Der Wetter-Tag bei wetter.de
Letzte Schauer im Nordosten
Die nächsten Stunden bringen nur im Nordosten einzelne Tropfen. Es wird später noch trockener, nur von Schleswig-Holstein bis Vorpommern sind einzelne Schauer möglich – örtlich dann mit Glätte. Da es sonst auch verbreitet Frost (bis rund -6 Grad) gibt, kann es häufiger zu Glätte kommen.
So viel Regen wie noch nie

Drei aufeinanderfolgende Tiefdruckgebiete bescheren dem Nordwesten Frankreichs Hochwasser und Überschwemmungen. In Redon sollten Schulen Medienberichten zufolge bis Freitag geschlossen bleiben. 1.700 Menschen wurden in dem Ort sicherheitshalber aus ihren Häusern geholt, wie der Sender BFMTV berichtete. Die Bahn setzte den Verkehr auf einigen Regionallinien aus. Zwischen Nantes und Rennes sollen die Züge erst wieder am Samstag anrollen.
Heftig ist die Lage in Rennes, wo an der Messstation Rennes-Saint-Jacques mit mindestens 178 Millimetern so viel Regen wie noch nie im Januar verzeichnet wurde, seit die Station 1944 in den Dienst ging. Seit Anfang des Monats fiel dreimal so viel Regen wie durchschnittlich sonst im Januar, teilte Frankreichs Wetterdienst Météo France mit. In den drei Départements Morbihan, Ille-et-Vilaine und Loire-Atlantique herrschte die höchste Warnstufe Rot für Hochwasser.
Nasser und wärmer im Januar

Das Klima in Deutschland war im Januar deutlich zu mild mit einem Plus von 2,5 Grad über der langjährigen Mittels der Jahre 1961 bis 1990 und +1,1 Grad über dem Durchschnitt der Jahre 1990 bis 2020. Der Verlauf der Sonnenscheindauer verlief in Deutschland unterschiedlich. Während es in den Niederungen vom Rheinland recht dunkel war Ähnlich sah es in der nördlichen Mitte bis in den Osten. Sonst deutlich sonniger, teilweise fast dreimal so sonnig gegenüber 1961 bis 1990. Hinzu kam der Regen, denn es war wesentlich nasser als der Vergleichszeitraum. Die Menschen in der Westhälfte können ein Lied davon singen.
Neues Unwettertief am Mittelmeer
Das alte Unwettertief lag gestern noch zwischen Süditalien und Griechenland, löst sich heute auf. Gleichzeitig rutscht Julian I (international Ivo) zum Golf von Genau und am Wochenende weiter südlich. Dabei kann das Tief mehr Feuchtigkeit und Energie aufnehmen und die Unwettergefahr wieder steigern – wie hoch? Gute Frage, regional aber wohl ordentlich, vor allem weil das Tief durch den Hochdruck bei uns vom Jetstream abgekapselt dort unten umhertorkelt – solange bis die Energie nächste Woche aufgebraucht wird.
Heute gibt es damit erst einmal nur ein paar kräftigere Schauer und Gewitter am Golf von Genau, sehr abgeschwächt auch mal über die Balearen bis nach Nordafrika. Am Samstag intensiviert sich das Ganze langsam vom Golf von Genau bis Tunesien, teils schon Unwetter möglich. Am Sonntag dann von etwa Tunesien bis Albanien einzelne heftige Schauer und Gewitter. In Spitzen sind bis einschließlich Montag um 100 Liter pro Quadratmeter möglich, Extremberechnungen gehen grob in Richtung 200 Liter.
Unwetter am Mittelmeer: Tiefs bringen Starkregen, Sturm und den Winter bis nach Afrika
Weitere Regenduschen für das Dschungelcamp
Im australischen Dschungel regnet es für die Stars momentan nicht nur Insekten. In den nächsten Tagen drohen eventuell zusätzlich weitere Regenduschen. Das größere Thema könnten die Niederschläge um Townsville werden. Bis einschließlich Sonntag 500 bis gut 1000 Liter – also in vier Tagen. Extremversionen gehen von mehr als 1500 Liter aus. Nächste Woche scheinen die heftigen Regenfälle ins Landesinnere zu ziehen. Das könnte dort sehr kritisch werden, wenn wirklich hunderte Liter Regen im trockenen Hinterland fallen.
Schnee, Sturm und höhere Tornadogefahr

Gegensätze prallen aufeinander: Kalte Luft aus dem Norden trifft auf feuchtwarme Tropenluft aus dem Süden – ein gefährlicher Mix. Von Texas bis in den Osten und Nordosten drohen bis Samstag teils heftige Niederschläge von bis zu 100 Litern pro Quadratmeter, begleitet von Sturmböen und erhöhter Tornadogefahr.
Im Nordwesten Nordamerikas sorgt ein atmosphärischer Fluss vom Pazifik für extreme Niederschläge im Bergland. Bis zu einem Meter Neuschnee fällt in höheren Lagen, während in tieferen Regionen über 100 Liter Regen möglich sind. Während Los Angeles leer ausgeht, könnte die Nordhälfte Kaliforniens am Wochenende ebenfalls von massiven Regenmengen betroffen sein. Ein Entwicklung, die man im Blick behalten sollte.
Energiewende kommt voran: 600.000 neue Batteriespeicher in Deutschland installiert
Einen allseits guten Morgen,
heute mal mit Good News in den Tag:
Bürger und Firmen in Deutschland haben im vergangenen Jahr fast 600.000 neue Batteriespeicher installiert. Sowohl die Zahl der Anlagen als auch deren Kapazität ist damit nach neuen Zahlen des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW) um fast die Hälfte gestiegen. Insgesamt sind damit in der Bundesrepublik nach Hochrechnungen des Verbands 1,8 Millionen Batteriespeicher mit einer Kapazität von etwa 19 Gigawattstunden Strom installiert.
Gemessen an der gesamten Ökostromproduktion in Deutschland ist das jedoch nicht übermäßig viel. Nach Zahlen der Bundesnetzagentur erzeugten Wind, Sonne und andere erneuerbare Energien im vergangenen Jahr 255 Terawattstunden Strom - eine Terawattstunde entspricht 1.000 Gigawattstunden. BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig plädierte für einen schnellen Ausbau der Speicherkapazitäten. „Speicher sind das schnellste, günstigste und wirkungsvollste Instrument zur Integration von Solarenergie in den Strommarkt und in das Stromnetz“, sagte Körnig.
Der Löwenanteil der Batteriespeicher in Deutschland wird von Privathaushalten installiert, im vergangenen Jahr waren es laut BSW-Hochrechnung rund 580.000. Das schnellste Wachstum gab es demnach bei den Großspeichern, das sind Batterien mit einer Kapazität von über einer Megawattstunde Strom. Laut BSW gingen 2024 etwa 100 neue Großspeicher mit einer Kapazität von rund 0,8 Gigawattstunden in Betrieb, eine Verdopplung im Vergleich zu 2023.
Regen und Schnee machen Platz für kaltes Winter-Hoch
heute ziehen im Erzgebirge und in der Lausitz Regen und oberhalb 300 Meter Schneeregen und Schnee zu Tagesbeginn ab. Auch im Südosten und speziell an den Alpen klingen die Niederschläge bis zum Mittag meist ab. Dort liegt die Schneefallgrenze bei 600 bis 800 m und am Nachmittag ist es dort oft noch stark bewölkt.
An der Ostsee und in Mecklenburg-Vorpommern ziehen mit starken Windböen noch viele Wolken durch, die am Vormittag verbreitet und am Nachmittag einzelne Regen- und Schneeregenschauer bringen. Im Großteil des Landes stellt sich aber ein freundlicher Wechsel aus Sonne und Wolken ein. Dabei wird es kühler als in den vergangenen Tagen. Die Höchstwerte liegen bei 1 Grad in mittleren Lagen des Erzgebirges und 7 Grad am nördlichen Oberrhein.
Die Wetterlage am Freitag: Hoch Caroline bringt die Kälte

Heute ziehen die Tiefausläufer über das Erzgebirge und die Lausitz ab. auch die Alpen bekommen noch Schnee. Von Westen her weitet sich ein Ableger von Hoch Caroline aus.
In weiten Teilen Deutschlands herrscht auch am Wochenende Hochdruckeinfluss, im Nordosten ziehen aber noch Störungen durch, die mit vielen Wolken und zum Teil mit schwachen Niederschlägen verbunden sind. Am Montag und Dienstag sind auch dort die Störungen verschwunden und im ganzen Land herrscht ruhiges Hochdruckwetter.
Der Januar neigt sich seinem Ende. Wie wird die Monatsbilanz?
Bei den Temperaturen verlief der Januar im Osten und Süden oftmals deutlich zu mild, im Westen und Norden ist die Bilanz eher durchschnittlich bis leicht zu kalt, so dass wir am Ende einen Temperaturüberschuss von knapp einem Grad gegenüber den letzten drei Jahrzehnten auf der Uhr haben.
Was sagt die Niederschlagsbilanz?
Dass es binnen wenigen, teilweise aber sehr intensiven Niederschlagsereignissen knapp 70 Liter je Quadratmeter im landesweiten Durchschnitt gab. Das entspricht gut 120 Prozent. Es war also zu nass; wobei wir insbesondere am Monatsanfang sowie am Monatsende die größten Tagessummen bei den Niederschlägen zu verzeichnen hatten - teilweise mit über 40 Litern je Quadratmeter. Das ist für einen Wintermonat schon sehr ordentlich.
Wo leben die Gewinner in Sachen Sonnenschein?
Vor allem im Süden. Die Berge gerne mal mit über 100 sonnigen Betriebsstunden. Auch München konnte mit über 90 Sonnenstunden glänzen. Kaum 30 Sonnenstunden gab es derweil beispielsweise in Genthin (Sachsen-Anhalt), in Waren an der Müritz (Mecklenburg-Vorpommern) oder in Friesoythe-Altenoythe (Niedersachsen). In Summe dürften wir am Ende aber im Schnitt bei 55 bis 60 Sonnenstunden landen, was wiederum einer leicht überdurchschnittlichen Ausbeute entspricht. Augenfällig ist dabei allerdings, dass es in der Sonnenbilanz auch im Westen zum Teil enorme Abzüge gegeben hat.
(mit dpa)



