Wettergefahren Deutschland

Glätte und Wind - Umschwung mit Nebenwirkungen

von Carlo Pfaff & Björn Alexander

Deutschland taut auf und der Lenz blitzt auf. Ein Wetterwechsel, der zum Teil mit Glatteis und einem mitunter stürmischen Wind einhergehen. Hier die aktuelle Entwicklung.
Im Video: Frühlingswärme weht zum Wochenende nach Deutschland

Die Ausgangslage: So taut Deutschland auf

Auf der Vorderseite der Atlantiktiefs muss der eiskalte Hochdruckblock von Westen her schrittweise weichen. Damit sind die bitterkalten Zeiten vorbei – die sonnenverwöhnten mit glasklarem Himmel aber ebenso. Und mit der Warmluftdüse, die uns Luft aus dem Südwesten Europas Spitzen gen 20 Grad bringt, knattern Wolken samt etwas Regen und Nieselregen durch. Eine mitunter brisante Gemengelage.

Nachtfrost - hier bibbert Deutschland

Unwettergefahr durch Glatteis möglich

Die winterliche Kälte hat Deutschland beziehungsweise unsere Böden zum Teil tiefgründig gefroren. Jetzt folgen gebietsweise etwas Regen und Nieselregen. Eine Entwicklung, die von Südwesten bis in den Osten und Nordosten bis einschließlich Freitag gebietsweise mit Glatteis und gefrierendem Regen einhergehen kann. Selbst unwetterartige Blitzeis-Entwicklungen sind mit der herannahenden Milderung nicht auszuschließen.

Niederschläge über Deutschland aktuell

Entspannung von Westen her

Derweil klettern die Temperaturen von Westen her rasch in den zweistelligen Plusbereich und die Nächte verlaufen immer öfter frostfrei. Länger brenzlich bleibt die Situation im Osten, wo der Nachtfrost noch hartnäckiger ist und die Böden tiefgründiger gefroren sind. Einzig die Niederschlagsentwicklung wird von den Wettercomputern vollkommen unterschiedlich bewertet.
Das Gros der Modelle lässt nur wenig Regen bis in den Osten zu. Es gibt auch Ansätze, die uns niederschlagstechnisch eine größere und länger andauernde Glättelage in den östlichen Landesteilen bescheren könnte.

Wind spielt ebenfalls ein Rolle

Zunächst sind starke bis stürmische Böen aus südlichen Richtungen unterwegs. Das betrifft am Freitag und Samstag vor allem die Mittelgebirgslagen. Am Montag und Dienstag wird es dann generell unbeständiger bis nasser und ungemütlicher. Denn ein Sturmtief über Westeuropa lässt auch bei uns die Muskeln spielen.
Mit Sturmböen aus West bis Südwest auf den Bergen und an der See. Im Flach- und Binnenland erwarten uns - neben teilweise kräftigem Regen - starke bis stürmische Böen.

(bal, apf)