Motto ist das Schließen der Frühwarnlücke

Seit 75 Jahren internationaler Tag der Meteorologie am 23. März

Der erste Meteosat-Wettersatellit der zweiten Generation schwebt im Weltall über dem afrikanischen Kontinent (undatiertes Handout). Die europäische Ariane-Rakete hat am Morgen des 29.8.2002 planmäßig um 0.46 Uhr MESZ vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana abgehoben und den 475 Millionen Euro teuren europäischen Wettersatelliten MSG-1 (Meteosat Second Generation) ins All transportiert. Er soll erheblich genauere Wetterdaten liefern als seine Vorgänger. Mit seiner Technik ist es unter anderem möglich, Eiswolken von Regenwolken zu unterscheiden, die Ozonbelastung zu messen und Nebelbildung in der Nacht zu beobachten. Der Satellit wird nun in eine vorläufige Position auf der geostationären Umlaufbahn in 36000 Kilometer Höhe manövriert. Mit ersten kommerziell verwertbaren Daten ist im Sommer 2003 zu rechnen. | Verwendung weltweit
Wettersatelliten aus Weltall bringen ungeheure Datenmengen auf die Erde.

Jedes Jahr am 23. März gibt es den Welttag der Meteorologie, der in diesem Jahr unter dem Motto "Gemeinsam die Frühwarnlücke schließen" steht.

Frühwarnsysteme können Millionen von Leben retten

Die WMO bestätigte kürzlich, dass 2024 das heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen war. Veränderungen in unserer Umwelt führen zu mehr Extremwetterereignissen. Sich rapide verschärfende tropische Wirbelstürme, verheerende Regenfälle, Sturmfluten, Überschwemmungen, tödliche Dürren und Waldbrände sind auf dem Vormarsch. Der Meeresspiegel steigt und setzt dicht besiedelte Küstengebiete der Überschwemmung der Küsten und den Auswirkungen von Meereswellen aus. Die gesellschaftlichen Auswirkungen dieser Ereignisse dauern noch lange an, nachdem die Schlagzeilen verblasst sind.

Das Motto des Welttages der Meteorologen 2025 unterstreicht die entscheidende Bedeutung von Frühwarnsystemen für die Katastrophenprävention und -minderung. Es zeigt, wie diese Systeme Menschen dabei helfen können, verschiedene Naturgefahren wie Stürme, Überschwemmungen und Hitzewellen zu antizipieren und sich darauf vorzubereiten, bevor sie zuschlagen, und letztendlich Millionen von Leben retten können.

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2024 war das Motto „An vorderster Front des Klimaschutzes“

Die WMO wählt zum Tag der Meteorologie jedes Jahr spezielle Themen aus. Im Jahr 2024 hieß im englischen Original „At the Frontline of Climate Action“ und kann übersetzt werden mit „An vorderster Front des Klimaschutzes“. Das sollte darauf hinweisen, dass der Klimawandel eine reale Bedrohung für die gesamte Zivilisation auf der Erde ist.

Internationaler Tag der Meteorologie - Deutschland seit 1954 bei der WMO vertreten

Der internationale Tag der Meteorologie ist nicht zufällig ausgewählt worden. Denn er geht auf das Gründungsdatum der WMO (Weltorganisation für das Wetter (Meteorologie) am 23.03.1950 zurück. WMO ist die Abkürzung für World Meteorological Organization. Im Jahr 1951 wurde die WMO mit Sitz in Genf eine Teilorganisation der Vereinten Nationen (UNO). Sie soll die friedliche Zusammenarbeit der nationalen Wetterdienste im Blick haben.

Wetter, Klima und der Wasserkreislauf kennen keine nationalen Grenzen. Somit ist eine internationale Zusammenarbeit auf weltweiter Ebene für die Entwicklung der Meteorologie und Hydrologie unbedingt nötig. Deutschland ist in der WMO seit 1954 durch den Deutschen Wetterdienst (DWD) vertreten, Österreich trat im Jahr 1957 bei.

(oha mit dpa und WMO)