Der Norden führt das Blitzranking an

Wolfsburg ist Deutschlands Blitzhauptstadt

Ein Blitz erhellt den Nachthimmel
Deutschlandweit kommen in Wolfsburg die meisten Blitze vom Himmel (Symbolbild: Blitz) © deutsche presse agentur

Blitzschnell auf die Polposition

Für diesen ersten Platz musste Wolfsburg nicht viel tun, aber ganz schön viel Elektrizität aushalten - die niedersächsische Stadt ist deutsche Blitzhauptstadt. 5,8 Einschläge gab es dort im vergangenen Jahr pro Quadratkilometer - mehr als in jeder anderen Stadt oder jedem anderen Landkreis, wie aus Messungen des Blitz-Informationsdienstes von Siemens hervorgeht.

Auch woanders britzelt es oft

Auf den Plätzen zwei und drei führt der am Donnerstag veröffentlichte Blitzatlas die bayerische Stadt Kempten und den Landkreis Miesbach mit 5,1 und 4,7 Blitzen pro Quadratkilometer auf.

Doch der Norden hat die Nase vorne

"Dass die Spitzenreiter zunehmend im Norden zu finden sind, ist eine Entwicklung, die wir erst in den letzten Jahren beobachten", sagt Stephan Thern, Leiter des Blitz-Informationsdienstes von Siemens. "Im Falle Wolfsburg waren es nur drei Gewitter, um diese hohe Blitzdichte auszuweisen", berichtet Thern. Insgesamt gab es in Deutschland vergangenes Jahr knapp 400.000 Einschläge - rund 21 Prozent mehr als 2019, das allerdings ein ausgesprochen blitzarmes Jahr war. Blitzreichster Tag war der 13. Juni 2020 mit mehr als 89.000 Einschlägen.

Hamburg vorne - Schleswig-Holstein im Mittelfeld. Bremen abgeblitzt

Im Länderranking für die höchste Blitzdichte im vergangenen Jahr landet Hamburg auf Platz 1 (1,9), gefolgt von Bayern (1,6) und Niedersachsen (1,4) pro Quadratkilometer. Bremen ist nach der Siemens-Auswertung das blitzärmste Land mit 0,5. Insgesamt gab es in Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr 17.340 Einschläge, was 1,1 Einschlägen pro Quadratkilometer Fläche entspricht. Die Kreise Ostholstein und Plön lagen dabei mit jeweils 1,71 deutlich über dem Durchschnitt. Die Blitze werden mit Hilfe von rund 160 miteinander verbundenen Messstationen in Europa gemessen. Obwohl zwischen den Sensoren bis zu 350 Kilometer liegen, können die die Blitzeinschläge damit auf bis zu 50 Meter genau ermittelt werden. (dpa/lsi)