Der Wetter-Tag bei wetter.de

Frost und Bodenfrost - die Nacht wird kalt

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:

Es hat tatsächlich heute ein wenig geregnet - im Osten ein bisschen. Dort kommen auch in der Nacht noch ein paar Schauer runter, aber es werden schon weniger. Auch sonst lösen sich die Wolken oft auf und die Nacht wird immer klarer. Zum Morgen hin können sich an der Nordsee Hochnebelfelder bilden. Die Temperaturen gehen an der Küste auf 10 Grad zurück - so warm ist dort ungefähr auch das Wasser - 2 Grad gibt’s am Alpenrand. Im Erzgebirge und im Bayerischen Wald herrscht örtlich leichter Frost, in den übrigen Mittelgebirgen besteht bei wolkenlosem Himmel Bodenfrostgefahr:

Europa droht ein Hitzesommer

Modellrechnungen zufolge steht Europa in diesem Jahr wahrscheinlich ein Hitzesommer bevor. Der Wärmestau im Nordatlantik lässt einen außergewöhnlich heißen Sommer erwarten, hieß es vom Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M) in Hamburg. Diese Prognose deckt sich mit Vorhersagen des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersagen, das ebenfalls von einem sehr heißen bevorstehenden Sommer ausgeht.

Auf einen Hitzesommer schließt das MPI-M-Team aus Ozean-Daten: Europäischen Hitzesommern geht häufig ein Wärmestau im Nordatlantik voraus, der sich jeweils etwa drei Jahre vor einem Hitzeextrem aufbaut. Solche extrem warmen Sommer ließen sich also bis zu drei Jahre im Voraus vorhersagen. Ursache des Wärmestaus sind Anomalien des Wärmetransports im Ozean, die sich auch auf die Atmosphäre auswirken.

Strategie im Kampf gegen Asiatische Hornisse geändert

Nach einer bundesweiten neuen Bewertung für die Asiatische Hornisse ändert sich in Hessen der Umgang mit dieser Insektenart. Zuvor war die Asiatische Hornisse offiziell vom Bundesumweltministerium als „weit verbreitet” eingestuft worden. Damit gilt sie nicht mehr als sogenannte Früherkennungsart, wie das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) in Wiesbaden mitteilte. Durch diese Umstufung müssen die gemeldeten Nester nicht mehr überall sofort beseitigt werden, sondern erst nach Prüfung des Einzelfalls.

„Trotz der Beseitigung der in Hessen gemeldeten Nester konnte die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse in Hessen nicht eingedämmt werden”, bilanzierte Katharina Albert, Expertin für invasive Arten beim HLNUG. Im zurückliegenden Jahr wurden allein in Hessen 250 Nester entfernt, was zu Kosten in Höhe von über 80.000 Euro führte.

Deutsche Umwelthilfe: Klimaziele in weiter Ferne

Mit den aktuellen Klimaschutzmaßnahmen wird Deutschland die gesetzlich vorgeschriebenen Klimaziele in den Jahren 2030, 2040 und auch das Klimaneutralitätsziel 2045 deutlich verfehlen. Dies bestätigt der heute veröffentlichte Prüfbericht des Expertenrats für Klimafragen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert dies scharf und fordert von der neuen Bundesregierung deutliche Nachbesserungen beim Klimaschutz.

Über die insgesamt verheerende Bilanz darf auch die äußerst knappe Einhaltung der - extra neu geschaffenen - sektorübergreifenden Emissionsbudgets für die Jahre 2021 bis 2030 nicht hinwegtäuschen.

Das große Regengebiet schrammt uns nur

Die Regensummen über Mitteleuropa bis einschließlich Sonntag
Die Regensummen über Mitteleuropa bis einschließlich Sonntag

Leider bringen die Schauer im Osten und an den Alpen bis zum Wochenende keine großen Regenmengen. Mit viel Glück werden es örtlich 10, vielleicht auch mal 15 bis 20 Liter. Alles immer noch viel zu wenig, um die Defizite auszugleichen. Im Westen fällt bis Sonntag so gut wie kein Tropfen.

Osten grauer, Westen weiter wow

Heute lockern die dichteren Wolken, die anfangs von der Mitte in den Süden ziehen, wieder auf und vor allem entlang des Oberrheins gibt es viel Sonnenschein. Am sonnigsten wird es allerdings im Nordwesten. Wolkiger ist es im Osten und an den Alpen und dort sind auch Schauer möglich. Von der Oder bis ins Erzgebirge sowie am Alpenrand ist es kühl bei maximal 12 bis 17 Grad, sonst werden 18 bis 23 Grad erreicht und von den Küsten bis in den Osten ist es windig.

Unwetter von Nordafrika über Sizilien bis nach Albanien und Nordgriechenland

Das international Ines benannte Tief zieht von Nordafrika über Sizilien in Richtung Albanien und Nordgriechenland und in diesem Streifen sind ergiebiger und mit Gewittern durchsetzter Regen zu erwarten. Dabei kommen regional 50 bis 100 l/m², stellenweise kann es aber auch mal über 200 l/m² bis einschließlich Freitagabend zusammen.

Achtung Allergiker! Viele Gräserpollen unterwegs

An allergenen Pollen fliegen heute hauptsächlich Gräser in mäßiger bis starker Konzentration. In den klimatisch begünstigten Regionen beginnt die Roggenblüte. Daneben fliegen Eichen-, Buchen-, Ampfer- und Wegerichpollen in schwacher bis mäßiger Konzentration. Birkenpollen sind kaum noch unterwegs.

Frankreich: Eine Deutsche und zwölf weitere Menschen bei Blitzeinschlag in Zoo verletzt

Bei einem Blitzeinschlag in einem Zoo in der Nähe der südfranzösischen Stadt Aix-en-Provence sind 13 Menschen verletzt worden, darunter eine Deutsche. Zwei der Verletzten sind vom Blitz getroffen worden, teilte die Feuerwehr mit. Der Blitz ist in ein „ebene und freie” Stelle des Tierpark in La Barben in der Nähe von Aix-en-Provence eingeschlagen.

Unter den Verletzten waren laut Feuerwehr vier Kinder sowie eine 29-jährige Deutsche. Die Frau ist medizinisch versorgt und ins Krankenhaus gebracht worden. Tiere oder Gehege sind nicht getroffen worden. Der Blitz schlug kurz vor 15.00 Uhr (MESZ) ein, während in weiten Teilen Frankreichs eine Gewitterwarnung galt.

Nach über 100 Jahren: Paris öffnet im Sommer Schwimmbäder in der Seine

Paris-Touristen können von Juli an Badehose und Bikini einpacken. In der Seine werden erstmals seit 1923 drei Freibäder eingerichtet, eines sogar in unmittelbarer Nähe des Eiffelturms. Während der Olympischen Spiele im vergangenen Sommer hätten bereits Wettkämpfe in dem Fluss stattfinden können, was gezeigt hat, dass sich Investitionen von mehr als einer Milliarde Euro in eine bessere Wasserqualität bezahlt gemacht hätten.

Los geht’s am 5. Juli, wenn die drei Freibäder öffnen - eines gegenüber der Schwaneninsel nahe des Eiffelturms, eines unweit der Kathedrale Notre-Dame und eines in Nähe der Nationalbibliothek. Diese verfügen über Umkleiden und Duschen, werden von Bademeistern überwacht und bieten auch Platz zum Sonnenbaden. Die Wasserqualität wird kontinuierlich überwacht, denn die Schwimmerinnen und Schwimmer tauchen direkt in die Seine ab und schwimmen nicht in ins Wasser gelassene Becken, wie dies schon seit Längerem im Kanal Bassin de la Villette in Paris möglich ist.

Frische Luft bleibt vorerst am Drücker

Deutschland trocknet aus: Wetter oder Klimakrise?

Tief gegen Hoch über Deutschland

Ab Donnerstag sorgt das Tief Lorenz über Polen für wechselhaftes Wetter im Osten, während Westen und Süden unter Hochdruckeinfluss freundlich und meist trocken bleiben.
Ab Donnerstag sorgt das Tief Lorenz über Polen für wechselhaftes Wetter im Osten, während Westen und Süden unter Hochdruckeinfluss freundlich und meist trocken bleiben.

Heute und in den nächsten Tagen rangeln Tief Lorenz bei und über Polen und Hoch Tabea mit Schwerpunkt nördlich von Schottland miteinander. Mit einer nördlichen Strömung gelangt dabei kühle Luft vor allem in die Osthälfte und dort ist es unter Tiefdruckeinfluss leicht wechselhaft, während der Westen unter Hochdruckeinfluss weiterhin viel Sonnenschein abbekommt. Aber auch die Schauer im Osten und an den Alpen bringen keine großen Regenmengen.

Video: Die Wetterlage in den nächsten 5 Tagen in Europa

Wissenswertes aus der Wetterküche: Was sind nochmal die Eisheiligen?