In Kooperation mitExpertenTesten
Suche
Generic filters
Nur genaue Treffer
Suche im Titel
Suche im Inhalt
Suche in Zusammenfassung
Suche in Kommentaren
Filter by Custom Post Type

Blutdruckmessgerät Test 2019 • Die 8 besten Blutdruckmessgeräte im Vergleich

Blutdruckmessgerät Bestenliste 2019

Letzte Aktualisierung am:

Ähnliche Vergleiche anzeigen

Was ist ein Blutdruckmessgerät?

Was ist ein Blutdruckmessgerät im Test und Vergleich?Ein Blutdruckmessgerät ist ein Gerät, das zur Messung des Blutdrucks verwendet werden kann. Das erste Blutdruckmessgerät verband ein Quecksilberdruckmessgerät mit einer aufblasbaren Manschette, die am Oberarm befestigt wurde. Nach dem Aufblasen wird die Manschette langsam entlüftet, während das Stethoskop verwendet wird, um das Geräusch der Arterie des Armes direkt unter der Manschette zu hören.

Sobald der Druck in der Manschette so niedrig wird, dass eine Durchblutung möglich ist, treten Wirbel in der Arterie des Unterarms auf, die der Arzt oder die Krankenschwester mit dem Stethoskop hört. Der systolische Blutdruck oder Oberdruck kann nun am Manometer abgelesen werden. Wenn der Arzt oder die Krankenschwester die Manschette noch weiter entleert, verschwinden die Töne irgendwann. Der aktuelle Druck ist der diastolische Blutdruck.

Wie funktioniert ein Blutdruckmessgerät?

Ein Blutdruckmessgerät erfasst die Stärke, mit der das Herz das Blut durch den Kreislauf pumpt. Dabei werden ein Maximal- und ein Minimalwert unterschieden. Statt der eigentlichen Pumpstärke des Herzens messen die Geräte den auf den Adern lastenden Druck.

Blutdruckmessgerät – Grundlagen für die beste Messung des Blutdrucks

Blutdruckmessgerät - Grundlagen für die beste Messung des BlutdrucksDas Herz pumpt mit jedem Schlag Blut in den Kreislauf und versorgt dadurch alle Körpergewebe und Organe mit Sauerstoff sowie Nährstoffen. Über die großen Gefäße des Körpers gelangt das Blut in kleinere Äderchen und schließlich zu den Zellen. Das Blut übt einen bestimmten Druck auf die Wände der Gefäße aus – je nachdem, wie stark das Herz schlägt.

Immer dann, wenn sich die linke Herzkammer zusammenzieht, pumpt sie das Blut in die Aorta (Hauptschlagader), sodass der Blutdruck kurz ansteigt und den Maximaldruck (systolischer Blutdruck) erreicht. Nach dem Pumpvorgang entspannt sich die linke Herzkammer, sodass der Druck in den Gefäßen abfällt (Minimaldruck = diastolischer Blutdruck). So pulsiert das Blut wie eine Welle zwischen dem Minimal- und Maximalwert.

Der Blutdruck variiert in Abhängigkeit von Nervensignalen, Hormonen und Gefäßaktionen. Das sympathische Nervensystem, welches den Körper aktiviert, kann die Kraft des Herzschlags erhöhen. Dabei verengen sich die kleinen Gefäße, sodass die gleiche Menge Blut einen höheren Druck auf die Gefäßinnenwände ausübt. Körperliche Entspannung wird über das parasympathische Nervensystem vermittelt, welches den Blutdruck wieder senkt.

Blutdruckmessgerät – die klassische Blutdruckmessung

Blutdruckmessgeräte (auch Sphygmomanometer genannt) zeichnen diese Druckwellen auf, wobei sie das Prinzip des Gegendrucks nutzen. Das gerät pumpt Luft in eine Manschette, die am Ober- oder Unterarm angebracht wird. Im vollständig aufgepumpten Zustand drückt die Manschette die Arterie ab und dabei entspricht der Luftdruck in der Manschette genau dem systolischen (oberen) Blutdruck. Erreicht der Druck in der Manschette des Blutdruckmessgeräts den unteren Blutdruckwert, dann kann der diastolische Druck erfasst werden. Erfunden wurde diese Messmethode durch den italienischer Arzt Scipione Riva-Rocci. Noch heute wird sein Name (abgekürzt als RR) der medizinischen Blutdruckmessung vorangestellt. Da die ersten Blutdruckmessgeräte eine Messsäule mit Quecksilber besaßen, wird zudem noch heute von Millimetern Quecksilbersäule (mmHg) als Maßeinheit gesprochen.

Klassische Blutdruckmessgeräte besitzen zudem eine Manschette und einen Gummi-Pumpball. Durch das Drücken des Balles wird die Manschette ausgeblasen und über das Manometer (der mechanische Druckanzeiger) kann der aktuelle Blutdruck abgelesen werden. Früher horchte der Arzt den Patienten beim Messen des Blutdruckes mit einem Stethoskop ab, um auch den Puls zu erfassen. Durch ein Ventil wird die Luft wieder abgelassen, sodass die Manschette erschlafft. Diese sogenannte auskultatorische (durch Abhorchen erfolgende) Messmethode ist jedoch aufwändig und daher kommen heutzutage sowohl in Praxen als auch bei Geräten für den Hausgebrauch automatische Modelle zum Einsatz. Diese pumpen sich automatisch auf und zur Pulsmessung werden die Schwingungen in der Manschette erfasst (oszillometrische Messmethode).

Anwendungsbereiche für ein Blutdruckmessgerät

Anwendungsbereiche für ein Blutdruckmessgerät im Test und VergleichDer Blutdruck ist ein sehr wichtiges Vitalzeichen und wer unter zu hohem oder zu niedrigem Blutdruck leidet, sollte diesen kontrollieren. Neben der Messung beim Arzt oder in der Apotheke bietet sich daher der Kauf eines eigenen Blutdruckmessgeräts an. Damit die selbst erfassten Werte verlässlich sind, sollte ein zuverlässiges Gerät aus dem Testverwendet werden. Die regelmäßige Untersuchung des Blutdrucks dient der Kontrolle und zeigt, wie sich der Blutdruck über einen längeren Zeitraum entwickelt. Die Werte können daher die punktuellen Messungen beim Mediziner ergänzen.

Blutdruckmessgeräte im Vergleich richtig anwenden

Damit die Erhebung des Blutdrucks gelingt und das Testergebnis den arteriellen Druck zuverlässig widerspiegelt, sollten Sie vor der Messung fünf Minuten zur Ruhe kommen. Vermeiden Sie körperlich anstrengende Aktivitäten vor der Messung und setzen Sie sich entspannt auf einen Stuhl.

Legen Sie den Arm auf den Tisch und bringen Sie die Blutdruckmanschette auf Höhe des Herzens an. Während der Messung selbst sollten Sie nicht sprechen oder sich anderweitig ablenken.

Mehrere Messungen im Vergleich

Um eine Kongruenz der Messungen sicherzustellen, sollte die Blutdruckmessung immer zur gleichen Zeit stattfinden, etwa morgens. Wenn Sie Blutdrucksenker nutzen, dann können Sie den Blutdruck vor der Einnahme der Medikamente erfassen, um den Baseline-Wert zu erhalten. Vergleichen Sie auch die Werte zu verschiedenen Tageszeiten, indem Sie morgens und abends messen. Erscheint der erfasste Wert ungewöhnlich hoch, dann warten Sie zwei Minuten und messen erneut. Bei der zweiten Messung ist der Blutdruck oft geringer.

Welche Arten von Blutdruckmessgeräten gibt es?

Statt klassischer/ manueller Blutdruckmessgeräte, bei denen die Manschette für dem Arm durch einen Gummiball aufgepumpt wird, kommen heute meist digitale Modelle zum Einsatz. Auch die meisten Ärzte verwenden inzwischen ein digitales Blutdruckmessgerät. Dennoch sind die manuellen Blutdruckmessgeräte nach wie vor erhältlich. Sie gelten als besonders genau.

Welche Arten von Blutdruckmessgeräten gibt es?Im Vergleich unterschieden werden:

  • Traditionelle Messgeräte für den Oberarm: müssen über einen Gummiball aufgepumpt werden
  • Beste digitale Blutdruckmessgeräte für den Oberarm
  • Beste digitale Blutdruckmessgeräte für das Handgelenk
  • Geräte mit Batterien vs. integriertem Akku
  • Smarte Blutdruckmessgeräte mit Datenübertragung

Ein manuelles Blutdruckmessgerät im Test

Das manuelle Blutdruckmessgerät besteht aus einer aufblasbaren Manschette, einem Messsystem (Manometer), einem Schlauch, der beides verbindet, und einer Pumpe zur Erhöhung des Drucks in der Hülse, die ebenfalls mit dem Schlauch verbunden ist. Die Pumpe ist mit einem Ventil ausgestattet, um den Druck zu regeln und schrittweise zu reduzieren. Das manuelle Blutdruckmessgerät wird in Kombination mit einem Stethoskop verwendet, mit dem der Mediziner die Rückkehr von Herzschlägen in der Arterie des Armes (systolischer Druck) erkennen kann.  Durch Ablesen des Wertes, den das Manometer zu diesem Zeitpunkt anzeigt, erhält man den systolischen Blutdruck.

Fällt der Umfangsdruck unter den diastolischen Druck, werden die Schläge im Stethoskop unhörbar und der Wert des Manometers entspricht dem minimalen Blutdruck. Die Größe der Manschette muss an die Größe des Armes angepasst werden. Manuelle medizinische Blutdruckmessgeräte sind professionelle Blutdruckmessgeräte, die in der Regel von Ärzten verwendet werden.
  • Professionelle Messung des Blutdrucks
  • Zur Analyse des Blutdrucks von Ärzten oder Krankenpflegern verwendet
  • Auswertung des Pulsschlags erfordert Erfahrung
  • Manschette muss manuell aufgepumpt werden
  • Druck der Manschette kann als unangenehm empfunden werden
  • Erfordert Übung für die Anwendung zu Hause

Warentest – Kontrolle des Blutdrucks mit einem digitalen Blutdruckmessgerät für den Oberarm

Warentest - Kontrolle des Blutdrucks mit einem digitalen Blutdruckmessgerät für den OberarmDigitale Blutdruckmessgeräte für den Oberarm besitzen ein Display, welches die erhobenen Werte darstellt. Die Sensoren in der Manschette sind durch einen Schlauch mit dem Display verbunden. Ein Vorteil der Oberarm-Messgeräte ist ihre Genauigkeit. Durch das Anlegen der Manschette am Oberarm befinden sich die Sensoren auch in der empfohlenen Herzhöhe.

Problematisch kann die Handhabung sein, denn das Anlegen am Oberarm erfordert etwas Geschick. Automatische Geräte sind heute weit verbreitet und benötigen dank der Verwendung integrierter Sensoren keine Stethoskope mehr. Auch in Praxen findet diese Art von Blutdruckmessgerät zunehmend Verwendung, da die Messung hiermit schneller erfolgt.

Nach dem Anlegen des Geräts wird das Aufpumpen der Manschette über einen Start-Knopf aktiviert. Ein Sensor registriert den systolischen Blutdruck und beim Ablassen der Luft auch den diastolischen Blutdruck sowie die Herzfrequenz (Puls). Einige Geräte können sogar Herzrhythmusstörungen erfassen (unregelmäßiger Herzschlag).

  • Schnelle Messung
  • Beste Genauigkeit im Test
  • Auch für Anwendung zu Hause gut geeignet
  • Puls wird mit erfasst und angezeigt
  • Manschette am Oberarm sitzt automatisch auf Herzhöhe
  • Anbringen der Manschette erfordert etwas Geschick
  • Druck der Manschette am Oberarm kann als unangenehm empfunden werden

Beste Blutdruckmessgeräte für das Handgelenk

Beste Blutdruckmessgeräte für das Handgelenk im Test und VergleichEine Alternative zum Blutdruckmessgerät mit Manschette für den Oberarm sind Handgelenk-Messgeräte, die den Blutdruck direkt am Handgelenk erfassen. In einigen Fällen darf nicht am Oberarm gemessen werden, sodass nur die Blutdruckmessung am Handgelenk bleibt. Dies gilt etwa dann, wenn am Oberarm ein Shunt für die Dialyse gelegt wurde. Das eigentliche Messgerät ist mit der Manschette verbunden, wodurch ein praktisches und handliches Design entsteht.

Die Manschette kann einfach mit der anderen Hand angebracht werden. Häufig wird sie mit einem Klettverschluss an die Breite des Handgelenks angepasst und dann verschlossen. Bedingt durch ihre kompakte Bauart werden die Handgelenk-Blutdruckmessgeräte durch AA- oder AAA-Batterien mit Strom versorgt.

Einige Modelle besitzen auch einen wiederaufladbaren integrierten Akku. Wichtig ist jedoch, dass der Arm bei der Messung leicht angewinkelt werden muss, sodass das Blutdruckmessgerät auf Höhe des Herzens gehalten wird. Ansonsten können die Werte verfälscht (zu hoch) werden.
  • Müssen auf Höhe des Herzens gehalten werden
  • Einfache Handhabung
  • Hohe Genauigkeit bei korrekter Messung
  • Druck der Manschette weniger intensiv und daher angenehmer

Ein smartes Blutdruckmessgerät im Test

Neuere Blutdruckmessgeräte können die erhobenen Daten via Bluetooth sowie NFC an das Tablet oder Smartphone senden. Eine App stellt dann die Werte dar, etwa als Diagramm oder Verlaufskurve. Die Geräte selbst sind meist als Blutdruckmessgerät für das Handgelenk konzipiert und besitzen ein kleineres Display, da die Messwerte nicht auf dem geräteeigenen Display, sondern dem Smartphone dargestellt werden.

  • Verlässliche Messung wie bei anderen Blutdruckmessgeräten für das Handgelenk
  • Kompakte und kleine Bauweise
  • Koppelung mit App erforderlich
  • Daten können als Langzeitmessung oder Diagramm dargestellt werden

So werden Blutdruckmessgeräte im Vergleich getestet

So werden Blutdruckmessgeräte im Vergleich getestetDie wichtigste Eigenschaft bei einem Blutdruckmessgerät ist die Zuverlässigkeit der Messung. Der Blutdruck soll möglichst genau ermittelt werden, um eine medizinische Aussage treffen zu können. In der Vergleichstabelle der Blutdruckmessgeräte hat die Messgenauigkeit daher einen besonderen Stellenwert. Für einen Vergleich der Blutdruckmessgeräte sind auch die Verarbeitung, die Handhabung und Bedienbarkeit der Modelle zu bewerten.

Wie groß sind die Displays und können diese gut abgelesen werden? Welches Zubehör ist neben dem eigentlichen Blutdruckmessgerät im Lieferumfang enthalten? Kann das Blutdruckmessgerät im Vergleich einfach bedient werden? Kann der Verbraucher die Manschette leicht anlegen und sitzt diese gut am Arm? Gibt es weitere Sonderfunktionen, die für den Blutdruckmessgerät-Test wichtig sind?

Messgenauigkeit als Merkmal im Test

Um die Genauigkeit einer Blutdruckmessung im Test zu erfassen, wird das Kriterium der Ähnlichkeit herangezogen. Wenn Experten einen Praxistest durchführen, dann nehmen sie an einem Probanden mehrere Messungen vor und nutzen zusätzliche Referenzmessungen, die mit einem geeichten Blutdruckmessgerät sowie einem Stethoskop durchgeführt werden – dem medizinischen Standard. Durch die Nebeneinanderstellung der Messung mit dem zu testenden Blutdruckmessgerät und der Kontrolle mit einem geeichten Gerät kann die Übereinstimmung beider Messwerte und damit die Genauigkeit der Messung bestimmt werden. Wichtig ist dabei zudem, dass die Messungen in einer korrekten Haltung vorgenommen werden (Gerät auf Höhe des Herzens, entspannte Sitzhaltung).

Die Stiftung Warentest verwendet darüber hinaus ein sehr genaues Testverfahren, bei dem Simulatoren zum Einsatz kommen. Diese Simulatoren wurden auf bestimmte Blutdruckwerte eingestellt und somit konnte im Vergleich ganz genau erfasst werden, wie gut ein getestetes Blutdruckmessgerät in der Lage war, den simulierten Wert festzustellen.

Die Handhabung im Vergleich

Im Test der Blutdruckmessgeräte sticht eine einfache Handhabung positiv heraus. Gerade wenn Sie zu Hause messen möchten, sollte das Blutdruckmessgerät intuitiv bedienbar sein, um Ihnen die Messung zu erleichtern. Ein guter Sitz der Manschette sollte ebenso gewährleistet sein wie ein einfaches Ablesen des Displays.

Smarte Zusatzfunktionen im Test

Immer mehr Blutdruckmessgeräte bieten smarte Zusatzfunktionen und können über NFC oder Bluetooth mit dem Smartphone verbunden werden. Dadurch können die Messwerte im Handy gespeichert werden und auch der Verlauf der Werte aus dem Test ist grafisch darstellbar, etwa als Langzeit-Vergleich. Wer sich solche smarten Zusatzfunktionen wünscht, sollte darauf achten, dass das Verbinden des Geräts mit dem Smartphone auch einfach und zuverlässig gelingt. Werden die Zusatzfunktionen im Test auf die Probe gestellt, dann kommt es darauf an, wie lange es dauert, das Blutdruckmessgerät mit dem Handy zu koppeln und ob die Datenübertragung bei allen Modellen funktioniert.

Mögliche Test-Kriterien im Vergleich der Blutdruckmessgeräte

Die Stiftung Warentest und andere Test-Institutionen haben Blutdruckmessgeräte einer Inspizierung unterzogen und dabei Kriterien wie Zuverlässigkeit bzw. Genauigkeit der Messung, Handhabung und Bedienbarkeit zur Einschätzung der Modelle verwendet.

Kriterium 1 im Test/ Vergleich: Genauigkeit

Kriterium 1 im Test und Vergleich: die GenauigkeitDie Deutsche Hochdruckliga weist darauf hin, dass die Messgenauigkeit das wichtigste Kriterium in einem Test oder Vergleich ist. Als Referenzmessung dient die Blutdruckmessung durch ein geeichtes und manuelles Blutdruckmessgerät mit Stethoskop. Im Experiment sollte ein Blutdruckmessgerät möglichst den gleichen Wert wie das geeichte Referenzgerät anzeigen.

Ein Vergleichssieger darf im Testlauf nicht mehr als +/- 5 mmHg vom Referenzwert abweichen. Hierbei muss auch bedacht werden, dass der Blutdruck schwanken kann und sich daher bei einer wiederholten Messung leichte Abweichungen ergeben. Unterschiede von mehr als 10 mmHg sind nicht selten, aber beim Test-Versuch wird nur dann eine gute Testnote vergeben, wenn die Schwankungen gering sind.

Kriterium 2 im Test/ Vergleich: Handhabung

Die Handhabung ist besonders dann relevant, wenn Sie Ihr Blutdruckmessgerät zu Hause allein verwenden möchten. Ein großes Display, was das Ablesen der Werte mir klaren Kontrasten erleichtert, wird ebenso positiv bewertet wie eine einfach anzubringende Manschette.

Für besonders schmale oder breite Arme kann eine gesonderte Manschette notwendig sein, die bei manchen der Blutdruckmessgeräte beiliegt. Praktische Aufbewahrungstaschen erleichtern die Handhabung des Blutdruckmessgeräts.

Kriterium 3 im Test/ Vergleich: Beste Anbindung an eine App

Nicht jeder benötigt die Anbindung an das Smartphone. Sollen die Daten aber im Langzeitverlauf gespeichert und grafisch aufbereitet werden, dann sind smarte Blutdruckmessgeräte eine gute Lösung. Die Stiftung Warentest hat im Blutdruckmessgerät-Vergleich darauf geachtet, ob die Anbindung an das Smartphone leicht hergestellt werden kann, etwa ob das Blutdruckmessgerät via Bluetooth automatisch erkannt wird. Werden die Werte dann auch gespeichert oder muss die Langzeitspeicherung erst aktiviert werden? Ebenso bewerteten die Tester den Datenschutz: Werden bei Online-Anbindung der Nutzername und das Passwort gesichert oder unverschlüsselt übertragen?

Kriterium 4 im Test/ Vergleich: Gebrauchsanweisung

Kriterium 4 im Test und Vergleich: die GebrauchsanweisungEine gut verständliche Gebrauchsanweisung auf Deutsch ist ein wichtiges Kriterium. Diese sollte nicht nur alle Informationen zur richtigen Handhabung des Blutdruckmessgeräts beinhalten, sondern auch Hinweise dazu, wie die korrekte Messung gelingt und welche Messwerte je nach Alter der Testperson als normal gelten. Eine Gebrauchsanweisung sollte die zentralen Informationen gut verständlich darbieten und das in einer Schriftgröße, die angenehm lesbar ist.

Kriterium 5 im Test/ Vergleich: Hinweis auf Fehlmessungen

Fehlmessungen können schnell entstehen, etwa durch Bewegungen beim Messen oder wenn die Kompression der Arterien nicht gelingt. Ist das Blutdruckmessgerät falsch angelegt, dann ist eine zuverlässige Erhebung des Blutdrucks nicht möglich. Moderne Blutdruckmessgeräte erkennen solche Fehlmessungen und signalisieren über eine Warnleuchte, dass das Messen nicht genau erfolgen kann. Das Gerät sollte auch klar erkennbar machen, ob z.B. eine Unregelmäßigkeit des Herzschlags vorliegt oder eine Fehlmessung.

Kriterium 6 im Test/ Vergleich: Herz-Arrhythmie-Erkennung

Neben der Erfassung des Blutdrucks und des Pulsschlags erkennen manche Blutdruckmessgeräte auch eine Herz-Arrhythmie. Gemeint ist damit ein unregelmäßiger Herzschlag. Im Vergleich bieten einige Geräte eine Herz-Arrhythmie-Erkennung, welche auf Unregelmäßigkeiten des Herzschlags (ausgelassener Herzschlag oder Zusatzschläge) hinweist.

Je nach Hersteller sind diese Hinweise auf verschiedene Weise gestaltet, etwa als blinkendes Herz-Symbol oder als farbige grafische Ausgabe und Skala.

Kriterium 7 im Test/ Vergleich: Störanfälligkeit

Kriterium 7 im Test und Vergleich: die StöranfälligkeitEin wichtiges Kriterium, das sich auch im Vergleich der Stiftung Warentest wiederfindet, ist die Störanfälligkeit. Diese macht sogar 10% der Testnote aus und bezog sich darauf, wie leicht die Messwerte ungewollt verfälscht werden. Wichtig ist hierbei, ob ein niedriger Batterie- oder Akkuladezustand die Messwerte verändern oder die Geräte durch einen Sturz aus Tischhöhe Defekte aufwiesen. Gerade bei Geräten, die täglich im Einsatz sind, ist es nicht unwahrscheinlich, dass diese auch einmal herunterfallen.

Kriterium 8 im Test/ Vergleich: Beste Batterie- oder Akkulaufzeit

Ein Blutdruckmessgerät wird immer wieder genutzt. Bei digitalen Geräten ist daher die Batterie- oder Akkulaufzeit ein wichtiges Kriterium. In einem Blutdruckmessgerät für den Oberarm werden meist A- oder AA-Batterien bzw. Akkus verwendet, in einem Blutdruckmessgerät für das Handgelenk sind es auch AAA-Batterien. Diese müssen keine kürzere Laufzeit aufweisen, weil die Manschetten für das Handgelenk weniger stark aufgepumpt werden und daher weniger Energie verbraucht wird. Bei smarten Geräten mit Blutdruckmesser sind die Akkus meist integriert, die dann via USB oder Micro-USB aufgeladen werden müssen.

Kriterium 9 im Test/ Vergleich: Anzahl der Speicherplätze beim Blutdruckmessgerät

Da sich der Blutdruck im Laufe des Tages ändert, ist es wichtig, die Werte über einen längeren Zeitraum (mindestens 14 Tage) zu erfassen. Die gemessenen Blutdruckdaten sollten Sie entweder aufschreiben oder im internen Speicher der Blutdruckmessgeräte hinterlegen. Einige Blutdruckmessgeräte im Test besitzen einen solchen integrierten Speicher. Diese erlauben es, die bisher gemessenen Werte als Vergleichsmaßstab zu hinterlegen.

Je nach Blutdruckmessgerät stehen unterschiedlich viele Speicherplätze zur Verfügung und diese können auch auf mehrere Personen aufgeteilt werden. Der Mittelwert der letzten Messungen kann zum Vergleich berechnet werden.

Worauf muss ich beim Kauf eines Blutdruckmessgeräts sonst noch achten?

Die Entscheidung für oder gegen ein Blutdruckmessgerät hängt auch von den eigenen Vorlieben ab. Wer Werte speichern oder via App bzw. am PC auswerten möchte, sollte darauf achten, dass die passenden Programme entweder kostenfrei erhältlich sind oder mit dem Blutdruckmessgerät aus dem Vergleich mitgeliefert werden. Oftmals können die Anwendungen auf der Webseite des Herstellers heruntergeladen werden, wobei diese natürlich mit dem eigenen Smartphone oder PC kompatibel sein sollten.

Vorstellung der führenden 10 Herstellern/Marken

Im Test haben sich vor allem Modelle von deutschen Herstellern als beste Blutdruckmessgeräte hervorgetan. Bei der Stiftung Warentest und der Hochdruckliga konnten zudem Oberarm-Blutdruckmessgeräte und Modelle für das Handgelenk von bekannten Medizinprodukteherstellern aus Japan punkten.

  • Braun
  • Sanitas
  • Uebe
  • Boso
  • Beurer
  • Omron
  • Panasonic
  • Aponorm
  • Medisana
  • Withings
Sieger des unabhängigen Vergleichs der Stiftung Warentest wurde 2018 ein Blutdruckmessgerät der Firma Braun. Dieses überzeugte mit hoher Messgenauigkeit und sehr guter Handhabung. Die Braun GmbH ist ein deutsches Unternehmen, das kleine Elektrogeräte herstellt. Die Firma wurde 1921 in Frankfurt am Main gegründet und gehört heute zu Procter & Gamble. Die Produktpalette von Braun umfasst Elektrorasierer, Küchengeräte (Kaffeemaschinen, Mixer, etc.), elektrische Zahnbürsten, Haartrockner, Uhren und Blutdruckmessgeräte. Braun besitzt eine eigene Sparte für elektrische Pflegeprodukte und Medizinprodukte. Das zeitgenössische Braun-Design vereint leuchtende Farben und eine leichten Haptik, während es dennoch optisch reduziert und funktionalistisch ausgerichtet ist.
Der Hersteller Sanitas hat sich vor allem auf Blutdruckmessgeräte spezialisiert, die im unteren bis mittleren Preissegment zu finden sind. Im Test überzeugen die Modelle daher durch günstige Preise und kompakte Designs. Im Vergleich der Stiftung Warentest werden auch die gute Verarbeitung und der Funktionsumfang gelobt. Sanitas ist eine Marke aus der Unternehmensgruppe Beurer und befindet sich im Eigentum der Hans Dinslage GmbH.
Uebe besitzt eine lange Firmengeschichte – das mittelständische Unternehmen wurde 1890 in Zerbst gegründet. Zu einer der ersten Errungenschaften des Herstellers gehörte ein modernes Fieberthermometer. Der Konzern biete heute eine eigene Produktsparte für Blutdruckmessgeräte. Getestet wurde ein Blutdruckmessgerät von Uebe von der Stiftung Warentest bereits 2010. Das damalige Modell überzeugte durch eine lange Batterielaufzeit und eine Zuordnung der Blutdruckwerte zu Risikogruppen. Auch in späteren Tests schnitten die Geräte von Uebe gut ab.
2016 untersuchte die Stiftung Warentest gleich mehrere Blutdruckmessgeräte von Boso. Im Vergleich konnten das Messgerät für das Handgelenk und das Modell für den Oberarm durch beste Noten überzeugen. Das Unternehmen gehört zur Bosch + Sohn GmbH und Co. KG, die sich auf Blutdruckmessgeräte spezialisiert hat. Gegründet wurde das Unternehmen mit dem Sitz in Jungingen im Zollernalbkreis bereits Ende des 19. Jahrhunderts und bereits um 1900 ging die Produktion von Blutdruckmessgeräten in Serie. Das Unternehmen entwickelte sogar das erste Selbstmessgerät und führte in Deutschland die oszillometrische Messmethode ein.
Schon 2010 nahm die Stiftung Warentest ein Blutdruckmessgerät von Beurer unter die Lupe und lobte dieses für das kontrastreiche Display und die einfache Bedienung über die Sensortasten. Später wurden auch neuere Modelle von Beurer in den Blutdruckmessgerät-Vergleich einbezogen, etwa Geräte mit App- und Bluetooth-Unterstützung oder Risiko-Skala. Die Beurer GmbH ist ein deutscher Mittelständer und produziert elektrische Geräte für Gesundheit und Wohlbefinden. Ursprünglich als Hersteller von Heizdecken, begann das Unternehmen in den 1980er Jahren mit der Diversifizierung seiner Produktpalette.
Im Vergleich der Stiftung Warentest konnte das Blutdruckmessgerät von Omron 2016 überzeugen. Das Blutdruckmessgerätfür das Handgelenk war kaum störanfällig und erzielte eine gute Messgenauigkeit. Damals wurde das Blutdruckmessgerät von Omron sogar der Testsieger. In anderen Tests wurde die Modelle von Omron als leicht, klein und edel gelobt. Das Unternehmen wurde 1933 im japanischen Osaka von Kazuma Tateisi gegründet. Später verlagerte sich die Produktion auf genauere Uhren für Röntgenaufnahmen und spezielle Relais. Die Nachfrage nach Relais wuchs und als Folge wurden auch Präzisionsschalter hergestellt. Später kamen weitere Produkte, wie Blutdruckmessgeräte, hinzu.
Schon 2010 konnte ein Blutdruckmessgerät von Panasonic im Vergleich der Stiftung Warentest überzeugen. Die leichte Bedienbarkeit und die hohe Genauigkeit waren hierfür ausschlaggebend. Das japanische Unternehmen Panasonic ist der weltweit größte Hersteller von Elektronik. Der Konzern hat seinen Sitz in Kadoma, Osaka und wurde 1918 von Konosuke Matsushita gegründet. Die ersten Produkte des Unternehmens waren Lampen, die ab 1927 unter dem Markennamen National verkauft wurden. Im Mai 1949 wurde das Unternehmen an der Tokioter Börse und 1971 an der New Yorker Börse notiert. Zum Portfolio gehören zahlreiche Elektrogeräte und sogar hochpräzise Teile für die Autoindustrie. Auch bei Medizinprodukten ist Panasonic stark vertreten.
Messgenauigkeit und Handhabung waren es, die einst Stiftung Warentest von einem Oberarm-Blutdruckmessgerät von Aponorm im Vergleich zu anderen Modellen überzeugten. Das Unternehmen hat sich auf professionelle Blutdruckmessgeräte spezialisiert – nicht nur für Heimanwender, sondern auch für Kliniken und niedergelassene Ärzte. Damit stellt Aponorm an die Medizinprodukte hohe Ansprüche, die in der Praxis erfüllt werden müssen. Die Marke gehört zum WEPA Apothekenbedarf, der auch Inhalationsgeräte und Fieberthermometer produziert. Die Geräte können nur über Apotheken bestellt werden, sind jedoch auch bei Online-Apotheken gelistet.
Als sehr handlich lobten Experten beim Vergleich die Geräte von Medisana. Diese sind leicht und auch für die Anwendung unterwegs geeignet. Das auf Medizintechnik spezialisierte Unternehmen sitzt in Neuss und entwickelt sowie vertreibt Gesundheitsprodukte für Endverbraucher. Blutdruckmessgeräte gehören hier zur Sparte Gesundheitskontrolle, neben vier weiteren Schwerpunkten (Therapiegeräte, Körperpflege, Wellness und Mobile Health). Inzwischen stellt das Unternehmen auch smarte Geräte her, die mit dem Tablet oder Smartphone gekoppelt werden können.
Besonders kompakt sind die Blutdruckmessgeräte von Withings. Diese werden auf Wunsch auch mit Sonder-Manschetten geliefert, etwa größeren Manschettenweiten, und sind als smarte Geräte vernetzbar. Zu den Innovationen des Unternehmens gehört ein kabelloses Blutdruckmessgerät, welches an das Smartphone gekoppelt wird. Withings ist ein französisches Unterhaltungselektronikunternehmen mit Hauptsitz in Issy-les-Moulineaux, Frankreich, mit Büros in Cambridge, Massachusetts, USA und Hongkong. Withings erhielt zahlreiche Auszeichnungen für seine Produkte und Innovationen und war ein Flaggschiff der französischen Tech-Community. Es wurde am 26. April 2016 vom finnischen Nokia gekauft und im Mai 2018 wurde Withings wieder zu einem eigenständigen Unternehmen. So werden auch die Blutdruckmessgeräte aus dem Vergleichund Test weiter unter dem renommierten und für sein Innovationen bekannten Markennamen angeboten.

 

Vergleich Internet vs. Fachhandel: Wo kaufe ich mein Blutdruckmessgerät am besten?

Vergleich Internet vs. Fachhandel: Wo kaufe ich mein Blutdruckmessgerät am besten?Blutdruckmessgeräte können sowohl im stationären Handel, etwa einer Apotheke, als auch online gekauft werden. Im Vergleich zum Online-Handel kann der Kauf vor Ort dann sinnvoll sein, wenn Sie eine professionelle Beratung benötigen. In der Apotheke können Sie Informationen dazu einholen, welches Gerät am besten für Sie geeignet ist und sich dieses live vorführen lassen. Dabei gibt es die Möglichkeit, das Blutdruckmessgerät gleich selbst einem Test zu unterziehen und es auszuprobieren.

Viele Hersteller von Blutdruckmessgeräten und auch die renommierten Anbieter aus dem Blutdruckmessgeräte-Test bieten Ihre Modelle aber auch online an. Als Medizinprodukte durchlaufen diese Tests und Vergleiche, müssen Qualitätsnormen erfüllen und stehen damit genauso für Qualität wie ein Blutdruckmessgerät aus dem stationären Handel. Online können Sie aus einer großen Vielzahl von Geräten wählen und aus dem Vergleich das Modell finden, was genau zu Ihren Anforderungen passt – unterstützt durch die Meinungen anderer Kunden und einen Test-Bericht.

Häufige Nachteile anhand der Kundenrezensionen auf Amazon

Bei smarten Geräten, welche die Werte an eine App senden, bemängeln Nutzer, dass sie bei der Verwendung des Blutdruckmessgeräts aus dem Test auf die App angewiesen sind und die Modelle ohne Aktivierung der App die Werte nicht speichern. Kritisch wurden auch Probleme mit der Bluetooth-Übertragung oder ein geringer Funktionsumfang der zugehörigen App gesehen. Diese Kritikpunkte betreffen Blutdruckmessgeräte, die mit dem Tablet oder Smartphone gekoppelt werden und zeigen, dass die Technik noch ausbaufähig ist. Kritisiert wurden auch Abweichungen der Werte zwischen dem, was das digitale Blutdruckmessgerät ergibt, und dem, was das manuelle Blutdruckmessgerät beim Arzt erfasst.

Hier muss aber bedacht werden, dass die Werte nach wiederholten Messungen oft geringer sind. Bei Geräten mit Oberarmmanschette war ein weiterer kritischer Punkt, dass einige Nutzer den Druck der Manschette als unangenehm empfanden.

Diese Vor-und Nachteile schildern Kundenrezensionen im Vergleich

Diese Vor-und Nachteile schildern Kundenrezensionen im VergleichDie für den Test betrachteten Kundenrezensionen schildern verschiedene Probleme, die bei einigen Blutdruckmessgeräten aufgetreten sind. Dazu zählten eine geringe Laufzeit der mitgelieferten Batterien sowie Defekte der Manschette als Garantiefall, sodass diese sich nicht aufpumpen lässt. Ebenso benannt wurde eine Nicht-Kompatibilität mit Standard-Ladegeräten, sodass Nutzer ein spezielles Ladegerät für den Akku des Blutdruckmessgeräts kaufen mussten oder schwer verständliche Bedienungsanleitungen sowie die nicht immer intuitive Bedienung gerade bei komplexen Geräten.

Positiv wurden in den Bewertungen Geräte mit hoher Messgenauigkeit hervorgehoben, wie das Beurer BM 27. Dieses wurde auch für seine einfache Bedienbarkeit und den guten Sitz der Oberarmmanschette von Kunden gelobt. Wichtig war den Kunden, deren Erfahrungen im Test aufgegriffen wurden, zudem das große Display. Dieses kann gut abgelesen werden.

Die Prüfung des Sitzes der Manschette und eine Warnmeldung, wenn diese nicht richtig sitzt, der hochwertige Klettverschluss und die einfache Blutdruckmessung mit nur einem Knopfdruck sind weitere positive Punkte. Ein gut lesbares Display, die einfache Bedienbarkeit und die praktische Speicherfunktion wurden in anderen Kundenrezessionen genannt, etwa beim Boso Medicus Uno. Nutzer empfanden auch das praktische Format als sehr positiv. Eine hohe Genauigkeit der Messgeräte im Vergleich zur manuellen Messung in der Arztpraxis, der sparsame Energieverbrauch und die Erweiterbarkeit mit einer XL-Manschette werden von Nutzern beim Sanitas SBM 21 Oberarm-Blutdruckmessgerät hervorgehoben.

Wissenswertes & Ratgeber

Der Erfinder des Blutdruckmessgeräts

Der Erfinder des Blutdruckmessgeräts im Test und VergleichDer italienische Arzt Scipione Riva-Rocci (1863-1937) entwickelte als erster ein Blutdruckmessgerät mit Manschette zur Messung des Blutdrucks bei Patienten und die noch heute gebräuchliche Abkürzung “RR” für Blutdruck leitet sich von seinem Namen ab. Ein Blutdruckmessgerät basiert auf dem Prinzip des externen Gegendrucks. Je höher der Druck in der Arterie, desto mehr Gegendruck wird benötigt.

Die meisten Blutdruckmessgeräte in der Eignungsprüfung und im Produkttest arbeiten ähnlich zum Prinzip des durch Riva-Rocci entwickelten Blutdruckmessers, müssen aber nicht mehr von Hand aufgepumpt werden. Stattdessen kommen batterie- oder akkubetriebene Modelle zum Einsatz, bei denen der Pump- und Messvorgang automatisch ablaufen – nicht nur für Mediziner eine Erleichterung, sondern auch für alle, die den Blutdruck zu Hause testen möchten.

Der Blutdruck als Vitalitätszeichen

Mit zunehmendem Alter wird Bluthochdruck (Hypertonie) häufiger, oft bedingt durch andere Erkrankungen (z.B. nachlassende Elastizität der Arterien). Die Kontrolle, ob und zu welcher Tageszeit erhöhte Werte vorliegen, liefert wichtige Informationen für die weitere Behandlung. Wird zu hoher Blutdruck nicht erkannt und bleibt damit unbehandelt, kann sich das Risiko für Folgeerkrankungen, wie Herz- und Nierenprobleme, erhöhen. Denn der zu hohe Druck schädigt die feinen Gefäße. Auch für Sportler empfiehlt sich eine Überwachung des Blutdruckes, um die Werte vor und nach dem Training zu vergleichen.

Stiftung Warentest Blutdruckmessgerät Test – die Ergebnisse

Im Herbst 2018 stellte die Stiftung Warentest Blutdruckmessgeräte erneut auf die Probe – wie schon 2010 und 2016. Als Kriterien beim Test zogen die Tester dabei die Genauigkeit der Messung, die Handhabung, die Störanfälligkeit sowie das Datensendeverhalten bei smarten Geräten heran. Mit der Note “Gut” wurden vier Geräte im Vergleich bewertet – das Handgelenk-Blutdruckmessgerät Omron RS2, das Boso Medistar+ sowie das Oberarm-Blutdruckmessgerät Boso Medicus X und das Braun ExactFit 5. Das Blutdruckmessgerät von Omron war nicht nur das beste im Test, sondern auch eines der günstigsten Modelle. Mit der Gesamtnote 2,2 überzeugte es im Vergleich, vor allem wegen der geringen Störanfälligkeit.

Bereits im Test 2016 kam die Stiftung zu diesem positiven Ergebnis für Omron. 2016 wurde zudem das Boso Medicus X mit der nur wenig schlechteren Gesamtnote 2,3 ausgezeichnet. Es beeindruckte im Vergleich durch eine einfache Handhabung, eine lange Akkulaufzeit und die gut verständliche Gebrauchsanweisung.

Häufige Fragen zum Test der Blutdruckmessgeräte

An welchem Arm soll ich den Blutdruck messen?

Meist wird am linken Arm gemessen, da dieser bei Rechtshändern etwas weniger Muskulatur und damit weniger Anspannung aufweist. Zur Kontrolle können Sie an beiden Armen messen und den Blutdruck zukünftig an dem Arm erfassen, an dem bei dieser Gegenüberstellung ein höherer Wert getestet wurde.

Wie hoch darf der Blutdruck beim Test sein?

Wie hoch darf der Blutdruck beim Test sein?Die von Ihnen zu Hause erfassten werte sollten bei ca. 135 / 85 mmHg liegen. Beim Arzt sind die Werte aufgrund der anderen Umgebung und der Aufregung des Patienten oft höher.

Was kann ich tun, wenn die Oberarmmanschette nicht passt?

Bei einigen Modellen im Test kann bei Bedarf eine XL-Manschette oder eine kleinere Manschette bestellt werden.

Können die Werte gespeichert werden?

Bei vielen Geräten im Test werden die Blutdruckmessungen in einem internen Speicher aufbewahrt oder die Daten können via Bluetooth an den PC oder eine App gesendet werden.

Ist es normal, dass die gemessenen Werte beim Arzt höher sind?

Ja, aufgrund der anderen Umgebung und der Aufregung beim Arzt können sich bei der Messungen durch den Arzt höhere Werte ergeben als beim Test zu Hause.

Bietet ein Blutdruckmessgerät auch einen Test auf Herzrhythmusstörungen?

Bietet ein Blutdruckmessgerät auch einen Test auf Herzrhythmusstörungen?Nicht alle, aber einige Geräte besitzen eine sogenannte Arrhythmie-Erkennung, welche Unregelmäßigkeiten im Herzschlag erfasst.

Welche Prüfsiegel gibt es für ein Blutdruckmessgerät?

Neben dem Urteil der Stiftung Warentest sind manche Blutdruckmessgeräte mit dem Prüfsiegel der Deutschen Hochdruckliga ausgezeichnet, welches für eine klinisch validierte Messgenauigkeit im Test steht.

Wie kann ich testen, ob mein Blutdruckmessgerät genau misst?

Wer als Verbraucher die Genauigkeit selbst einer Probe unterziehen möchte, kann das Blutdruckmessgerät mit zum Arzt oder zur Apotheke nehmen und dort mit dem Messwert eines Referenzgeräts vergleichen lassen.

Brauche ich Batterien für das Blutdruckmessgerät?

Die meisten Blutdruckmessgeräte im Vergleich nutzen Batterien als Stromquelle. Einige besitzen integrierte Akkus – die beste Lösung, wenn Sie die Batterien nicht wechseln wollen. Hier erhalten Sie ein Netzteil zum Aufladen des Akkus.

Können mehrere Personen das gleiche Blutdruckmessgerät verwenden?

Ja, viele der Blutdruckmessgeräte im Vergleich besitzen Speicherplätze für die Daten mehrerer Personen.

Alternativen zum Blutdruckmessgerät

Eine mögliche Alternative zum Blutdruckmessgerät aus dem Vergleich sind Fitnesstracker oder Aktivitätstracker, die auch über Funktionen der Kreislaufüberwachung verfügen.

Blutdruckmessgerät mit optischen Sensoren

Blutdruckmessgerät mit optischen Sensoren im Test und VergleichNeu ist die Messung mittels optoelektronischer Sensoren. Diese kommen gerade bei Fitnesstrackern zum Einsatz. Sie besitzen kleine Lichtquellen an der Innenseite des Armbands. Das ausgesendete Licht kann in die Haut eindringen und bis zu den Blutgefäßen gelangen. Diese reflektieren je nach Blutfluss einen Teil des Lichtes, der dann wiederum von einem Sensor (Photodetektor) erfasst wird. Auf diese Weise kann der Tracker die Systole (Blutfluss nimmt zu) sowie die Diastole (Blutfluss nimmt ab, Gefäßdurchmesser reduziert sich) messen.

Ursprünglich wurde die Methode nur für die Pulsmessung konzipiert, doch einige Fitnesstracker oder Smart-Watches realisieren darüber auch eine Blutdruckmessung. Verfälschungen der Messwerte können sich jedoch durch Tattoos, Narben und gebräunte Haut erheben, da diese den Lichtstrahl ablenken. Die Technologie ist noch vergleichsweise neu und daher können sich in der Genauigkeit größere Abweichungen ergeben, verglichen mit einem Blutdruckmessgerät, dass den Blutdruck auf herkömmliche Weise mittels Manschette erfasst.

  • Beste Handhabung
  • Keine Manschette erforderlich
  • Schnelle Messung Im Test
  • Abweichungen in der Genauigkeit möglich
  • Kombination mit Pulsmessung

Weiterführende Links und Quellen zum Vergleich

https://www.hochdruckliga.de
https://www.apotheken-umschau.de/Bluthochdruck
https://www.netdoktor.de/krankheiten/bluthochdruck
https://de.wikipedia.org/wiki/Blutdruckmessger%C3%A4t
https://www.hochdruckliga.de/hoher-und-niedriger-blutdruck-gleichzeitig.html

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (es liegen noch keine Bewertungen vor)
Loading...