Es geht ganz schön rund
Sturzregen in Los Angeles, Evakuierungen auf Elba, Zyklon vor Australien
Während sich bei uns die Kälte festsetzt und wir in ein Wochenende mit klarem, aber eiskaltem Wetter steuern, blicken die Menschen in vielen anderen Teilen der Welt ziemlich katastrophalem Wetter entgegen. Gehen wir mal auf unseren Rundflug.
Kalifornien und LA: Nach den Feuern die Sturzflut

Nach den verheerenden Bränden in Los Angeles hat nun der Ananas-Express gewaltige Mengen an Niederschlag nach Kalifornien und die gesamte Westküste der USA gebracht. In Kalifornien kamen bis zu 150 Liter auf den Quadratmeter runter. Betroffen waren auch die Gebiete, in denen es kürzlich so heftig brannte. Dort schoss der Schlamm durch die Straßen – die Menschen dort kommen einfach nicht zur Ruhe.
Einen heftigen Crash gab es weiter nördlich in Oregon, wo die Niederschläge als Schnee runterkamen. Da rauschten etwa 30 Autos auf dem Oregon-Highway ineinander, als die Sichtbedingungen im Schneefall schlecht waren. Mindestens ein Auto ging dabei in Flammen auf, mehrere Menschen wurden verletzt.
Elba: 28 Menschen aus Autos gerettet
Auf der italienischen Mittelmeerinsel Elba hat die Feuerwehr nach heftigen Regenfällen mehrere Dutzend Menschen aus gefährdeten Autos und Gebäuden gerettet. Die Behörden sprachen am Abend von mindestens 47 Menschen, die in höchster Not in Sicherheit gebracht worden seien. Betroffen war insbesondere die Gemeinde Portoferraio - und dort auch eine Tanzschule, in der sich zahlreiche Jugendliche aufhielten.
Auf die Insel vor der Küste der Toskana gingen nach Angaben von Regionalpräsident Eugenio Giani in etwas mehr als einer Stunde 65 Liter Regen pro Quadratmeter nieder. In der 12.000-Einwohner-Stadt Portoferraio schossen Wasser und Schlamm durch die Straßen. Die Feuerwehr rettete 28 Menschen aus Autos, die nicht mehr weiterkamen.
Aus der Tanzschule, die vom Wasser bedroht war, wurden neun Minderjährige und drei Erwachsene evakuiert. Aus einer Pizzeria wurden zehn weitere Menschen in Sicherheit gebracht. Die Gemeindeverwaltung appellierte an die Bevölkerung, wegen des Hochwassers keine Autos zu benutzen. Wörtlich hieß es: „Kommen Sie nicht nach Portoferraio und versuchen Sie nicht, herauszukommen. Die Zufahrtsstraßen sind blockiert.“
Zyklon vor Australien: Zelia bringt exorbitante Böen von 290 km/h

Ein heftiger Zyklon ist an der australischen Westküste früher als erwartet auf Land getroffen: Zelia wütet mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 195 Kilometern pro Stunde und Böen von rund 290 Kilometern pro Stunde in der Region Pilbara und speziell rund um die Städte Port Hedland und Karratha. Zudem warnten die Behörden wegen Starkregens im Zuge des Tropensturms vor Sturzfluten und Überschwemmungen. Port Hedland blieb aber zunächst - anders als erwartet - vom Zentrum des Zyklons verschont.
Seit Donnerstag hatten Experten den Sturm in der höchsten Kategorie 5 eingestuft, während er über dem Meer tobte und auf Australien zusteuerte. Nachdem er auf Land traf, wurde er auf die Kategorie 4 herabgestuft. Ein Kategorie-5-Zyklon sei in Westaustralien selten und komme nur etwa alle fünf Jahre einmal vor, sagte der Experte James Ashley vom Wetterdienst BOM.
„Es handelt sich um extrem zerstörerische Winde, die so stark sind, dass sie Bäume, Stromleitungen und ganze Häuser umreißen und wirklich alles in ihrem Weg verwüsten können“, zitierte die Nachrichtenagentur AAP Meteorologen. Die Pilbara Region liegt im Norden des Bundesstaates Western Australia, mehr als 1.000 Kilometer nördlich von Perth. Bei Touristen ist sie wegen ihrer herrlichen Natur mit Wasserfällen und roten Wüstenlandschaften beliebt. Allgemein ist die Region aber sehr dünn besiedelt.
Es ist also einiges los derzeit beim Wetter auf unserem Planeten.
(osc)