Zyklon Amphan tötete 80 Menschen: Indien und Bangladesch beginnen das Aufräumen

Zyklon Amphan: Video zeigt erste Bilder der Zerstöung

Nach dem großen Wirbelsturm Amphan mit mindestens 80 Toten haben in Indien und Bangladesch erste Aufräumarbeiten begonnen. Einige Menschen haben die Notunterkünfte inzwischen verlassen, um teils ihre Zuhause wieder neu aufzubauen. Tausende Häuser wurden im Sturm dem Erdboden gleichgemacht. Strom gibt es in einigen Gebieten noch nicht. Der Sturm war nach Angaben des indischen meteorologischen Diensts einer der stärksten der vergangenen 20 Jahre. Mit 185 km/h traf er am Mittwochnachmittag auf Land. Im Video sehen Sie Aufnahmen aus besonders hart vom Sturm getroffenen Regionen.

Mehr Stürme, oft weniger Opfer durch gute Vorbereitung

In der 15-Millionen-Einwohner-Stadt Kolkata wurde der Flughafen überflutet, Strom und Telekommunikation in Teilen der Metropole im Nordosten Indiens fielen aus. Betroffen ist auch eine Region, die einer der letzten großen Lebensräume freilebender und gefährdeter Bengal-Tiger ist.

In Indien und Bangladesch wurden vor dem Eintreffen des Sturms mehr als drei Millionen Menschen in Notunterkünfte gebracht. Die beiden Länder haben viel Erfahrung mit starken Wirbelstürmen, die im Golf von Bengalen immer wieder vorkommen. Bei einem großen Zyklon im Jahr 1999 starben knapp 10.000 Menschen. Experten gehen davon aus, dass die Intensität der Stürme in den vergangenen Jahren unter anderem wegen des Klimawandels tendenziell zugenommen hat. Die Opferzahlen waren aber in den vergangenen Jahren generell kleiner, da die beiden Länder inzwischen gute Notunterkünfte gebaut und Evakuierungspläne entworfen haben.