Der Wetter-Tag bei wetter.de

Vorsicht, glatte Straßen! Schauerwetter mit Schnee und Regen

Am längsten sonnig war es heute tief im Osten wie in Dresden. Für die meisten sorgte Tief Rainer heute für ungemütliches Schauerwetter. Morgen ist er weg. Und am Wochenende kommen sogar Hochs ins Spiel. Eins zieht genau über uns drüber, das zweite steht parat. Und beide zusammen sorgen Sonntag, Montag, Dienstag für viel Sonne bei zehn Grad und mehr.

In den kommenden Stunden bleibt es aber erstmal so schaurig wie tagsüber. Anfangs sind noch kurze Gewitter dabei und auf den Bergen oberhalb von 500 Metern etwa fällt Schnee. Dort und im Süden gehen die Temperaturen auf Werte unter Null zurück und so können die Straßen wieder einmal glatt sein durch überfrierende Nässe und eben Schnee.
Der Freitag beginnt auch mit vielen Wolken, etwas Regen und oberhalb von 400 Metern Schnee. Ganz im Süden ist es anfangs freundlicher, am Nachmittag kommen wieder häufiger kurze Schauer ins Spiel. Nur im Nordwesten wird es dann schon langsam trockener. Die Temperaturen kommen nur auf kühle 1 bis 9 Grad und dazu ist es auch noch windig.

Niederschlagsartenradar: Regnet oder schneit es jetzt oder gleich bei dir?

Extreme Schneefälle in Japan fordern über 20 Todesopfer

08.02.2025, Japan, Suzu: Eine Person beseitigt am 8. Februar 2025 nach heftigen Schneefällen Schnee in Suzu, Präfektur Ishikawa, Zentraljapan. In Japan sind im Zuge heftiger Schneefälle seit Beginn des Monats mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen. (Foto wurde am 21.02.2025 zur Verfügung gestellt) Foto: -/kyodo/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Starke Schneefälle in Japan

Japan erlebt derzeit eine der schwersten Winterperioden seit Jahren. Besonders betroffen sind die Präfekturen Aomori, Niigata, Fukushima und Nagano, wo teils bis zu fünf Meter Schnee gefallen sind. Seit Anfang Februar haben die extremen Bedingungen bereits über 20 Todesopfer gefordert. Viele Unfälle ereigneten sich bei der gefährlichen Schneeräumung von Dächern, da die enorme Schneelast Einsturzgefahr verursachte. In Fukushima kamen zudem drei Hotelmitarbeiter ums Leben, die ein eingeschneites Thermalbad erreichen wollten.

Neben den tragischen Verlusten kommt es zu massiven Verkehrsbehinderungen. Eingeschlossene Fahrzeuge, unterbrochene Bahnverbindungen und gestrichene Flüge erschweren die Lage. Der japanische Wetterdienst warnt weiterhin vor Lawinengefahr, vereisten Straßen und eingefrorenen Wasserleitungen. Die Situation beruhigt sich in den kommenden Tagen zwar etwas, bevor am Montag neuer Schnee fällt.

Winter-Wetter in Teilen Deutschlands

Das Wetter in Deutschland zeigt sich nicht nur wechselhaft heute, regional besteht auch Glättegefahr. Besonders in den östlichen Mittelgebirgen, im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb sorgt leichter Schneefall oberhalb von 600 bis 800 Metern für rutschige Straßen. In diesen Regionen sind bis zu 5 cm Neuschnee möglich.

Auch in anderen Teilen des Landes sind winterliche Begleiterscheinungen spürbar. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg startet der Tag mit dichtem Nebel, was die Sicht erheblich beeinträchtigen kann. In Sachsen sorgt eine Mischung aus Regen und Nebel für nasse Straßen, während in höheren Lagen auch Schneefall einsetzt und zu Glätte führen kann. Rheinland-Pfalz erlebt einen Mix aus Regen-, Graupel- und Schneeschauern, wobei besonders in den Morgenstunden rutschige Straßen eine Gefahr darstellen.

Mit Blick auf die Nacht zum Freitag bleibt die Glättesituation angespannt. Schnee-, Schneeregen- und Graupelschauer ziehen durch, und oberhalb von 400 bis 600 Metern kann es erneut zu Schneefällen kommen. Dort sind weitere 1 bis 5 cm Neuschnee möglich, und überfrierende Nässe könnte für glatte Straßen sorgen. Verkehrsteilnehmer sollten daher besonders in höher gelegenen Regionen und in den Nachtstunden vorsichtig unterwegs sein.

Kräftige Regenschauer in Urlaubsländern

Gesamtniederschlag in Europa
Gerade auf der Iberischen Halbinsel sind in den kommenden Tagen heftige Regenschauer unterwegs.

In Portugal sowie an der Adria über Süditalien bis zur Ägäis herrscht ungemütliches Wetter. Teilweise fällt in den kommenden Tagen mehr als 140 Liter Regen auf den Quadratmeter. Letztere fallen an der Südküste Spaniens.

Sonniger Winter zu warm und zu trocken

14.02.2025, Baden-Württemberg, Stuttgart: Die gelben Blüten eines Strauchs sind mit Schnee bedeckt. Foto: Bernd Weißbrod/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Der Winter zeigte sich weniger häufig von seiner schneereichen Seite.

Mit dem Februar endet der meteorologische Winter. Der Blick zurück auf den Monat zeigt, dass es rund 1 Grad zu warm war im Vergleich zum langjährigen Mittel der Jahre 1961 bis 1990. Außerdem war es viel zu trocken, denn beim Niederschlag wurden nur rund 30 Prozent des Solls erreicht. Immerhin schien die Sonne ausgiebig. In dem Bereich wurden 120 Prozent erreicht. Damit war der Winter insgesamt etwa 2 Grad zu warm und hat beim Niederschlag etwa 85 Prozent seines Solls im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt erreicht. Über alle drei Wintermonate gesehen waren es beim Sonnenschein 115 Prozent.

Deutschland führend in der Windkraft

26.02.2025, Nordrhein-Westfalen, Pulheim: Windräder stehen vor dem Braunkohlekraftwerk Niederaußem. (Luftaufnahme mit einer Drohne) Foto: Federico Gambarini/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Windräder

Deutschland führte 2023 beim Ausbau der Windkraft in Europa mit über 4 Gigawatt neuer Kapazität, so der Verband WindEurope. Insgesamt wurden EU-weit 16,4 GW installiert – weniger als erwartet. Gründe seien Genehmigungsprobleme, Netzengpässe sowie begrenzte Hafen- und Schiffskapazitäten, erklärte Pierre Tardieu vom Verband. Um die Klimaziele zu erreichen, seien jährlich 30 GW nötig. WindEurope lobt Deutschland für einen Rekord von 14 GW genehmigter Kapazität und fordert schnellere Genehmigungsverfahren in der EU.

Im Osten und Südwesten bereits mild

Die Temperaturen am Morgen liegen im Osten und Südwesten bei mehr als 6 Grad. Das verdeutlicht unsere Top-5-Hitliste in der ausgenommen von Freiburg alle gemessenen Werte aus Orten im Osten Deutschlands stammen.

  • Coschen (Brandenburg) 6.5
  • Freiburg (Baden-Württemberg) 6.3
  • Guben (Brandenburg) 6.2
  • Manschnow (Brandenburg) 6.2
  • Berlin-Marzahn 6.1

Der Winter startet nochmal einen Versuch

ARCHIV - 22.11.2024, Baden-Württemberg, Schluchsee: Die aufgehende Sonne beleuchtet den Himmel über dem Schluchsee während im Vordergrund eine schneebedeckte Straße zu sehen ist. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes sind vor allem die Hochlagen des Landes von Schneefällen betroffen.  (zu dpa: «Schnee und Glätte im Südwesten dauern an») Foto: Philipp von Ditfurth/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Oberhalb von 400 Metern fällt heute Schnee.

Guten Morgen liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde,

heute zieht ein Band mit Regen und anfangs oberhalb 400 bis 600 Meter Schnee von Westen her weiter in den Osten, kommt in der Lausitz aber erst zum Abend hin an. Von Westen her stellt sich ein Wechsel aus Sonne, Wolken und Schauern ein, im Verlauf dann nur noch im höheren Bergland als Schnee. Örtlich sind Graupelgewitter möglich. Die Temperaturen erreichen 4 Grad im mittleren Bergland und bis 11 Grad in Cottbus.

Wetterlage: Erst Tief Quincy, dann Tief Rainer

Wetterlage
Wetterlage: Tief Rainer ist am Drücker, Hoch Helgart lauert schon.

Bis Freitag sorgen Tiefdruckgebiete noch für unbeständiges Wetter, bevor sich am Wochenende von den Britischen Inseln her Hochdruckeinfluss durchsetzt. Jetzt bringt Tief Rainer nasskalte Schauerluft mit, die sich auch am Freitag noch hält, bevor sie nach Osten abgedrängt wird und von Westen her der Luftdruck ansteigt.

(mit dpa)