Natur erleben mit Plan

Wandern? Aber richtig!

von Karim Belbachir

26.09.2021, Bergwandern
Eine gute Wanderung sollte gut vorbereitet werden.

Am 14. Mai ist Tag des Wanderns – der perfekte Anlass, die Wanderschuhe zu schnüren. Aber bevor’s losgeht, solltest du ein paar Dinge beachten.

Bevor es raus in die Natur geht

Wandern boomt – und das nicht nur seit Corona. Egal ob Mittelgebirge, Nationalpark oder Hausrunde: Wer raus will, sollte sich vorbereiten. Denn viele unterschätzen Strecke, Wetter oder ihre eigene Kondition. Wir erklären, worauf du achten solltest, bevor du in die Natur aufbrichst – damit aus dem Ausflug kein Fehltritt wird.

1. Die richtige Planung: Strecke, Länge, Schwierigkeit

Nicht jeder Pfad ist ein Spaziergang. Informiere dich vorab, wie lang und anspruchsvoll deine Tour wirklich ist. Höhenmeter, Untergrund und Streckenführung können aus einer vermeintlichen Halbtagestour schnell einen Kraftakt machen. Viele Wege sind gut ausgeschildert, aber eine Karte – ob digital oder analog – sollte trotzdem immer dabei sein. Plane außerdem Pausen ein, besonders bei Touren mit Kindern oder älteren Menschen.

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2. Ausrüstung: Was mitmuss – und was nicht

Wandern in den Waeldern Oesterreichs
Der Zwiebellook hilft: Wetterfeste Kleidung kann zur Not auch um die Hüfte gebunden werden.

Wanderschuhe mit Profil sind Pflicht, selbst auf vermeintlich leichten Wegen. Dazu: wetterfeste Kleidung im bekannten Zwiebellook, ein kleiner Rucksack mit Wasser, Snacks, Sonnen- und Regenschutz. Ein Erste-Hilfe-Set sollte ebenfalls nicht fehlen. Moderne Wander-Apps sind hilfreich – aber nur mit vollem Akku oder Powerbank. Wer auf Nummer sicher gehen will, packt zusätzlich eine klassische Karte ein.

3. Wettergefahren erkennen – und ernst nehmen

Das Wetter kann unterwegs schnell umschlagen – besonders im Gebirge oder an Flüssen. Informiere dich vor dem Start über die aktuelle Lage: Gibt es Gewitterwarnungen? Stehen Teile der Route unter Wasser? Gibt es Unwetterhinweise vom DWD oder lokalen Behörden? Überflutete Waldwege oder rutschige Hänge können aus harmlosen Touren echte Gefahrenzonen machen. Besonders kritisch: Flusstäler nach Starkregen, ausgesetzte Höhenwege bei Sturm oder Hitze ohne Schatten.

4. Rücksicht, Regeln und Respekt

Wandern bedeutet Freiheit – aber nicht Regellosigkeit. Bleib auf den Wegen, störe keine Tiere, pflück keine Pflanzen. Was du mitbringst, nimmst du auch wieder mit – Müll gehört nicht in den Wald. Und ganz wichtig: Nimm Rücksicht auf andere. Wer bergauf kommt, hat Vortritt. Wer Musik hört, tut das besser mit Kopfhörern. Und wer mit Hund unterwegs ist, sollte Leine und Kotbeutel griffbereit haben.

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