Wochenende bringt Sahara-Hitze und „Blutgewitter“

Heiße Saharaluft hat uns erreicht und lässt die Unwettergefahr drastisch steigen. Es drohen „Blutgewitter“!

Was soll denn ein „Blutgewitter“ sein?

Wenn der Saharastaub aus der Luft gewaschen wird, kann es auch zum sogenannten Blutregen kommen. Rötlicher Staub überzieht dann zum Beispiel Autoscheiben. An diesem Wochenende müssen wir aber nicht nur mit Regen sondern mit Gewittern rechnen: also mit „Blutgewittern“!

Am Freitagnachmittag steigt das Gewitterrisiko im Norden und Südwesten an. In der Nacht und am Samstagvormittag toben die Gewitter besonders im Norden. Tagsüber ziehen diese ab. Dafür brauen sich dann im Süden neue Gewitter zusammen, die teils unwetterartig ausfallen dürften (also besonders gefährlich mit Starkregen, Hagel und Sturmböen!).

Hätten Sie es gewusst? Saharastaub ist keinesfalls nur Dreck

Saharastaub kann weit reisen
Satellitenbilder lassen das Ausmaß und die Reichweite dieser weitreisenden "Körnchen-Wolken" erahnen. © Wikipedia

Besonders beliebt ist der Blutregen bei Autobesitzern nicht, denn die müssen danach ihr Gefährt wieder waschen. Aber wir sollten diesen „Staubwolken“ dankbar sein. Denn die kleinen Teilchen reisen in der Atmosphäre sehr weit. Sie verteilen ihre wertvollen Mineralien und düngen damit zum Beispiel den Regenwald oder Teile Nordamerikas.

Neue Luftströmung beendet die „blutigen“ Gewitter

Am Sonntag gibt es vor allem im Südosten noch weitere Schauer und Gewitter. Sonst sind bei einem Mix aus Sonne und Wolken nur einzelne Regenschauer dabei. Denn es strömt wieder kühlere Atlantikluft ein, die Höchstwerte liegen zwischen 20 Grad im Allgäu und 28 Grad rund um Berlin.

So wird das Wetter für Fronleichnam und das lange Wochenende.

Wie der Juni zu Ende geht, sagen wir Ihnen im 30-Tage-Trend.