Endlich wieder Winter

Wochenendwetter: Skandi-Tief Heike schickt uns Polarluft

Wir schlittern Richtung Winter

Die Wetterwoche hatte definitiv einiges im Programm. Doch Winter war bislang noch nicht dabei. Stattdessen vermeldeten Teile Norddeutschlands neue Rekorde der anderen Art. Erst die mildeste Januarnacht seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und anschließend auch neue Rekorde bei den Höchstwerten von bis zu 15 Grad. So warme Luft so weit im Norden. Ein absolutes Novum. Gleichzeitig Pollenflug von Erle und Hasel und zum Teil richtig viel Sonne.  

Zum Wochenende ändert sich das Feeling aber grundlegend und wir schlittern vom Vorfrühling zurück in Richtung Winter. Schnee, Nachtfrost, Glätte sowie ein erhöhtes Bibberfeeling und einstellige Höchstwerte. Unser Wochenend-Wetter-Check mit allem, was Sie zum Besuch der Polarluft wissen müssen. 

Heike ist schuld - So kommt die Kälte zu uns

Die Wetterlage stellt sich grundlegend um. Und Heike ist schuld. Denn Skandinavien-Tief Heike verlagert sich nach Skandinavien und eröffnet damit die Kaltluft-Rutsche. Mit nordwestlichen Winden rückt Luft polaren Ursprungs zu uns. Zugegebenermaßen etwas angewärmt durch den Atlantik. Aber nichts desto trotz: Ein Lebenszeichen des Winters, auf das die Freunde von kalten Temperaturen lange warten mussten. 

Sonne und Frost - eine beliebte Kombination.
Sonnenschein und Frost. Viele von uns dürften sich darauf freuen. © dpa, Frank Rumpenhorst, fru kde

Einstellige Temperaturen und nachts wieder häufiger Frost

Es wird nicht der Wintereinbruch der eisigen Art. Jedoch nach dem gefühlten Frühling zur Wochenmitte wird das Feeling schon ein ganz anderes. Hochschwarzwald, Oberharz und die anderen Mittelgebirgsgipfel zeigen sich auch mal wieder dauerfrostig. Und auch im Flachland erwarten uns einstellige Temperaturen. Oft werden es nicht mehr als 5 bis 8 Grad. Der Südosten und die übrigen Berglagen bekommen maximal noch 0 bis 4 Grad.

Gleichzeitig meldet sich der Nachtfrost zurück. Zuerst in der Mitte und im Süden. Spätestens in der Nacht zum Montag wird es dann deutschlandweit frostig. Und natürlich kann es damit auch wieder glatt auf unseren Straßen werden. Stellenweise mit Reif oder gefrierender Nässe. Besonders im Bergland ist zum Teil auch Schneeglätte möglich.

Im Bergland brauchen Sie definitiv Winterreifen.
Winterreifen noch drauf? Besser ist es. Vor allem in den Mittelgebirgen müssen Sie zum Teil mit Schneeglätte rechnen. © imago images/MiS, imago stock&people via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Wie viel schneit es am Samstag?

Besonders der wechselhaftere Samstag bringt einige Schauer mit. Das ist auch gut so, denn der Januar ist bisher viel zu trocken. Im Flachland kommen die Schauer überwiegend als Regen oder Schneeregen runter. In den Lagen oberhalb von 300 Metern fällt immer häufiger Schnee. Einige Zentimeter wird es geben. Das reicht zum Teil für glatte Straßen und einen Zuckerguss in den inzwischen meist schneelosen Skigebieten. Wo nämlich kein Kunstschnee zur Verfügung steht, ist es inzwischen mehrheitlich grün oder braun anstatt weiß. Und auch die Skiregionen in den Alpen dürften der Abkühlung mit ein oder zwei Ladungen Schnee auf jeden Fall schon ziemlich entgegen fiebern.

Die Sonnenbilanz: Sonntag schlägt Samstag

Der schönere Tag wird der Sonntag. Zumindest für die meisten von uns. Von den Britischen Inseln rückt bereits das nächste Hoch nach und somit wird der Sonntag häufiger freundlich und trocken. Lediglich der Südosten ist noch länger auf der schattigen Seite mit Schneeglätte in Richtung Alpen. 

Warm anziehen ist hierbei nicht nur aufgrund der Temperaturen angesagt, sondern wegen des kühlen Windes. Der sorgt beispielsweise am Sonntag zur Mittagszeit für gefühlte Temperaturen von minus 4 und plus 4 Grad. Auf den Bergen auch noch deutlich darunter. In den Gipfellagen teils mit unter minus 10 Grad. Wen es auf die knapp 3000 Meter Hohe Zugspitze zieht, der erlebt sogar eine gefühlte Temperaturen von um die minus 25 Grad.

Und dann kommt der Winter? Im 30-Tage-Trend werfen wir einen Blick auf die kommenden Wochen.

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