Sturm nicht nur in Island

Orkanböen halten Europa in Atem

von Karim Belbachir

Windgeschwindigkeiten für Donnerstag, 6. Februar, in Island
Schwere Sturm- und Orkanböen fegen über Island hinweg.

Schwere Sturm- oder gar Orkanböen und Starkregen: Auf Island macht sich eine Sturmserie bemerkbar die Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Kilometern pro Stunde und Regensummen bis zu 300 Litern auf den Quadratmeter im Gepäck hat. Orkanböen gibt es auch im Süden Europas.

Heftige Windgeschwindigkeiten und Regensummen

Eine Serie von Tiefdruckgebieten tobt sich aktuell über Island aus. Dabei wird kurzzeitig kalte Arktikluft angezapft, bevor erneut milde und feuchte Luft einströmt. Die Wetterlage bringt heftige Orkanböen und extreme Regenmengen mit sich.

Aktuell fegt ein weiteres Orkantief über die Insel. Sturm- und Orkanböen zwischen 70 und 130 km/h treten verbreitet auf. In exponierten Lagen der Berge erreichen die Windspitzen Werte von über 200 km/h. Die Gefahr für schwere Sturmschäden ist enorm.

Kurze Beruhigung vor dem nächsten Sturm

Nach diesem Orkan beruhigt sich die Wetterlage am Wochenende vorübergehend. Doch bereits zu Beginn der kommenden Woche können erneut extreme Winde auftreten. Auf den Bergen drohen Orkanböen mit Tempo von bis zu 170 km/h, während in Küstengebieten im Westen Islands ebenfalls schwere Sturmböen oder gar Orkanböen möglich sind.

Mit dem Orkan gehen auch gewaltige Regen- und Schneemengen einher. Besonders die südlichen und südwestlichen Staulagen sind betroffen. Die Wettermodelle prognostizieren 200 bis 300 Liter pro Quadratmeter Niederschlag, in Spitzen bis zu 400 Liter.

Extremwetter auch im Süden Europas

Mit schweren Sturmböen mussten zuletzt auch Menschen in Griechenland leben. In Ägäis bis runter nach Zypern und im Süden der Türkei ist es weiterhin stürmisch. Teilweise werden Böen in Orkanstärke erwartet. Das gilt vor allem für das Bergland. Am Freitag sind noch einmal Böen bis zu 80 km/h drin. In den höheren Lagen der südlichen Türkei sind sogar Orkanböen möglich.

Als wäre dies nicht genug, bekommen auch Spanien und Frankreich etwas ab. An der Mittelmeerküste Frankreichs und Spaniens wird es stürmisch. Im Zentralmassiv Frankreichs sind teilweise auch Orkanböen mit mehr als 120 km/h prognostiziert.

(kfb)