Temperaturabsturz am Horizont

Schlagen nach den Sommergefühlen die Eisheiligen hart zu?

von Oliver Scheel

Hitze in München
Kommt da die erste Hitze des Jahres?

Diese Woche geht es stramm auf den ersten Hitzetag des Jahres zu. Dazu benötigen wir 30 Grad. Ob die tatsächlich kommen oder ob das Thermometer bei 28 Grad hängen bleibt, ist am Ende ja auch egal. Es wird so oder so ein toller Tanz in den Mai. Danach aber sieht es nach einem ziemlichen Crash aus und der könnte bis zu den Eisheiligen und darüber hinaus andauern.

Temperaturdelle genau über die Eisheiligen

Dass es diese Woche bei uns fantastisches Wetter gibt, steht fest. Erst Richtung Wochenende droht ein Temperaturabsturz. Bis dahin dürfen wir uns garantiert über weitere Sommertage von 25 Grad und mehr freuen. Im Südwesten, zum Beispiel in der Südpfalz, sind sogar 28 Grad drin am 1. Mai - dem Feiertag. Besser geht es ja wohl nicht. So geraten die 30 Grad pünktlich zum Start in den Mai in den Blick - das wäre der erste Hitzetag des Jahres. Höchstwahrscheinlich werden wir die 30 Grad aber verfehlen.

Der 14-Tage-Trend für die Eifel: Es geht bergab
Der 14-Tage-Trend für die Eifel: Es geht bergab

Egal, denn auch 25, 26 oder 27 Grad sind ein Knaller. Die sollten wir auch genießen, denn es droht der Temperaturabsturz - und der könnte seinen Tiefpunkt genau zu den Eisheiligen erreichen. Bis dahin geht es wohl stetig bergab, wie unsere 14-Tage-Prognose für die Eifel zeigt. Bis zu den Eisheiligen ist noch etwas Zeit, aber der Trend ist eindeutig.

Der gesamte Mai macht uns nicht wirklich froh

Blicken wir also mal auf den gesamten Mai. Der sieht jetzt wirklich komplett nasskalt aus. Es soll nach der aktuellen Prognose ein zu kalter Monat werden, der zudem zu viel Regen im Gepäck hat. Das wäre zwar für die Natur ein Segen, für uns und unsere Freizeitpläne aber eher nicht.

Aktuelle Prognose zeigt: Der Mai wird zu nass und zu kalt
Aktuelle Prognose zeigt: Der Mai wird zu nass und zu kalt

Tatsächlich würde der Mai 2025 sich einreihen in zu kalte Wonnemonate. Die gab es in der jüngeren Vergangenheit ja häufiger, so 2019, 2020 und 2021. Angesichts der zunehmenden Erderwärmung ist das durchaus bemerkenswert. Der Mai scheint ein Verlierer in der Klimakrise zu sein.

Eisheilige ordentlich unterkühlt

Unsere aktuellen Prognosen sind für einige Orte ziemlich schauerlich - im wahrsten Sinne des Wortes. Unser Bespiel Dresden zeigt: Die Eisheiligen, sie finden vom 11. bis 15. Mai statt, schaffen es kaum über 10 Grad Höchsttemperatur! Danach sieht es etwas besser aus, doch der nächste Absturz kommt bestimmt: Genau zu Christi Himmelfahrt (29. Mai) sieht die Prognose enormen Regen und einen weiteren Temperatursturz vor.

Kaum 10 Grad an den Eisheiligen in Dresden
Kaum 10 Grad an den Eisheiligen in Dresden

Das ist natürlich noch lange hin, aber es scheint sich etwas zu bewegen in der Atmosphäre. Offenbar sind wir von dem stabilen Wetter, wie wir es im März und in weiten Teilen des Aprils hatten, weit entfernt. Immerhin müssen wir wohl nicht mit Frösten rechnen.

Am Fichtelberg wäre Schnee keine Überraschung

Und wenn wir zum Abschluss noch einmal auf die Mittelgebirge schauen, dann ist da sogar Schnee möglich. Was sich da rund um die Eisheiligen auf dem Fichtelberg abspielen soll, erinnert verdammt an Winter.

Am Fichtelberg wird es saukalt über die Eisheiligen
Am Fichtelberg wird es saukalt über die Eisheiligen

So oder so: Die anstehenden Tage, an denen wir garantiert die 25 Grad knacken und vielleicht sogar Richtung 30 Grad steuern, sollten wir absolut genießen, denn wenn der Mai so kommt, wie er derzeit berechnet wird, hat das mit einem Wonnemonat nichts zu tun. Immerhin dürften dann die Landwirte, die Flusspegel und die Böden wieder mit viel frischem Wasser rechnen.

(osc)