25. Juni auf. Das entspricht also im Prinzip dem ganzen Juni. Eine relative Häufung ergibt sich allerdings für den Zeitraum um den 10. bis 12.Juni, wenn es gerne mal nachts empfindlich frisch werden kann.
Europawetter bringt teils schwere Gewitter und Unwettergefahr
Die Wetterlage in Teilen unseres Kontinents zeigt sich bezüglich der Unwettersituation weiterhin angespannt, wie unser Meteorologe Carlo Pfaff zusammenfasst: „Heute drohen vor allem in der Schweiz, in Italien und an der Adria teils kräftige Gewitter. Örtlich mit Starkregen, Sturmböen und Hagel.” Selbst einzelne Tornados sind im Umfeld der mitunter heftigen Gewitter nicht auszuschließen!
Wetter- und Wolkenfilm: Sonne fast überall – nur der Osten mau
Freundlich, warm, aber nicht ganz perfekt: Der Frühling zeigt sich vielerorts von seiner angenehmen Seite. Besonders in der Nordhälfte und im Westen bleibt es oft sonnig oder nur leicht bewölkt. Anders sieht es in Sachsen und Thüringen aus – hier hält sich hartnäckig graues Einerlei, immerhin ohne Regen. Auch im äußersten Südwesten zeigt sich der Himmel wolkiger, dort sind vereinzelt Schauer unterwegs. Über der Mitte bilden sich im Tagesverlauf dickere Quellwolken, die die Sonne zwischenzeitlich verdrängen können. Trocken bleibt es dabei meist, doch ganz ausschließen lässt sich ein kurzer Schauer nicht. Über den südlichen Mittelgebirgen – insbesondere im Schwarzwald – kann es am Nachmittag auch krachen: Gewitter sind hier nicht ausgeschlossen.
Die Temperaturen zeigen sich frühlingshaft: Frische 16 Grad im Erzgebirge und auf den Nordseeinseln, sonst meist zwischen 21 und 25 Grad.
Erst Hoch Tabea – dann wird’s ungemütlich!

Tief Lorenz im Osten verabschiedet sich immer mehr und Hoch Tabea setzt sich zwischendurch noch einmal durch. Wir sind immer noch in einer Blockade-Lage mit island-Hoch und tiefem Luftdruck über den Azoren. Die Situation dreht sich aber in den nächsten Tagen. Schon morgen rutscht mal ein kleines Tief in Südwesten Deutschlands und bringt bis Mittwoch auch den Osten mal Schauer und Gewitter. Hoch Tabea wird immer weiter geschwächt und dann passiert es: Sowohl vom Nordatlantik her als auch von Skandinavien sinkt der Luftdruck deutlich. Am Donnerstag zeigt die Wetterkarte wieder ein Azorenhoch und ein Islandtief - allerdings auch ein fieses, polarluft-kaltes, stürmisches Skandinavientief. Es wird also wechselhafter, aber regional auch richtig schon eklig.
Zum Thema Sommer: Wie heiß wird’s diesmal? Ein Blick zurück auf die Glut-Sommer