Zu viel Regen - Obst platzt auf und Pilze dringen ein

Obsternte
Die Obstbauern sind in großer Sorge, es ist zu nass, die Früchte platzen auf und Pilze dringen ein. © picture-alliance/ dpa, Maurizio Gambarini

Obstbauern flehen: "Lieber Gott, lass mal die Sonne scheinen"

Das anhaltende Regenwetter geht auch den privaten Obstbauern zunehmend auf den Geist - weil es die Früchte platzen lässt und Fäulnis fördert. "Die Pilzkrankheiten stehen ganz weit oben", schilderte der Leiter der Gartenakademie Rheinland-Pfalz, Werner Ollig, die Probleme vieler Kleingärtner.

Betroffen sei alles, was noch Früchte trage - vom Apfel über den Zwetschgenbaum bis zur Herbst-Himbeere. Sein Appell: "Lieber Gott, lass mal die Sonne scheinen."

Weil es vergleichsweise spät im Sommer sehr viel geregnet habe, nähmen die Früchte derzeit unverhältnismäßig viel Wasser auf, erklärte der Fachmann. "Sie dehnen sich, dann reißt die Haut auf, und es tritt Saft aus, das lockt die Wespen an."

Die Insekten schleckten den Saft und sorgten dafür, dass die Risse größer würden. Dann gelangten Pilze hinein. "Fruchtfäule ist immer ein Thema, wenn es zur Erntezeit feucht ist", sagte Ollig.

Privatgärten seien davon stärker betroffen, weil dort weniger Fungizide eingesetzt würden. Unabhängig davon seien die Früchte in diesem Jahr recht groß und von schöner Farbe, die Äpfel hätten beispielsweise rote Backen. Gemessen am Wetter sei der Ertrag überdurchschnittlich gut.