Starkregen und Gewitter

Deutschland säuft ab – und es kommt noch mehr

von Karim Belbachir

Hessen: Hagel und kräftige Gewitter nach sommerlichen Temperaturen am Ostersonntag
In den kommenden Tagen sind einige Gewitter mit Unwettergefahr unterwegs.

Gefahr von Sturzregen, überfluteten Straßen, Dauer-Grau: In der Mitte Deutschlands kippt das Wetter völlig. Und auch im Ausland spitzen sich die Gewitterlagen zu.

Regen, Regen, Regen – und kein Ende in Sicht

Ein Wetterchaos breitet sich über der Mitte Deutschlands aus: Von Nordrhein-Westfalen bis Sachsen regnet es seit Stunden – und ein Ende ist nicht in Sicht. Der Himmel hängt tief, der Boden ist durchweicht, die Nerven liegen blank. Schuld ist Tief Günter, das sich zersplittert hat und nun in alle Richtungen Unruhe stiftet. Während im Norden schon das Hoch Petra für Sonne sorgt, steht die Mitte des Landes regelrecht unter Wasser.

Kräftige Regengüsse, Sturm und Gewitter: Südlich der Alpen bleibt es gefährlich turbulent

Hier fällt der Regen am stärksten

Die heftigsten Regenfälle treffen einen Streifen quer durch die Republik: NRW, Hessen, Thüringen, Sachsen – dort klatscht es richtig runter. Innerhalb von eineinhalb Tagen können bis zu 100 Liter pro Quadratmeter fallen. Straßen laufen voll, Keller drohen zu fluten, Böden können die Wassermassen kaum noch aufnehmen. Dazu kracht es vereinzelt auch noch mit Blitz und Donner – besonders rund um das hessische Bergland und das Erzgebirge.

Während sich im Süden zwischen Schwarzwald und Alpenrand dicke Wolken und Schauer tummeln, sieht es im Nordosten fast schon sommerlich aus. In Berlin, Mecklenburg oder an der Lübecker Bucht scheint die Sonne und niemand ahnt, was ein paar Hundert Kilometer weiter westlich los ist. Temperaturen? Zwischen bibbernden 10 und milden 19 Grad – je nachdem, ob du im Regen oder in der Sonne stehst.

So geht’s weiter am Wochenende

Am Freitag schiebt sich das Wetter langsam von oben zurecht: Das Hoch gewinnt an Kraft, das Tief zieht sich Richtung Alpen zurück. Samstag wird’s im Norden und Osten richtig schön – Sonne, trocken, Frühlingsfeeling. Im Süden bleibt es spannender: Ein Mix aus Sonne, Wolken und hier und da ein kleiner Schauer, vor allem über den Bergen. Sonntag? Fast schon Ausflugswetter – außer in den Alpen, da bleibt das Schauer-Risiko.

Achtung, auch in Südosteuropa kracht’s

Nicht nur wir haben Stress mit dem Wetter: Von Ungarn über Kroatien bis nach Griechenland rumort es in der Atmosphäre. Auch die Türkei bekommt ihr Gewitterpaket. Noch ist die Lage nicht dramatisch – aber die Gewitterzellen wachsen, und mit ihnen die Gefahr von Überschwemmungen.