Der Wetter-Tag bei wetter.de
Tragischer Sommerstart: Mindestens sieben Tote durch extreme Hitze in Frankreich und Spanien

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages
Heftige Unwetter haben am Mittwochabend Niedersachsen erreicht und für chaotische Szenen gesorgt. Besonders betroffen war der Landkreis Oldenburg sowie die Stadt Oldenburg selbst. Auf einer Landstraße bei Hatten knickte eine Sturmböe einen Baum um, der quer über die Fahrbahn fiel. Die Feuerwehr rückte mit Kettensägen an und machte die Strecke wieder befahrbar.
Auch in der Stadt Oldenburg wurde die Cloppenburger Straße von einem umgestürzten Baum blockiert. Im Stadtteil Alexanderfeld fegte der Sturm durch ein Wohngebiet und riss dort mehrere Bäume um. Zwei parkende Autos wurden unter den schweren Ästen begraben.
An anderer Stelle musste eine abgebrochene Baumkrone per Drehleiter entfernt werden, während Anwohner mit überfluteten Kellern kämpften. Trotz der Schäden herrschte bei vielen Erleichterung: Endlich Abkühlung nach einem brütend heißen Tag.
Inferno in Thüringen – Katastrophenfall in Gösselsdorf ausgerufen
Der Sommer brennt – und in Thüringen brennt’s gleich mit. Bei Gösselsdorf (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt) steht seit Mittwoch ein riesiges Waldstück in Flammen. Etwa 270 Hektar sind betroffen – das entspricht rund 378 Fußballfeldern. Durch auffrischenden Wind breitet sich das Feuer rasant aus, mehrere einzelne Brandherde sind aktiv.
Am frühen Abend zog der Landkreis die Reißleine und rief den Katastrophenfall aus. Etwa 150 Feuerwehrleute sind vor Ort im Dauereinsatz, unterstützt von Kräften aus Brandenburg. Dort wurden bei einem ähnlichen Einsatz in der Gohrischheide zwei Feuerwehrleute schwer verletzt – sie erlitten Verbrennungen. Die Lage bleibt angespannt. Auch für die kommenden Stunden werden weitere Glutnester und aufflammende Flächen erwartet.
Hitze-Schaden auf der A5: Fahrbahndecke hebt sich – Sperrung bei Zwingenberg
Die Sommerhitze zeigt wieder mal, was sie draufhat – diesmal auf der A5 in Südhessen. Zwischen Zwingenberg und Bensheim hat sich am Nachmittag die Fahrbahn um satte 20 Zentimeter angehoben. Laut Polizei vermutlich ein klassischer Hitzeschaden: sogenannte „Blow-ups“, bei denen sich Betonplatten bei starker Hitze plötzlich heben oder gar aufbrechen. Ein Auto wurde beim Überfahren der Stelle beschädigt.
Besonders tückisch: Der betroffene Abschnitt liegt an einer Dehnungsfuge einer Brücke – da reicht schon ein bisschen zu viel Sonne, und es knallt. Die Folge: Vollsperrung in Richtung Süden. Wer also Richtung Heidelberg unterwegs ist, sollte spätestens ab dem Darmstädter Kreuz auf die A67 ausweichen. Die Polizei informierte per Rundfunkwarnmeldung, damit niemand in die Betonfalle tappt. Laut ADAC passiert so etwas gerne bei Temperaturen über 30 Grad – besonders auf älteren Betonpisten. Also: Augen auf und lieber cool bleiben – nicht nur im Auto.
Gewitter-Monster im Anmarsch: Shelfcloud zieht über die A27
Gegen 19:30 Uhr schob sich bei Hagen im Landkreis Cuxhaven eine massive Shelfcloud über die A27 – und verwandelte den frühen Abend kurzerhand in düstere Nacht. Die markante Wolkenfront kündigte die nahende Gewitterlinie eindrucksvoll an und zog in Richtung Nordseeküste weiter.Wenige Minuten später setzte heftiger Starkregen ein. Sichtweite? Mangelware. Für viele Autofahrer auf der A27 wurde die Fahrt zur Nervenprobe. Der plötzliche Wetterumschwung sorgte nicht nur für dunkle Bilder, sondern auch für rutschige Straßen und angespannte Fahrbedingungen.
Solche Shelfclouds entstehen häufig im Vorfeld kräftiger Gewitterzellen – und sind nicht nur spektakulär anzusehen, sondern auch ein klarer Hinweis: Es wird ungemütlich. Die Wetterlage bleibt in den kommenden Stunden weiter spannend, vor allem im Norden ist mit weiteren Gewittern zu rechnen.
Sturmbrett vor Aachen: Bäume krachen auf A44 – Dächer fliegen, Straßen unter Wasser
Ein bedrohlicher Himmel, dann ein Donnerschlag – und plötzlich herrscht Chaos. Über Aachen und Umgebung ist am Mittwochabend eine massive Unwetterfront hereingebrochen. Besonders heftig traf es die Region um die A44: Orkanböen ließen Bäume wie Streichhölzer umknicken. Einige krachten direkt auf die Fahrbahn – Totalsperrung, Verkehrschaos, Wasser auf der Fahrbahn.
Ein sogenannter Downburst – eine plötzliche, fallende Luftmasse mit gewaltigem Druck – wurde sogar auf Video festgehalten. In den Vororten flogen Dachziegel durch die Luft, ganze Dächer wurden teilweise abgedeckt. Feuerwehren waren im Dauereinsatz, Keller liefen voll, Wohnhäuser wurden beschädigt. Der Starkregen war so heftig, dass Autofahrer kaum noch Sicht hatten.
Während der Sturm tobte, stürzte die Temperatur in kürzester Zeit auf nur noch 19 Grad – ein krasser Wettersturz nach der Tageshitze. Die Aufräumarbeiten werden noch andauern – und der Abend bleibt ungemütlich.
Krasse Hitzespitzen über 39 Grad

Es war der bislang heißeste Tag des Jahres – zumindest gefühlt und auch fast amtlich. Rheinland-Pfalz führte heute die Hitliste der Temperaturen an: In Koblenz wurden inoffiziell 40,4 Grad gemessen – allerdings nicht an einer offiziellen Wetterstation. des DWD Auch Brauneberg-Juffer, ein Weinberg mit Hang zur Hitze, meldete über 40 Grad, ebenfalls eine nicht offizielle DWD-Station.
Die offiziellen Zahlen liegen etwas darunter, sind aber dennoch beeindruckend: Andernach meldete 39,3 Grad, Mannheim 39,2 Grad, ebenso wie Demker in Sachsen-Anhalt. Quer durchs Land knackten zahlreiche Orte die 38-Grad-Marke – Schwitzen war heute also bundesweit angesagt.
Der historische Rekord von 41,2 Grad aus dem Sommer 2019 bleibt bestehen. Doch das dürfte heute niemandem aufgefallen sein. Jetzt bleibt die Hoffnung auf Gewitter und einen kühleren Luftzug – oder wenigstens ein funktionierendes Eisfach.
Unwetter wüten über dem Westen – Straßen blockiert, Keller vollgelaufen
Nach der Hitzewelle der vergangenen Tage haben Unwetter in Teilen von Nordrhein-Westfalen Keller volllaufen und Bäume umstürzen lassen. Im Kreis Borken im westlichen Münsterland waren Feuerwehr und Polizei im Dauereinsatz, nachdem eine Gewitterfront durchgezogen war. Umgestürzte Bäume blockierten Straßen, Autos waren durch abgebrochene Äste beschädigt worden. Vor allem in Bocholt gebe es sehr viele Einsätze, sagte ein Polizeisprecher. «Da kommen wir kaum hinterher.»
Die Feuerwehr in Bergheim westlich von Köln berichtete, dass mehrere große Äste auf geparkte Fahrzeuge gefallen seien. Verletzte habe es aber keine gegeben. In Mönchengladbach liefen nach starken Regenfällen Keller voll. «Auch wenn die Lage aktuell stabil ist, beobachtet die Feuerwehr Mönchengladbach die Wetterentwicklung weiterhin aufmerksam», teilten die Einsatzkräfte mit. Die stärksten Gewitter mit zahlreichen Blitzen und starkem Niederschlag gab es zunächst am Niederrhein und im westlichen Münsterland.
Ausnahmezustand nach Unwetter: Bäume krachen auf Autos, Wasserfluten in den Straßen
Ein heftiger Wetterumschwung hat am Mittwochnachmittag gleich zwei Regionen in Deutschland hart getroffen. In Krefeld fegte ein schweres Gewitter über die Stadt und brachte Chaos mit sich: Mehrere dicke Bäume stürzten um, zerquetschten parkende Autos und blockierten ganze Straßenzüge. Besonders heftig traf es den Norden der Stadt mit Sturm, während im Süden Starkregen niederprasselte. Der Straßenbahnverkehr kam stellenweise komplett zum Erliegen – Äste blockierten die Oberleitungen. Die Feuerwehr rief den Ausnahmezustand aus und rückte mit sämtlichen verfügbaren Kräften aus.
Zeitgleich tobte in Zell am Harmersbach im Ortenaukreis eine hartnäckige Gewitterzelle. Dort sorgten Starkregen und Hagel für überschwemmte Straßen, Gullydeckel wurden herausgedrückt, Wasser und Eis rauschten durch die Altstadtgassen. Die Unwetterzelle bewegte sich kaum, wodurch sich die Regenmassen an einer Stelle entluden – ein klassisches Szenario bei Wetterlagen mit extremer Hitze.
Waldbrand in Sachsen breitet sich aus – Augenzeugen berichten von Detonationen
Der Waldbrand in der sächsischen Gohrischheide (Landkreis Meißen) breitet sich weiter aus. Einem MDR-Bericht zufolge hat das Feuer inzwischen Brandenburg erreicht. Der Brand war Dienstagnachmittag auf dem Gelände eines früheren Truppenübungsplatzes ausgebrochen. Wegen alter Munition im Boden ist der Einsatz für die Feuerwehr gefährlich. Es seien immer wieder Detonationen zu hören, berichten Augenzeugen.
Hagel-Schock in Zell: Straßen unter Wasser, Feuerwehren im Dauereinsatz
Zell am Harmersbach im Ortenaukreis wurde von einer extrem langsam ziehenden Gewitterzelle getroffen. Gegen 16 Uhr entluden sich Starkregen, Hagel und Blitzschläge direkt über dem Ort – und blieben dort auch erst einmal.
Innerhalb kürzester Zeit rauschten Wassermassen durch die Straßen, gemischt mit Hagelkörnern, die den Asphalt weiß färbten. Ganze Straßenzüge standen unter Wasser, Keller liefen voll. Die Feuerwehr rückte zu zahlreichen Einsätzen aus, pumpte Wasser ab und sicherte überflutete Bereiche.
Der Grund für die Intensität: Das Gewitter bewegte sich kaum vom Fleck – klassische „stationäre Zelle“. In Verbindung mit der vorangegangenen Hitze des Tages konnte sich die Wetterlage besonders heftig entladen. Bislang wurden keine Verletzten gemeldet. Die Aufräumarbeiten dürften allerdings noch bis in die Abendstunden andauern. Eine Entwarnung gibt es vorerst nicht – neue Gewitterzellen könnten nachrücken.
Heftiger Knall nach Hitze-Koller – Unwetter wüten über Krefeld und Düren
In Krefeld kam es zeitgleich zu einem heftigen Unwettereinbruch: Das Technische Hilfswerk meldete über hundert Einsätze wegen Starkregen und Sturmböen. Offizielle Einsatzberichte und Medienberichte berichten unter anderem von vollgelaufenen Kellern, überfluteten Straßen und umgestürzten Bäumen – zahlreiche Notrufe gingen ein. Westlich von Düren kamen rund 100Liter pro Quadratmeter schon runter. Die Gewitterfront in Deutschland hat also schon losgelegt.

Waldbrand bei Thale noch nicht komplett gelöscht
Der Boden glüht noch – im wahrsten Sinne des Wortes. Auch am Tag nach dem Ausbruch des Waldbrandes im Bodetal bei Thale ist der Einsatz für die Feuerwehr noch nicht vorbei. Rund 40 Kräfte sind am Mittwoch im Einsatz, um die hartnäckigen Glutnester zu bekämpfen. Mit Harken, Schläuchen und einer Menge Geduld wird der Waldboden aufgelockert und durchdringend gewässert – denn die Glut sitzt bis zu 30 Zentimeter tief.
Die betroffene Fläche liegt südöstlich des Tannenkopfes, ist etwa 2.000 Quadratmeter groß – und schwer erreichbar. Zwar war das Feuer am Dienstagabend größtenteils unter Kontrolle gebracht worden, doch in der Nacht meldeten sich einzelne Glutherde zurück. Die Feuerwehr bleibt vorsichtig optimistisch: Wenn das Wetter mitspielt und keine neuen Aufflackern auftreten, könnte der Einsatz bis zum Abend abgeschlossen sein. Klar ist aber: Der trockene Waldboden bleibt ein Risiko – und jeder Funke einer zu viel.
Heiße Landung – Flughafen Hannover kühlt Asphalt mit Wasserflotte
Hitzealarm am Flughafen Hannover: Am Mittwochmittag zeigte das Thermometer auf dem Rollfeld satte 50 Grad Celsius – und das nicht in der Sonne, sondern direkt auf dem Asphalt. Kein Wunder also, dass den Verantwortlichen die Sicherung der Landebahn heiß unter den Nägeln brannte. Um sogenannte „Blowups“ – also gefährliche Aufwölbungen durch die Hitze – zu vermeiden, rollten in der betriebsfreien Zeit Wassertankwagen über die Start- und Landebahn. Ihr Auftrag: kühlen, was das Zeug hält. Der heiße Asphalt wurde dabei regelrecht geduscht, um die Temperatur unter Kontrolle zu bekommen.
Ein Flughafenmitarbeiter sprach von einer „reinen Vorsichtsmaßnahme, aber einer sehr wichtigen“. Denn: Wenn sich der Asphalt durch die extreme Hitze zu sehr ausdehnt, kann das zu massiven Schäden führen – und schlimmstenfalls den Flugverkehr lahmlegen.
Ein seltenes Bild also: statt Flugzeugen dominierten heute erst einmal Tanklaster das Rollfeld. Und auch wenn es dabei nicht abgehoben zuging – zur Abkühlung war jeder Tropfen willkommen.
Hitze bremst Züge aus: Weichen lahm, Technik überfordert

Wer dieser Tage in NRW mit dem Zug unterwegs ist, braucht vor allem eins: starke Nerven. Die Hitzewelle bringt nicht nur Fahrgäste ins Schwitzen, sondern auch die Technik. Züge laufen heiß, Klimaanlagen streiken – und die Weichen geben den Geist auf. Kein Wunder bei Temperaturen bis an die 40-Grad-Marke.
Schon seit Dienstag melden Bahnunternehmen wie DB Regio, National Express und die Rhein-Ruhr-Bahn teils massive Einschränkungen. Allein im Münsterland mussten gleich mehrere Linien durch Busse ersetzt werden – sofern überhaupt Ersatz möglich war. Heute Vormittag lief es zunächst wieder etwas runder, doch für den Abend kündigen sich neue Probleme an: Mit Blick auf drohende Unwetter stehen Reparaturtrupps bereits in den Startlöchern. Besonders heikel sind die Weichen: Sie reagieren empfindlich auf Hitze, Antriebe versagen, Teile müssen ausgetauscht werden. Und auch die Züge selbst sind am Limit. Wenn Klimaanlagen versagen, müssen ganze Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen werden – zum Schutz von Fahrgästen und Personal.
Koblenz glüht – und der Hitzegipfel kommt erst noch!

Koblenz ist mit 39,6 Grad der heutige Glutofen Deutschlands – und das, obwohl der heißeste Tag erst noch bevorsteht. Auch St. Augustin (38,7 Grad) und Köln-Porz-Wahn (38,7Grad) stehen kurz vor dem Hitzerekord. Die 40-Grad-Marke? Zum Greifen nah!
Insgesamt dominieren Rheinland-Pfalz und NRW die aktuelle Hitliste. Aber auch Orte wie Mannheim, Duisburg oder Bensheim zeigen: Die Gluthitze kennt keine Landesgrenzen. Asphaltplatten flimmern und die Freibäder platzen aus allen Nähten.
Die große Hitzespitze steht uns erst bevor. Also: Jetzt schon kühlen, was das Zeug hält.
Hier kommen die fünf Spitzenreiter um 14 Uhr:
- - Koblenz: 39,2 Grad
- - Köln-Porz-Wahn: 38,7 Grad
- - Mannheim Flugplatz: 38,5 Grad
- - Düsseldorf Uni: 38,5 Grad
- - Neuss: 38,4 Grad
Ein Blick auf das Regenradar
Erdbeben nahe Bursa erschüttert Istanbul – Keine Schäden gemeldet
Ein Erdbeben der Stärke 4,4 hat am Mittwoch die türkische Stadt Bursa und weite Teile der Metropole Istanbul erschüttert. Nach Angaben der Erdbebenwarte Kandilli war das Beben in mehreren Stadtteilen auf beiden Seiten des Bosporus deutlich zu spüren. Über Schäden oder Verletzte wurde zunächst nichts bekannt.
Das Epizentrum lag in der Nähe der Stadt Gemlik, etwa 80 Kilometer südlich von Istanbul. Die Region gehört zur seismisch aktiven Marmara-Zone, in der Experten seit Jahren vor einem schweren Beben warnen. Besonders die direkt vor Istanbul verlaufende Verwerfung gilt als potenzieller Auslöser für ein überfälliges Erdbeben mit einer Stärke von etwa 7.
Bereits am Dienstag hatte es zwei spürbare Beben in der Region um Gemlik gegeben. Im April war Istanbul zuletzt von einem Erdbeben der Stärke 6,2 betroffen gewesen.
Die erste große Hitzewelle des Sommers fordert in Südeuropa bereits Menschenleben: Mindestens sieben Todesfälle wurden in Spanien und Frankreich gemeldet. Darunter ein tragischer Fall in Katalonien, wo ein zweijähriges Kind im heißen Auto starb – nun ermittelt die Justiz. Auch zwei Menschen, die in einem brennenden Waldgebiet eingeschlossen wurden, kamen ums Leben.
Frankreich meldet ebenfalls zwei Hitzetote und über 300 hitzebedingte Notfalleinsätze. Schulen schlossen landesweit, teils wurde sogar im Freien unterrichtet. Die politische Diskussion über Hitzeschutz in öffentlichen Gebäuden läuft heiß – Klimaanlagen oder Klimaschutz, lautet der neue Streitpunkt. In Spanien wurden bis zu 46 Grad gemessen – ein Juni-Rekord. Der heißeste Juni seit Beginn der Aufzeichnungen hat nicht nur Todesopfer gefordert, sondern auch zu heftigen Unwettern in den Alpen geführt, die wichtige Bahnverbindungen lahmlegten. Auch Belgien und die Niederlande ächzen unter der Hitze – mit tropischen Nächten und geschlossenen Sehenswürdigkeiten. Die Weltwetterorganisation warnt: Solche Wetterextreme werden durch den Klimawandel zur neuen Normalität.
Hitze legt Regionalverkehr in NRW teilweise lahm – Zugausfälle und Ersatzbusse

Bahnreisende in Nordrhein-Westfalen müssen weiterhin mit Einschränkungen im Regionalverkehr rechnen. Mehrere Eisenbahnunternehmen haben wegen der anhaltenden Hitze Zugausfälle und Verspätungen auf mehr als 30 Linien gemeldet. Die Warnung auf dem Portal Zuginfo.nrw gilt vorerst bis Donnerstagmorgen.
Bereits am Dienstag wurden im Münsterland vier Linien von DB Regio durch Busse ersetzt. Auch auf der Strecke zwischen Wanne-Eickel und Dorsten fiel der Zugverkehr aus. Weitere betroffene Linien betreiben unter anderem National Express und die Eurobahn.
Am Mittwochvormittag lief der Bahnverkehr in NRW zunächst weitgehend störungsfrei. Ein Bahnsprecher warnte jedoch, dass im Tagesverlauf erneut Probleme auftreten könnten – insbesondere wegen erwarteter Unwetter am Abend. Bereits jetzt stehen Reparaturtrupps bereit.
Zu den Problemen zählen unter anderem überhitzte Zugtechnik und ausgefallene Klimaanlagen. Am Dienstag kam es außerdem zu Verspätungen durch einen Böschungsbrand bei Köln und vereinzelte Weichenstörungen. Hitze kann dazu führen, dass Weichenantriebe versagen und ausgetauscht werden müssen. Auch National Express berichtete von hitzebedingten Weichenproblemen.
Unwetterwarnung und Hitze: Bochum verlegt Testspiel – Schalke zieht Training vor
Wegen einer schweren Unwetterwarnung hat Zweitligist VfL Bochum sein für Mittwoch geplantes Testspiel gegen den TuS Harpen um einen Tag verschoben. Die Partie soll nun am Donnerstag um 18.30 Uhr stattfinden, wie der Verein mitteilte.
Bereits am Dienstag hatte Bochum das Training wegen der hohen Temperaturen ausfallen lassen. Für Mittwoch war daher eine längere Einheit mit früherem Beginn angesetzt worden. Auch der FC Schalke 04 reagierte auf die Hitze und zog sein Mittwochstraining um über eine Stunde vor – von 10.45 Uhr auf 9.30 Uhr.
Verbreitet 35 Grad und mehr bereits zur Mittagszeit

Die Temperaturen steigen und steigen und ein Ende ist aktuell noch nicht in Sicht. Verbreitet liegen die Temperaturen um 12 Uhr bereits bei mir als 35 Grad. Der Spitzenwert wurde in Rudolstadt gemessen mit 36,2 Grad. Die weiteren Platzierungen unserer Top-5 verteilen sich ansonsten über ganz Deutschland.
- Rudolstadt (Thüringen) 36.2 Grad
- Hatzenport (Mosel) (Rheinland-Pfalz) 36 Grad
- Haldensleben (Sachsen-Anhalt) 35.9 Grad
- Lippstadt-Bökenförde (NRW) 35.7 Grad
- Neuss (NRW) 35.6 Grad
Waldbrand in Südbrandenburg: Evakuierung aufgehoben – Gefahr bleibt vielerorts hoch
Nach einem Waldbrand bei Kleinbahren im Landkreis Elbe-Elster konnten die rund 50 evakuierten Bewohner am Dienstagabend in ihre Häuser zurückkehren. Das Feuer nordöstlich des Ortes hatte sich zunächst bedrohlich genähert, konnte jedoch gestoppt werden. Etwa 22 Hektar Waldfläche brannten, im Einsatz waren 272 Feuerwehrkräfte und 27 Polizisten. Drei Feuerwehrleute wurden verletzt. Die Großschadenslage wurde inzwischen aufgehoben.
Auch im Harz bleibt die Lage angespannt. Der Waldbrand im Bodetal bei Thale ist nach Angaben der Leitstelle noch nicht vollständig gelöscht. Zwar konnte ein Großteil der rund 2.000 Quadratmeter großen Fläche seit Dienstagabend eingedämmt werden, doch rund 600 Quadratmeter brennen weiterhin. Wegen der unzugänglichen Lage südöstlich des Tannenkopfes gestalten sich die Nachlöscharbeiten schwierig. Seit dem frühen Mittwochmorgen sind erneut Einsatzkräfte, eine Drohne und ein Löschflugzeug vor Ort.
Laut Deutschem Wetterdienst gilt in weiten Teilen Deutschlands weiterhin eine hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr. Die aktuelle Karte zeigt am Mittwoch großflächig die höchste Warnstufe 5, insbesondere in Ost- und Süddeutschland. Auch in Sachsen-Anhalt herrscht in vielen Regionen die zweithöchste Stufe vier, im Landkreis Wittenberg sogar Stufe fünf. Im Harz wird deshalb auf manchen Strecken der Harzer Schmalspurbahn vorsorglich mit Diesel- statt Dampfzügen gefahren.
„Bomben-Zyklon“ trifft Australiens Ostküste – Chaos in Sydney, Zehntausende ohne Strom

Ein sogenannter „Bomben-Zyklon“ hat an Australiens Ostküste schwere Schäden angerichtet. Besonders betroffen war der Großraum Sydney: Dort fielen laut Flughafenangaben mindestens 140 Flüge aus – bereits am Vortag hatten Wind und Regen mehr als 140 Flugverbindungen lahmgelegt. Auch der Fähr- und Nahverkehr im Bundesstaat New South Wales war massiv gestört.
Ein „Bomben-Zyklon“ entsteht durch einen extrem schnellen Luftdruckabfall in einem Tiefdruckgebiet und bringt oft heftige Sturmböen und Starkregen mit sich. In einigen Küstenregionen wurden meterhohe Wellen gemeldet. Zehntausende Haushalte waren zeitweise ohne Strom, Behörden riefen die Bevölkerung auf, wenn möglich von zu Hause aus zu arbeiten.
Auch Naturschutzeinrichtungen wurden stark getroffen: Die Organisation Aussie Ark meldete schwere Schäden an ihrem Schutzgebiet in Barrington Tops. Sturm, Schneefall und Regen haben Teile des Geländes zerstört. Erst im Mai war die Region von schweren Überschwemmungen betroffen gewesen.
Schweiz: AKW Beznau wegen Hitze teilweise abgeschaltet
Wegen der anhaltenden Sommerhitze hat das Schweizer Kernkraftwerk Beznau einen seiner beiden Reaktoren vorübergehend abgeschaltet. Der zweite Reaktor läuft nur noch mit halber Leistung, wie der Betreiber Axpo mitteilte. Grund ist die Erwärmung des Flusses Aare, aus dem das Kraftwerk Kühlwasser entnimmt.
Die Maßnahmen dienen laut Axpo dem Schutz des Ökosystems. Das erhitzte Kühlwasser dürfe das bereits warme Flusswasser nicht zusätzlich aufheizen, um Flora und Fauna nicht zu gefährden. Die Umweltvorgaben in der Schweiz sind streng – insbesondere bei Hitzewellen.
Die beiden Reaktoren in Beznau, unweit der deutschen Grenze, sind seit 1969 beziehungsweise 1971 in Betrieb und zählen zu den ältesten aktiven Kernkraftwerken weltweit. Trotz beschlossenen Atomausstiegs dürfen sie weiterlaufen, solange ihre Sicherheit gewährleistet ist. Die Abschaltung ist derzeit für 2032 und 2033 geplant.
Zwei Tote bei Hitzewelle in Frankreich – Temperaturen bis 41 Grad

Die aktuelle Hitzewelle in Frankreich hat bereits zwei Menschenleben gefordert. Wie Umweltministerin Agnès Pannier-Runacher mitteilte, starben beide Personen infolge hitzebedingter Beschwerden. Mehr als 300 weitere Menschen mussten notärztlich behandelt werden. Details zu den Todesfällen wurden bislang nicht genannt.
Am Dienstag wurden in vielen Teilen des Landes Temperaturen über 40 Grad gemessen – in Paris erreichte das Thermometer 38 Grad, im Süden und in Zentralfrankreich sogar über 41 Grad. Für 16 Departements, darunter auch die Hauptstadtregion, galt zwischenzeitlich die höchste Warnstufe Rot. In einigen Regionen wurden laut Medienberichten Temperaturrekorde für einen Juli gebrochen.
Am Mittwoch wurde die höchste Warnstufe auf vier Gebiete reduziert. Dennoch bleiben vielerorts Schulen vorsorglich geschlossen. Auch heute werden Spitzenwerte bis 39 Grad erwartet.
Unwettergefahr durch Tief Dieter: Gewitter zur ungünstigsten Zeit

Deutschland steht am Mittwoch vor einer gefährlichen Wetterlage: Das Hoch Bettina zieht ab, von Westen nähert sich das Gewittertief Dieter. Bereits ab dem Nachmittag drohen im Westen – besonders im Ruhrgebiet, Niederrhein, Münster- und Emsland – erste schwere Gewitter. In der Nacht verlagert sich das Unwetterband nordostwärts bis zur Ostseeküste. Auch im übrigen Bundesgebiet sind lokal kräftige Gewitter möglich.
Besonders brisant ist das Timing: Die Gewitter treffen in der heißesten Tagesphase auf eine zunehmend schwüle Luftmasse – eine explosive Mischung. Es drohen schwere Sturm- bis Orkanböen zwischen 90 und 140 km/h, Starkregen mit bis zu 50 Litern pro Quadratmeter, Überflutungen sowie Hagel mit mittleren bis großen Korngrößen. Selbst Superzellen sind laut Meteorologen nicht auszuschließen. Am Donnerstag verlagert sich die Unwettergefahr weiter in den Südosten Deutschlands.
Extreme Hitze in weiten Teilen Deutschlands
Deutschland erlebt am Mittwoch erneut einen Tag mit verbreiteter Hitze. In vielen Regionen klettern die Temperaturen auf 35 bis 39 Grad. Lokal könnte sogar die 40-Grad-Marke überschritten werden. Besonders heiß wird es voraussichtlich im Westen und Südwesten – vom Ruhrgebiet über das Rheinland bis zum Oberrhein – sowie in Teilen Thüringens und Brandenburgs.
Etwas gemäßigter bleibt es nur ganz im Südosten und Nordwesten mit 30 bis 34 Grad, an der Küste sind 22 bis 29 Grad zu erwarten. Am kühlsten dürfte es auf den Nordseeinseln werden, mit 21 bis 24 Grad.
Die Hitze erfasst erneut große Teile des Landes – ähnlich wie bereits am gestrigen Dienstag, 1. Juli. Der DWD gab für weite Teile des Bundeslandes eine amtliche Warnung vor extremer Hitze heraus. Umso wichtiger sind einige
Hitzetipps, die uns gut durch den Tag bringen:
- Möglichst im Schatten oder in kühlen Innenräumen aufhalten
- Viel trinken – am besten Wasser oder ungesüßten Tee
- Körperliche Anstrengung auf die Morgen- oder Abendstunden verlegen
- Leichte, helle Kleidung tragen und eine Kopfbedeckung nutzen
- Kleinkinder, ältere Menschen und Haustiere besonders schützen
- Niemals Kleinkinder oder Tiere im geparkten Auto zurücklassen

EU will 90-Prozent-Klimaziel bis 2040 – Diskussion um Zertifikate und Flexibilität
Die EU-Kommission schlägt erstmals ein verbindliches Klimazwischenziel für das Jahr 2040 vor: Demnach sollen die Treibhausgasemissionen bis dahin um mindestens 90 Prozent gegenüber 1990 sinken. Bereits 2024 war diese Marke als Empfehlung genannt worden, nun soll sie gesetzlich verankert werden. Kritik kommt aus Teilen des EU-Parlaments und von einigen Mitgliedsstaaten, denen das Ziel als zu ambitioniert gilt.
Laut Kommission soll mehr Flexibilität durch anrechenbare Klimazertifikate aus Nicht-EU-Ländern entstehen. Sie dürften aber laut deutschem Koalitionsvertrag maximal drei Prozentpunkte des Ziels ausmachen. Der Vorschlag ist Teil eines schrittweisen Pfades hin zur angestrebten Klimaneutralität bis 2050.
Der Hintergrund: Die Klimaziele bis 2030 (–55 Prozent) und 2050 sind bereits festgelegt, ein Ziel für 2040 fehlte bisher. Laut EU-Klimagesetz ist es jedoch Pflicht. Die Frist zur Einreichung entsprechender Pläne bei den UN läuft im September aus – rechtzeitig zur Weltklimakonferenz in Brasilien im November.
Europa zählt laut WHO zu den vom Klimawandel am stärksten betroffenen Regionen weltweit. Die Erwärmung schreitet schneller voran als in anderen Teilen der Welt, ein Drittel der globalen Hitzetoten entfällt auf Europa. Auch Überschwemmungsrisiken und Extremwetter nehmen zu.
Kleinkind stirbt in Spanien nach Stunden im heißen Auto

Spanien erlebt derzeit eine extreme Hitzewelle mit dramatischen Folgen: In der Region Katalonien kamen am Dienstag gleich drei Menschen ums Leben. Bei Löscharbeiten nahe der Stadt Coscó entdeckte die Feuerwehr zwei Leichen – vermutlich Opfer eines der zahlreichen Waldbrände, die durch Trockenheit, Hitze und starken Wind begünstigt wurden. Die genaue Brandursache ist noch unklar.
Ebenfalls in Katalonien, in der Stadt Valls, starb ein zweijähriger Junge, nachdem er stundenlang von seinen Eltern im Auto vergessen worden war. Zur Mittagszeit wurden dort im Schatten 32 Grad gemessen. „Auch ein Erwachsener wäre gestorben“, erklärte ein Polizeisprecher. Ermittlungen gegen den Vater wurden eingeleitet.
Die Hitze in Spanien ist extrem: Vielerorts wurden über 40 Grad gemessen. Am Montag wurde mit 46 Grad in Huelva ein neuer landesweiter Juni-Rekord verzeichnet.
Bis zu 40 Grad – dann drohen schwere Unwetter in Teilen Deutschlands
Der Mittwoch bringt zunächst extreme Hitze: Schon am späten Vormittag werden in vielen Regionen mehr als 30 Grad gemessen, im Tagesverlauf sind Höchstwerte zwischen 30 und 39 Grad möglich. Örtlich kann sogar die 40-Grad-Marke überschritten werden.
Doch die Hitze kippt: Ab Mittag entwickeln sich im Süden – vor allem im Schwarzwald, der Schwäbischen Alb und am Alpenrand – teils kräftige Gewitter mit Starkregen bis 25 Liter pro Quadratmeter, Hagel und Sturmböen bis 85 km/h. Vereinzelt sind auch schwere Sturmböen mit bis zu 100 km/h möglich.
Am späten Nachmittag erreichen dann auch Nordwestdeutschland teils schwere Gewitter aus den Benelux-Ländern. Hier drohen neben Starkregen und Hagel (2 bis 4 cm) auch orkanartige Böen oder Orkanböen mit Geschwindigkeiten bis zu 130 km/h. Zum Abend hin lassen die Unwetter allmählich nach.
Neuer ESA-Satellit soll Europa besser vor Unwettern schützen

Mit dem neuen Satelliten „Meteosat Third Generation Sounder-1“ (MTG-S1) will Europa künftig Gewitter, Wirbelstürme und Sturzfluten früher erkennen und präziser vorhersagen. Der Wettersatellit hob am Dienstagabend mit einer Falcon-9-Rakete von SpaceX vom Kennedy Space Center in Florida ab, wie die Europäische Raumfahrtagentur ESA mitteilte.
Der Infrarot-Sounder soll aus 36.000 Kilometern Höhe Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Spurengase messen – jede halbe Stunde mit 1.700 Kanälen. „Damit können wir den Himmel in Schichten schneiden“, erklärte ESA-Projektleiter Tobias Guggenmoser. Das neue Instrument ist eine Premiere: Europa hatte bisher keine geostationären Sounder-Satelliten.
MTG-S1 ist Teil eines neuen Systems zur Unwetterfrüherkennung. Schon bevor sich Gewitterwolken bilden, sollen erste Anzeichen erfasst und Warnungen deutlich verbessert werden. Ziel ist es, Schäden zu verringern und Leben zu retten. Zusätzlich flog der Sentinel-4-Satellit zur Messung der Luftqualität mit ins All.
Waldbrände in der Türkei weitgehend unter Kontrolle – Tausende evakuiert

Die schweren Waldbrände in der West- und Südtürkei sind nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums größtenteils eingedämmt. In der Provinz Izmir konnten die Feuer nach tagelangem Einsatz „teilweise unter Kontrolle“ gebracht werden. Auch in Hatay und Antakya sei die Lage stabil, teilte Minister Ibrahim Yumakli am Dienstagabend mit.
Trotz der Fortschritte bleibt die Gefahr bestehen: Wegen extremer Hitze und starkem Wind bleibt die Alarmbereitschaft landesweit bis mindestens 15. Oktober bestehen. Insgesamt wurden seit Freitag 342 Brände registriert. Allein in Izmir mussten rund 42.000 Menschen ihre Häuser verlassen, in Hatay mehr als 5000. Hunderte Gebäude wurden zerstört. Die Türkei ist zwar nicht direkt von der aktuellen Südeuropa-Hitzewelle betroffen, leidet aber unter ausgeprägter Trockenheit infolge des Klimawandels.
Heißester Tag des Sommers! Und dann kommt der Knall von oben
Von Beginn an scheint die Sonne, nur von der Pfalz bis Oberfranken halten sich ein paar mittelhohe Wolken. Vielerorts gibt es bereits am späten Vormittag über 30 Grad. In der Osthälfte besteht hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr. Am Nachmittag bilden sich am Alpenrand Quellwolken sowie lokale Schauer und Gewitter. Gegen Abend besteht im Nordwesten und Norden große Unwettergefahr durch heftige Gewitter, Platzregen und Sturm- bis Orkanböen, örtlich auch Hagelschauer. Die Höchstwerte liegen zwischen 30 und 39 Grad, örtlich kann sogar die 40 Grad-Marke geknackt werden.
Hier kann es ordentlich scheppern

Wetterlage: Bettina macht Platz: Hitze bleibt – aber nicht mehr lange

Heute Mittwoch erwarten wir den bisher heißesten Tag des Jahres mit Temperaturen bis zu 40 Grad. Grund dafür ist weiterhin die heiße Luft aus Südwesteuropa, die sich derzeit noch unter Hochdruckeinfluss befindet. Im Vorfeld einer Frontalzone nähert sich am Mittwoch aus dem Nordwesten eine Tiefdruckrinne, wobei örtlich die Unwettergefahr deutlich ansteigt. Ab Donnerstag gelangen dann mit einer Kaltfront kühlere Luftmassen von Nordwesten her ins Land.
Italien im Wetterextrem: Hitzewarnungen im Süden, Unwetter im Norden
Italien erlebt derzeit einen Wetterausnahmezustand: Während im Norden schwere Gewitter und Starkregen für Überschwemmungen und Erdrutsche sorgen, ächzt der Süden unter einer Hitzewelle. Das Gesundheitsministerium rief für Städte wie Rom, Mailand, Bologna und Florenz die höchste Hitzewarnstufe aus. In den kommenden Tagen werden dort bis zu 38 Grad erwartet – teils auch tropische Nächte mit über 25 Grad.
In der Nähe von Bologna starb am Montag ein 47-jähriger Bauarbeiter nach einem Zusammenbruch in der Mittagshitze. Die Behörden prüfen einen Zusammenhang mit der extremen Wärme. In mehreren Regionen wie Lombardei, Apulien und Sizilien gilt bereits ein Arbeitsverbot im Freien während der heißesten Tageszeit.
Im Norden kam es zu zahlreichen wetterbedingten Zwischenfällen. In Bardonecchia trat ein Fluss über die Ufer und forderte ein Todesopfer. In Venetien blockierte ein Erdrutsch die Staatsstraße 51. Auch der Zugverkehr zwischen Paris und Mailand ist wegen Schäden in den französischen Alpen unterbrochen – mindestens für mehrere Tage.
Mehr Details: Schwere Gewitter beenden Hitzewelle abrupt
Altersmediziner schlagen Alarm: Deutschland unvorbereitet auf extreme Hitzewellen
Deutschland ist aus Sicht von Altersmedizinern nicht ausreichend auf Extremhitze mit Temperaturen über 40 Grad vorbereitet. Ohne gezielte Schutzmaßnahmen könnten im Ernstfall Zehntausende Menschen binnen weniger Tage sterben, warnt die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie in einer am Dienstag veröffentlichten Analyse. Besonders gefährdet seien ältere Menschen, chronisch Kranke, Schwangere, Kleinkinder, Obdachlose sowie Beschäftigte im Freien.
Laut Studienautor Clemens Becker vom Universitätsklinikum Heidelberg fehlen in den meisten Regionen verbindliche Pläne, klare Zuständigkeiten und funktionierende Notfallstrukturen. Auch die Kommunikation mit der Bevölkerung sei oft lückenhaft. Die DGG fordert unter anderem, extreme Hitze rechtlich als Naturkatastrophe einzustufen und entsprechende Krisenstäbe, Notaufnahmen sowie mobile Hilfsteams einsatzbereit zu machen.
Ein Rückblick zeigt die Gefahr: Allein im Hitzesommer 2003 starben in Deutschland schätzungsweise rund 7600 Menschen. Dennoch existieren laut DGG derzeit nur in 25 von mehreren Tausend Kommunen offizielle Hitzeaktionspläne – und diese seien kaum auf Extremereignisse wie einen Hitzedom ausgelegt.
Hitzeschutz für Haustiere: So überleben Hund, Katze und Co. den Sommer

Bei sommerlichen Temperaturen sind Haustiere besonders gefährdet. Hunde, Katzen, Nager und Vögel leiden unter der Hitze – oft unbemerkt. Besonders gefährlich: zurückgelassene Tiere im Auto. Schon bei 20 Grad Außentemperatur kann sich der Innenraum innerhalb einer Stunde auf über 45 Grad aufheizen.
Wichtige Hinweise zum Schutz von Haustieren bei Hitze:
- Viel trinken: Tiere kühlen sich nicht durch Schwitzen, sondern durch Hecheln und Flüssigkeitsaufnahme.
- Nie im Auto lassen: Auch bei geöffnetem Fenster oder Schattenlage droht akute Lebensgefahr.
- Schattenplätze schaffen: Käfige und Gehege dürfen nicht in der prallen Sonne stehen.
- Hitzeschlag erkennen: Anzeichen sind z. B. glasiger Blick, rote Zunge, starkes Hecheln oder Bewusstlosigkeit.
- Spaziergänge und Ausritte verlegen: Am besten morgens oder abends im Schatten.
- Aquarien und Weiden kontrollieren: Wasser regelmäßig kühlen oder auffüllen, Schattenplätze für Weidetiere bereitstellen.
- Durchzug vermeiden: Frische Luft ja – aber keine Zugluft direkt auf Käfige oder Gehege.
Die Sterblichkeit bei einem Hitzschlag liegt bei Hunden laut Experten bei bis zu 60 Prozent. Tierhalter sollten deshalb besonders wachsam sein – auch bei scheinbar mildem Sommerwetter.