Auf die Zeitspanne und den zweiten Strich kommt es an

(Zweiter) Strich kaum sichtbar? Wann Selbsttests gültig sind - und wann nicht

Frau zeigt positiven Corona-Test in die Kamera
Bei wem trotz Impfung der Corona-Schnelltest positiv ausfällt, sollte das dringend abklären lassen und einen Arzt aufsuchen.

Zu Hause vor dem Treffen mit der besten Freundin fix einen Corona-Selbsttest machen – darin sind die meisten von uns mittlerweile ziemlich geübt. Nasenabstrich machen, 15 Minuten warten und schwupps, ein hoffentlich negatives Ergebnis. Doch was ist, wenn der zweite Strich auf dem Test erst viel später erscheint oder nur schwach ausgeprägt ist?

Lese-Tipp: Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus finden Sie in unserem Live-Ticker auf RTL.de

1. Szenario: Der zweite Strich bildet sich erst viel später

Normalerweise färben sich die roten Striche auf dem Display des Selbsttests schnell ein – je nach Anbieter kann das zwischen 15 Minuten und einer halben Stunde dauern, schreibt das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) auf seiner Website.

Bei den meisten Anbietern heißt das: Ein Strich beim C und man ist negativ, ein zusätzlicher Strich beim T und man ist positiv. Sollte sich der zweite Strich erst später bilden, also nach einer Zeitspanne von 30 Minuten, ist der Test ungültig. Gleiches gilt, wenn keiner der Striche auftaucht oder sich der Strich nur beim T einfärbt. Der Selbsttest muss dann in jedem Falle wiederholt werden, so das BMG.

Lese-Tipp: Positiver Selbsttest! Was muss ich jetzt tun?

2. Szenario: Der zweite Strich ist nur schwach ausgeprägt

Etwas anderes gilt, wenn sich beide Striche innerhalb der 15 bis 30 Minuten bilden, der T-Strich aber nur schwach ausgeprägt ist. Dann ist der Test wiederum gültig. Um absolut sicherzugehen, rät das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), nicht nur den Selbsttest zu wiederholen oder einen Antigen-Schnelltest zu machen, sondern auch einen PCR-Test. Bis dann das Testergebnis vorliegt, sollte man, laut PEI, in Selbstisolation.

Corona-Selbsttests und auch die Antigen-Schnelltests, die in offiziellen Testzentren durchgeführt werden, sind anfälliger für Fehler als PCR-Tests. Erst vor kurzem hatte das PEI fast 200 Antigen-Schnelltests geprüft, von denen knapp ein Viertel die Anforderungen nicht erfüllte. Das BMG rät daher: Will man sichergehen, dass der Test richtig ist – egal ob negativ oder positiv – einfach mit einem PCR-Test bestätigen lassen. (jbü)

Lese-Tipp: Richtige Durchführung: Arzt macht den Schnelltest-Check

VIDEO-PLAYLIST: Alles, was Sie über Corona wissen müssen

Spannende Dokus zu Corona gibt es auf RTL+

Das große Geschäft mit der Pandemie: Ausgerechnet in einer Zeit, in der jeder um seine Gesundheit bangt, finden Betrüger immer wieder neue Wege, illegal Geld zu machen. Ob gefälschte Impfpässe, negative Tests oder Betrügereien in den Testzentren – die Abzocke lauert überall. Sogar hochrangige Politiker stehen in Verdacht, sich während der Corona-Zeit die eigenen Taschen vollgemacht zu haben. Unsere Reporter haben europaweit recherchiert – die ganze Doku auf RTL+.