Genuss-Sommer, dann Donner

Wetterwechsel vor den langen Wochenenden?

von Björn Alexander und Karim Belbachir

In der nächsten Wetterwoche scheint sich etwas zu tun in der Wetterküche. Bereits ab Montag könnten die zuletzt oft ruhigen Zeiten ein Ende haben. Auch wenn darüber noch nicht das letzte Wort gesprochen ist. Wir schauen auf die aktuelle Entwicklung, die auch Auswirkungen auf den Wettertrend für das lange Wochenende mit Christi Himmelfahrt und den Sommeranfang 2022 haben könnte.

Wie ist die Ausgangslage?

Erst einmal sieht wetter.de-Meteorologe Björn Alexander ein richtig tolles Wochenende auf uns zukommen: „Hoch XENOPHON macht sich für unser Wetter stark und dementsprechend wird es meist ein sonniges bis strahlend schönes Wochenende mit sommerlichen Temperaturen. Nachts kühlt es sich gleichzeitig noch ganz gut ab, so dass die Morgenfrische ideal zum Durchlüften ist.”

Genießen am Wochenende, Gewitter am Montag

Weniger gut sind wohl die Aussichten für den Beginn der nächsten Woche. Nach dem Genuss-Sommer am Wochenende drücken die Gewitter ab Montag auf die Tube. Alexander fasst die Aussichten zum Wochenstart zusammen: „Besonders im Süden und Westen wird es schwüler und damit steigt die Wahrscheinlichkeit für zum Teil kräftige Regengüsse samt Blitz und Donner.” Auch Unwetter durch Starkregen, Hagel und Sturmböen sind wohl nicht auszuschließen. Diese könnten ebenfalls bis ins Emsland reichen. Einzig für den Osten sieht der Wetterexperte am Montag ein geringeres Regenrisiko. Das Ganze bei Temperaturen zwischen 18 und 29 Grad.

Sonnenstunden am Samstag, 14. Mai: Gerade der Süden und der Westen profitieren
Sonnenstunden satt: Vor allem der Süden und der Westen können sich am Samstag auf 12 Stunden Sonnenschein freuen.

Welche Aussichten präsentieren die Wetterberechnungen anschließend?

„Unsichere”, antwortet der Meteorologe und fährt fort: „Die Vorhersagen gehen doch noch ziemlich weit auseinander. Von erneutem Hochdruckwetter bis hin zu weiteren Schauern und Gewittern ist alles vorhanden. Unterm Strich haben aber momentan die allgemein eher wechselhafteren Varianten etwas die Nase vorn.” Damit wäre beispielsweise auch die Hitzewelle raus, die manche Wettermodelle für die nächste Woche zuletzt noch in den Prognosen hatten. Und auch für den Strahle-Sommer hat Alexander ernüchternde Aussichten.

Gewitterrisiko am Montag, 16. Mai: Die Chance auf Unwetter steigen in der neuen Woche.
Am Montag steht schon ein Wetterwechsel an. Dort wo es am Wochenende noch strahlend sonnig war, stehen jetzt Gewitter auf dem Programm.

Über 100 Liter Regen - der Mai könnte noch kippen

Schlussendlich scheint sich laut Alexander „bald ein wenig mehr Dynamik und Bewegung in die Wetterküche einschleichen zu wollen”. Auf jeden Fall sieht er „eine spannende Weichenstellung für das lange Wochenende mit Christi Himmelfahrt und den bevorstehenden Sommerstart, der ja – meteorologisch gesehen – bereits am 1. Juni beginnt”. Auch lässt natürlich das Pfingstwochenende nicht mehr allzulange auf sich warten.

Wir müssen uns somit offensichtlich auf eine durchwachsene zweite Mai-Hälfte einstellen. Je nach Wettermodell sieht Alexander sogar noch 40 bis mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter auf einige Landesteile zukommen. Das hätte aber natürlich auch sein Gutes. Denn die Trockenheit in vielen Regionen ist immens und die Natur braucht dringend Regen. Normal wären übrigens im Mai um die 70 Liter pro Quadratmeter. Gefallen sind im deutschlandweiten Mittel bisher allerdings keine 10 Liter pro Quadratmeter.

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(bal/kfb)