Der Wetter-Tag bei wetter.de
Frostige Nacht mit Schneeschauern und Nebel
In den kommenden Stunden wird es eisig kalt. Die Temperaturen sinken auf -1 bis -6 Grad, örtlich sogar in den zweistelligen Minusbereich. Besonders am Alpenrand sind bei klarem Himmel Tiefstwerte bis -15 Grad möglich, in ungünstigen Lagen sogar noch weniger. Dadurch steigt die Glättegefahr. Zudem breitet sich in der Nacht Nebel aus, der sich im Südwesten besonders lange hält. Von der Küste bis nach Nordbayern sind außerdem vereinzelt Schneeschauer unterwegs.
Segeljacht im Flensburger Hafen gesunken

Die im Flensburger Hafen gesunkene Segeljacht ist am Morgen geborgen worden. „Schweres Wetter“ habe in der Nacht zu Mittwoch wohl dazu geführt, dass die Leine gerissen und das Schiff am Kai aufgeschlagen sei, sagte ein Sprecher der Hafenbehörde. Der Eigentümer hat sich laut Polizei beim Untergang der „Shangri La“ nicht an Bord befunden.
Gegen ihn werde nun wegen Gewässerverunreinigung ermittelt. Nachdem das Schiff gesunken und Diesel ausgelaufen sei, habe die Feuerwehr eine Ölsperre um den Segler gelegt, der abseits der offiziellen Liegeplätze lag. Der verursachte Schaden könne bisher nicht abgeschätzt werden: „Dazu müssen zunächst Wasserproben genommen werden“, sagte eine Polizeisprecherin. Um weitere Gefahr durch auslaufende Treibstoffe auszuschließen, wurde das aus den 1970er Jahren stammende Boot laut Hafenbehörde am Morgen geborgen. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet. Ein Taucher befestigte dazu Gurte am Rumpf des Schiffes, das mit einem Kran aus dem Wasser gehoben und schließlich eingelagert wurde. Laut Hafenbehörde ist die „Shangri La“ wohl nicht mehr zu retten – sie gilt als wirtschaftlicher Totalschaden.
Nach Bränden von Unwettern heimgesucht
In den ehemaligen Brandgebieten in und um die US-Westküstenmetropole Los Angeles hat ein Unwetter für Überschwemmungen und Erdrutsche gesorgt. Wo noch vor wenigen Wochen verheerende Feuer wüteten, waren Straßen am Donnerstagabend (Ortszeit) teils unter zentimeterhohen Schlammschichten begraben, wie US-Medien berichteten.
In Teilen von Los Angeles galten bis Freitagnachmittag Evakuierungsanordnungen, darunter auch im Viertel Pacific Palisades am Westrand von Los Angeles, das stark von den Flächenbränden betroffen war. Die erst kürzlich abgebrannten Gebiete seien besonders anfällig für Schlammlawinen, warnte die Feuerwehr.
Im Küstenort Malibu westlich von Los Angeles wurde ein Feuerwehrfahrzeug von einer Schlammlawine von der Straße gedrückt und ins Meer gespült, wie ein Feuerwehrsprecher auf der Plattform X mitteilte. Der Fahrer habe sich glücklicherweise aus dem Auto retten können und sei mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden.
Nach Angaben des US-Wetterdienstes ist das Unwetter inzwischen weitergezogen. Erdrutsche seien aber noch lange nach dem Ende des Regens möglich, hieß es.
Das Palisades-Feuer am Westrand von Los Angeles und das Eaton-Feuer nahe Pasadena und Altadena haben offiziellen Schätzungen zufolge mehr als 16.200 Gebäude zerstört. Die Zahl der bestätigten Todesfälle liegt bei 29. Die ersten Brände waren am 7. Januar ausgebrochen. Die Feuerwehr war wochenlang im Großeinsatz, um die Feuer einzudämmen, die durch starke Winde immer wieder angefacht wurden.
Da kommt ein Traum-Wochenende mit Ski und Rodel gut
Am Wochenende wird es knackekalt, aber sonnig. Und auf den Bergen der Mittelgebirge hat es geschneit. So ist auch im Harz und im Sauerland Skifahren am Wochenende möglich. In den Alpen sind die Bedingungen eh perfekt.
„Alle Hauptpisten haben geöffnet“, heißt es aus dem Harz, wo sogar das Flutlicht angeworfen wird. Im Sauerland sind mehr als 50 Lifte geöffnet, auch auf der Wasserkuppe in der Rhön steht einem schönen Ski-Tag nichts im Wege. Rodeln geht sowieso.
Und in den Alpen liegt Schnee ohne Ende. Selbst im Schwarzwald und im Bayerischen Wald mhr als ein halber Meter. Ein Ausflug am Wochenende in die Berge könnte richtig toll werden.
Zyklon sucht Australien heim mit abartigen Geschwindigkeiten
Ein heftiger Zyklon ist an der australischen Westküste früher als erwartet auf Land getroffen: Zelia wütete seit dem Mittag (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 195 Kilometern pro Stunde und Böen von rund 290 Kilometern pro Stunde in der Region Pilbara und speziell rund um die Städte Port Hedland und Karratha. Zudem warnten die Behörden wegen des Starkregens im Zuge des Tropensturms vor Sturzfluten und Überschwemmungen. Port Hedland blieb aber zunächst – anders als erwartet – vom Zentrum des Zyklons verschont.
Seit Donnerstag hatten Experten den Sturm in der höchsten Kategorie 5 eingestuft, während er über dem Meer tobte und auf Australien zusteuerte. Nachdem er auf Land getroffen war, wurde er auf die Kategorie 4 herabgestuft. Ein Kategorie-5-Zyklon sei in Westaustralien selten und komme nur etwa alle fünf Jahre einmal vor, sagte der Experte James Ashley vom Wetterdienst BOM.
„Es handelt sich um extrem zerstörerische Winde, die so stark sind, dass sie Bäume, Stromleitungen und ganze Häuser umreißen und wirklich alles in ihrem Weg verwüsten können», zitierte die Nachrichtenagentur AAP den Meteorologen Angus Hines.
Richtig viel Schnee im Norden, Osten und in den Bergen

Gestern hat es im Norden und Osten sowie im Alpenvorland richtig viel geschneit: Im Tief- und Flachland liegt am meisten derzeit in Berlin und in der MItte sowie im Süden von Brandenburg – mit bis zu 18 Zentimetern.
Im Erzgebirge sind es bis zu 46 Zentimeter, im Schwarzwald bis zu 64 Zentimeter. Mehr liegt nur in den Hochlagen des Bayerischen Waldes mit 88 Zentimetern und - natürlich - in den Alpen mit 121 Zentimetern auf der Zugspitze und 161 cm auf dem Nebelhorn (hier nicht sichtbar).
Maximaltemperatur: So kalt bleibt es heute
Viele Unfälle auf schneeglatten Straßen
Im Dauerschneefall am Donnerstag ist zu serienweisen Unfällen gekommen. Auf der Autobahn 2 Hannover-Berlin rutschte nahe dem Rasthof Zweidorfer Holz ein Auto in die Leitplanke, ebenso auf der Autobahn 39 Wolfsburg-Braunschweig bei Scheppau, wie die Polizei Braunschweig auf Anfrage bestätigte. Meist blieb es bei Blechschäden, ein Mensch musste ins Krankenhaus.
Aufgrund von glatten Straßen ist es in der Region Ostholstein zu mehreren Autounfällen gekommen. Betroffen war auch ein Schulbus, der von der Straße abkam und gegen einen Baum prallte, wie die Polizei mitteilte. Dabei erlitten zwei Kinder leichte Verletzungen. Es sei am Morgen in Ostholstein zu vier Verletzten bei 15 Unfällen gekommen.
In Brandenburg krachte es laut Polizei etwa 40 Mal wetterbedingt. Heute wird es etwas ruhiger, aber im Süden und Osten kann es weiterschneien.
Kälteste Phase des Winters steht bevor
Na, durchgefroren nach der kalten Nacht und am eisigen Morgen? Tja, das kommt noch härter.
Auch heute tagsüber lassen die Temperaturen zu wünschen übrig. Es sind viele Wolken unterwegs, die vor allem im Norden, Osten und Südosten noch etwas Schnee bringen, wodurch es glatt werden kann. Im Westen und Südwesten bleibt es dagegen trocken. Die Sonne zeigt sich nur selten. Die Temperaturen liegen bei -2 Grad im Allgäu bis +4 Grad im Rhein-Neckar-Kreis und fühlen sich teilweise noch kälter an. Der Wind weht schwach bis mäßig aus nördlicher bis nordöstlicher Richtung
Am Wochenende wird es noch kälter mit teilweise zweistelligen Minusgraden in der Nacht und Höchstwerten um den Gefrierpunkt. Lediglich der Westen und Südwesten bekommen mildere 6 Grad.
Wetterlage: Hoch Finja kommt

Tief Max schwächt sich ab und so klingen die Schneeschauer immer mehr ab. Am Wochenende kann sich schwacher Hochdruckeinfluss mit teils eisig kalten Nächten durchsetzen. Die nächste Woche startet noch recht kalt (vor allem in der Osthälfte), ab Wochenmitte wird es aus Westen immer milder.
(mit dpa)