Luftmassengrenze verlagert sich

Winterchaos in Deutschland: Schneefall, Sturm und Glätte

von Karim Belbachir

Tief Charly hat Deutschland fest im Griff und bringt extremes Winterwetter. Entlang der Luftmassengrenze sind heftige Schneefälle, Regen und teils gefährliche Glätte möglich, während eine stürmische Kaltfront kalte Luft bis in den Süden drängt. Doch wie entwickelt sich das Wetter und wann ist Entspannung in Sicht?
Im Video: Unfälle nach Wintereinbruch

Winter gegen Frühling: Das Gerangel hat begonnen!

Eine markante Luftmassengrenze teilt Deutschland: Im Norden herrscht kalte und trockene Luft, während im Süden milde und feuchte Luft vorherrscht. Entlang dieser Grenze entstehen kräftige Niederschläge, die als Schnee, Regen oder gefrierender Regen fallen. Besonders betroffen sind Regionen von Nordrhein-Westfalen bis in die Uckermark, wo teils intensiver Schneefall erwartet wird. Im Südwesten führen Dauerregen und hohe Pegelstände von Saar bis Mosel zu Hochwassergefahr.

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Stürmische Kaltfront erreicht den Süden

Mit der Kaltfront von Tief Charly dringt die kalte Luft im Tagesverlauf weiter nach Süden vor. Regen geht zunehmend in Schnee über, verliert dabei aber an Intensität. Bis zum Abend bleibt es in einigen Regionen noch trocken, während in anderen Gegenden der Wind stürmisch auffrischt. In der Nacht kühlt es auf bis zu -5 Grad ab, besonders im Süden und in den Mittelgebirgen steigt die Glättegefahr dadurch erheblich. Auf den Straßen ist also besondere Vorsicht geboten.

Wochenende: Frostige Ruhepause

05.01.2025, Dortmund, Wintereinbruch in NRW - In der Nacht zum Sonntag ist es in NRW teils zu starkem Schneefall mit anschließendem Eisregen gekommen. Auf der Autobahn und auf den Straßen ist es aufgrund der Glätte zu starken beeinträchtigungen und zu Unfällen gekommen. Im Bild: Dynamische Aufnahme Dynamik Auto fährt über eine glatte Straße Hamburg Deutschland
Glätte begleitet Autofahrer nicht nur aktuell, sondern auch am Wochenende.

Nach dem turbulenten Wetter beruhigt sich die Lage zum Wochenende. Am Samstag bleibt es meist trocken, mit etwas Schnee in Alpennähe und im Osten. Sonnige Abschnitte gibt es vor allem in Schleswig-Holstein, Südbaden und im Allgäu. Am Sonntag herrscht verbreitet ruhiges Hochdruckwetter, teils aber auch trüb und kalt. Die Temperaturen bewegen sich zwischen -4 und 5 Grad, mit leichtem Wind aus wechselnden Richtungen. Die frostigen Bedingungen könnten länger anhalten.

(kfb)