Zugluft macht doch krank

Zugluft und Klimaanlagen sind gesundheitsschädlich
Besser kurz durchlüften, als ständig einem leichten Luftzug ausgesetzt zu sein. © picture-alliance / dpa, Ville Myllynen

Zugluft und Klimaanlagen machen uns still und heimlich krank

Was wir immer als zu empfindlich wahr genommen haben, stimmt jetzt doch. Es ist echt wahr: Klimaanlagen und Zugluft können der Gesundheit schaden.

Zugluft ist im Sommer ein enormer Faktor für Erkältungen. Laut Angela Schuh, Professorin für medizinische Klimatologie in München, sind viele Menschen im Sommer erkältet, weil sie in einem leichten Durchzug sitzen. Bereits erworbene Viren haben bessere Bedingungen, wenn sie auf einer leicht abgekühlten Racheschleimhaut sitzen. Diese senkt durch die Luft, die auf den Hals trifft ihre Temperatur.

Und obwohl es im Sommer wärmer ist als im Winter ist dieses Phänomen gerade im Sommer häufiger Verstärkung einer kräftigen Erkältung. Der Grund ist, wenn durch ein offenes Fenster oder den Luftzug einer Klimaanlage ein ständiges „laues Lüftchen“ weht, ist der Körper nicht alarmiert genug, um Abwehrmaßnahmen einzuleiten. Er gewöhnt sich daran und kühlt an den Stellen aus, an denen die kalte Luft auftritt. Ist das gerade zufällig am Hals, droht die Erkältung. Auch die darunter liegenden Muskeln kühlen unbemerkt aus und die Muskulatur verspannt.

Ist der Luftzug dagegen so stark, dass zum Beispiel im Büro die Blätter fliegen oder geht man durch starken Wind an der Küste, so ist der Körper gewarnt und reagiert. Die Thermorezeptoren sorgen dafür, dass sich die Gefäße verengen und der Körper nicht total abkühlt.

Die einzige Möglichkeit, sich gegen diese Gefahr zu wehren, ist den Luftzug abzustellen. Geht das nicht, sind ein Schal über der Schulter und um den Hals gewickelt die beste Möglichkeit ein Auskühlen zu verhindern.