Dutzende werden noch vermisst

Zyklon in Indien: Zwei Schiffe geraten in Seenot - 400 Menschen in Gefahr

Hohe Wellen vor Mumbai
Der Zyklons "Tauktae" trifft auf die Küste von Indien. © REUTERS, NIHARIKA KULKARNI, AH

Rettungsaktion mitten im Sturm

Der Zyklons "Tauktae" trifft am Montag mit Wucht auf die Küste Indiens: Ein Lastkahn mit 273 Menschen an Bord gerät vor der Stadt Mumbai in dem hefigen Unwetter plötzlich in Seenot und sinkt. Dann kommt noch ein zweiter Hilferuf von einem Schiff mit 137 Crewmitgliedern. Rettungsteams und die Marine rücken aus, um die Menschen aus dem Sturm zu retten.

Ein Schiff sinkt, ein zweites setzt Hilferuf ab

Wie die Indische Marine auf Twitter mitteilte, konnten inzwischen 177 Menschen von dem Schiff einer staatlichen Ölfirma gerettet werden. Der Einsatz laufe unter „extrem herausfordernden Bedingungen“ weiter. Die anderen Besatzungsmitglieder werden noch vermisst. Die Rettungsarbeiten mit zwei Schiffen und Helikoptern seien schwierig, weil die Wellen sehr hoch und die Winde stark seien, sagte ein Marinesprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Es wird erwartet, dass der heftiger Wirbelsturm "Tauktae" schwere Zerstörung anrichtet. Mindestens 14 Menschen starben, wie örtliche Katastrophenschutzbehörden mitteilten. Es wurden Windgeschwindigkeiten von 170 Kilometern pro Stunde gemessen, wie der indische meteorologische Dienst mitteilte. Inzwischen sei der Sturm etwas abgeschwächt. Zehntausende Menschen mussten sich in Notunterkünften in Sicherheit bringen.

Wirbelsturm tritt Indien mitten in der Corona-Krise

Von der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung hieß es: „Dieser Zyklon ist ein schrecklicher doppelter Schicksalsschlag für Millionen Menschen in Indien, deren Familien bereits durch rekordhohe Covid-Infektionen und Todesfälle heimgesucht worden sind. Viele Familien halten sich gerade so knapp über Wasser.“ (dpa/jgr)