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Juli
imago images/onw-images, Marius Bulling

Juli

Der Juli ist der zweite Sommermonat auf der nördlichen Halbkugel. Mit +16,9 Grad ist der Juli in Deutschland der wärmste Sommermonat mit dem höchsten Sonnenstand und einer durchschnittlichen Sonnenscheindauer von 212 Stunden. Im phänologischen Hochsommer, der gewöhnlich ab Mitte Juli beginnt, blüht die Sommerlinde, Johannisbeeren reifen heran und außerdem beginnt die Getreideernte. Zudem ist der Juli aufgrund der Schulferien ein sehr beliebter Reisemonat, in vielen europäischen Urlaubsländern beginnt die Hauptsaison. Der Juli hat neben Sonnenschein und trockenen Hitzeperioden aber auch ein hohes Schadenspotential. Durch heftige Unwetter mit Gewittern und Regenschauern können im Juli Sommerfeste, Grillabende oder Musikfestivals auch ins Wasser fallen. Starkregen lässt Flüsse, Kanalisationen und Keller überlaufen. So erreicht der Juli in Deutschland ein Niederschlagssoll von 78 Litern pro Quadratmeter. An den Anfang des Julis fällt auch die Siebenschläferzeit bis einschließlich 11. Juli. Anhand des Wettercharakters während dieser Zeit kann man mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit den Wetterverlauf für den Rest des Sommers vorhersagen. Der Juli wird im Laufe des Monats immer hochdruckdominierter und erreicht statistisch gesehen seinen Höhenpunkt mit den Hundstagen, die am 23. Juli beginnen und am 23. August enden. Hier werden die heißesten Sommertage des Jahres erwartet. Der wärmste Juli in Deutschland wurde mit durchschnittlich +21,99 Grad im Jahr 2006 gemessen, der kälteste im Jahr 1919 mit kühlen +14,36 Grad. Im Jahr 2019 wurde im Juli die höchste Temperatur jemals in Deutschland gemessen: in Lingen im Emsland kroch das Barometer auf +42,6 Grad – dieser Wert ist allerdings umstritten.